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Pressemitteilung

Hamburg

Umsatzergebnis am Hamburger Bürovermietungs- und Investmentmarkt über den Erwartungen


Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

Hamburg, 4. April 2013 - Das 1. Quartal 2013 auf dem Hamburger Bürovermietungsmarkt schließt mit einem Umsatzvolumen von 110.000 m² ab, im Jahresvergleich ein Plus von 18 %. Der Anstieg markiert den höchsten Wert unter den BIG 7. Auch der 5- und 10-Jahresschnitt der jeweils ersten Quartale ist zwischen 8% bzw. 4 % übertroffen. Im Gegensatz zu 2012, als nicht ein einziger Abschluss im gesamten Jahr in fünfstelliger Größenordnung zu verzeichnen war, sorgten in den ersten drei Monaten vor allem vier Abschlüsse zwischen 5.000m² und 14.000 m² für das über den Erwartungen liegende Ergebnis. Die größte Anmietung erfolgte durch ein Industrieunternehmen im  Teilmarkt „Flughafen – Groß Borstel“. Auch in der Größenkategorie zwischen 1.000 m² und 5.000 m² ist deutlich mehr Bewegung zu spüren. Hier konnten 25 % mehr Abschlüsse im Vergleich zum Vorjahresquartal notiert werden.
 
„Für das Gesamtjahr 2013 gehen wir von einem Flächenumsatz auf dem Hamburger Bürovermietungsmarkt von ca. 480.000 m² aus, also leicht über dem Vorjahreswert“, so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland.
 
Die Industrie führt mit einem Volumen von insgesamt 29.000 m² die Branchenstatistik an, und verdrängt zusammen mit der Branche Ausbildung/ Gesundheit/Soziales (14.000 m²) die in der Regel dominanten unternehmensbezogenen Dienstleister auf Platz drei mit 12.000 m².
 
Von der erfreulichen Umsatzentwicklung und einer Nullrunde bei den spekulativen Fertigstellungen profitiert die Leerstandsquote: sie weist mit 8,0 % gegenüber dem Vorquartal eine leicht rückläufige Tendenz auf und wird sich im laufenden Jahr in etwa bei diesem Wert einpendeln. 
 
Stabil bleibt die Spitzenmiete. Wegen anhaltender Knappheit an erstklassigen Produkten an 1A-Standorten einerseits, aber nur wenigen Abschlüssen im Topsegment andererseits, zeigt sich der Spitzenwert unverändert: 24,00 Euro/m²/Monat gelten für die Innenstadt. Bis Jahresende ist ein leichter Anstieg auf 24,50 Euro/m²/Monat möglich. „Für viele Unternehmen stehen bei der Frage ob Verbleib oder Umzug die Kosten im Mittelpunkt ihrer Überlegungen“, so Scheunemann. Das hat der City Süd einen enormen Push gegeben. „In diesem klassischen Back-office-Standort gab es so viele Vertragsabschlüsse wie seit rund zehn Quartalen nicht mehr mit einem Flächenumsatz, der höher lag als in der traditionell umsatzstärkeren, aber teureren Innenstadt.“ 
 
Auch der Investmentmarkt in Hamburg zeigte eine erfreuliche Dynamik. Für insgesamt 730 Mio. Euro haben die Marktakteure Objekte ge- und verkauft. Damit lag das Transaktionsvolumen um 35 % höher als vor einem Jahr. In keinem Quartal des Vorjahres konnte ein solch gutes Vierteljahresergebnis registriert werden. Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich blieben allerdings aus. Der bis dato größte Deal war der Kauf des Saturn-Kaufhauses in der Hamburger City durch Matrix Immobilien im Joint-Venture mit einer Münchener Investorengruppe für über 80 Mio. Euro. „2013 hat zweifellos erfrischend gut angefangen, macht da weiter, wo 2012 aufgehört hat“, so Frank-D. Albers, Teamleiter Büroinvestment Jones Lang LaSalle Hamburg. „Das hohe Maß an investorenseitig verfügbarer Liquidität sowie der Mangel an Alternativen zu Investments in Immobilien, sorgen für das gute Ergebnis. Im Bürosegment zeichne sich ab, dass für Investoren primär eine gute Mikrolage des Objekts bzw. eine langfristige und damit stabile Vermietungssituation kaufentscheidend sind. Dieser Trend werde auch im Verlauf dieses Jahres anhalten.
 
Gegenüber dem Volumen von ca. 360 Mio. Euro in der Assetklasse Büro fallen Einzelhandelsimmobilien mit etwa 100 Mio. deutlich weniger ins Gewicht, bleiben sogar hinter Hotelinvestments zurück (ca. 140 Mio. Euro). Alle Nutzungsarten zeigen stabile Spitzenrenditen, für Büroimmobilien bewegten sie sich bei 4,65%, innerstädtische Geschäftshäuser liegen bei 4,1%.
 
„Die aktuell für einen Verkauf in Vorbereitung befindlichen Objekte lassen ein starkes Transaktionsgeschehen auch in den kommenden Quartalen erwarten. Im besten Fall könnte es dazu führen, dass wir das am Jahresanfang prognostizierte Transaktionsvolumen für 2013 von mindestens 2 Mrd. Euro deutlich nach oben korrigieren müssen. Dann könnten 2,5 Mrd. Euro durchaus im Bereich des Möglichen sein. Dabei ist davon auszugehen, dass Investoren vermehrt, wenn auch maßvoll, Risiken eingehen und Abstriche bei der Vermietungssituation oder der Objektqualität in Kauf nehmen“, so Albers.