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Pressemitteilung

Frankfurt

Frankfurter Bürovermietungsmarkt nach drei Monaten mit viel Luft nach oben, Investmentmarkt bereits sehr erfreulich


Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

Frankfurt, 5. April 2013 - Im 1. Quartal 2013 hat der Büroflächenumsatz am Frankfurter* Vermietungsmarkt mit rund 68.000 m² ein um 50% niedrigeres Volumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum hinnehmen müssen. Damit ist eines der schwächsten Quartale der letzten fünf Jahre zu notieren: im mittel- und langfristigen Vergleich kommt das Ergebnis einem Rückgang von 37% bzw. 29 % gleich. „In der Regel sortiert sich der Markt im ersten Quartal zunächst. Das gilt im Besonderen in Zeiten nach einem Run auf Flächen, wie wir es Ende des letzten Jahres erlebt haben. Flächenüberhänge, die den Jahresauftakt befeuern, sind da nicht zu erwarten“, so Christian Lanfer, Teamleiter Bürovermietung Jones Lang LaSalle Frankfurt. Insofern habe es nicht überrascht, dass im ersten Quartal keine Anmietungen jenseits der 10.000 m² zu registrieren waren. Und weiter: „Ob das Vermietungsjahr am Main 2013 ein Erfolg wird, gemessen am Umsatzdurchschnitt der letzten 5- und 10 Jahre, ist noch nicht absehbar, könnte sich ähnlich 2012 erst in Sichtweite des Jahresendes entscheiden.“ 
 
Die größte Anmietung in den ersten drei Monaten durch Vodafone in Eschborn hatte 6.700 m². Insgesamt sorgten die Top 5 in fünf Teilmärkten für 20.000 m², entsprechend einem Anteil von 29% am Gesamtumsatz. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 43%. Die Nutzer kamen aus den Branchen Telekommunikation, Banken/Finanzdienstleistungen und Versicherungen sowie Bau/Immobilien. 
 
Bestandsminderungen durch Umwidmungen, Abrisse und Sanierungen haben zusammen mit einem sehr niedrigen spekulativen Fertigstellungsvolumen trotz des schwachen Vermietungsergebnisses  immerhin zu einer leichten Bewegung von minus 20 Basispunkten bei der Leerstandsquote geführt. Die zu notierenden 11,7% könnten bis Jahresende allerdings wieder die 12 %-Marke überspringen. „Immer mehr umziehende Unternehmen achten immer stärker auf eine Flächeneffizienz und -flexibilität in den Objekten, die sie beziehen wollen. Dadurch wäre es möglich, zunächst weniger Fläche anzumieten, um bei einem veränderten Bedarf mit einer Anpassung am gleichen Standort im gleichen Objekt reagieren zu können“, so Lanfer.
 
Wegen der Knappheit an erstklassigen Flächen an 1A-Standorten hat der Spitzenmietpreis nach drei stabilen Jahren um 3% auf 34,00 Euro/m²/Monat zugelegt, ein weiterer Anstieg auf 35,00 Euro ist bis Jahresende möglich. Flächen würden zwar reduziert, die Anforderungen an die Qualität und Ausstattung dabei aber erhöht. Damit verbunden sei die Bereitschaft, für solche Flächen auch  höhere Mietpreise zu zahlen. Auch in peripheren Teilmärkten stieg das obere Ende der Mietpreisspanne leicht an, so etwa in Eschborn auf 14,50 Euro/m²/ Monat, im Mertonviertel auf 12,00 Euro/m²/Monat.  
 
Die Bilanz auf dem Frankfurter Investmentmarkt fällt trotz der Gewerbesteuererhöhung erfreulich aus. 800 Mio. Euro im ersten Quartal 2013 bedeuten nicht nur ein Anstieg um knapp 40% gegenüber dem Vorjahr, das Volumen reicht darüber hinaus sogar nahezu an das Halbjahresergebnis 2012 heran. Mehr als die Hälfte entfällt auf Objekte, die im Rahmen von Portfolioverkäufen den Eigentümer gewechselt haben. Dazu gehören die beiden größten Deals, das Geschäftshaus „One Goetheplaza" und das Bürohochhaus „Taunusanlage 11“, die im Rahmen eines überregionalen Portfolioerwerbs durch einen Spezialfonds der IVG von Freo und Area Property Partners übernommen wurden. „Aufgrund einiger bereits absehbarer Großtransaktionen und einer weiterhin sich auf hohem Niveau bewegenden Nachfrage zeichnet sich für 2013 ein wieder starkes Investmentjahr ab“, so Christian Kadel, Teamleiter Büroinvestment Jones Lang LaSalle Frankfurt. Es stehe außer Frage, dass der 5- oder 10-Jahresdurchschnitt getoppt werde. Ob das auch für die 3 Mrd. Euro Marke zuträfe, könne allerdings noch nicht festgeschrieben werden.
 
Gegenüber den ca. 420 Mio. Euro (53%), die in der Assetklasse Büro zu verbuchen waren, fallen Einzelhandelsimmobilien mit etwa 160 Mio. Euro (20%) deutlich weniger ins Gewicht. Allerdings ist  die Dominanz der Büroinvestments in Frankfurt in der Regel viel stärker. Im Fünfjahresschnitt der ersten Quartale lag der Anteil bei 73 % des Transaktionsvolumens.
 
Bei den Spitzenrenditen sowohl der Büroimmobilien als auch innerstädtischer Geschäftshäuser wurde  ein Rückgang um jeweils fünf Basispunkte auf 4,20% bzw. 4,75% registriert. Treiber dieses Trends seien im Besonderen die genannten Transaktionen sowie Transaktionen bereits des Vorquartals, wie beispielsweise die von Jones Lang LaSalle begleiteten Verkäufe „Romeo & Julia“ und „K.26“, die beide erst im neuen Jahr geclosed wurden.

 

 

 

 
* Stadtgebiet Frankfurt + Eschborn und Kaiserlei