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Pressemitteilung

Frankfurt

Logistikmarkt Region Frankfurt: Durch Eigennutzer-Großdeals stärkster Jahresauftakt seit mehr als zehn Jahren


Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

Frankfurt, 24. April 2013 – Auf dem Logistikmarkt in der Region Frankfurt* wurden im 1. Quartal 2013 bei leicht rückläufiger Dealanzahl rund 129.000m² Lager- und Logistikflächen umgesetzt, damit 22 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch der  5- bzw. 10-Jahresschnitt ist mit 75% bzw.111%  deutlich übertroffen. Allerdings waren für dieses überdurchschnittlich gute Ergebnis Baustarts von Eigennutzerobjekten ausschlaggebend, die teilweise von Ende letzten Jahres in das 1. Quartal 2013 verschoben wurden. Insgesamt machten drei Eigennutzungen 76.000 m² aus. Dieses Volumen ist neunmal höher als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Im Gegensatz dazu war für das Volumen auf dem Vermietungsmarkt im Jahresvergleich ein zweistelliger Rückgang zu notieren (- 26%). „Die Region Frankfurt hat das bei weitem höchste Umsatzergebnis unter den Big 5 und den bei weitem höchsten Anteil von Eigennutzern. „Bei aller Freude darf nicht übersehen werden, dass der Vermietungsmarkt  recht schleppend gestartet ist“, so Marc Snehotta, bei Jones Lang LaSalle Leiter Logistikimmobilien Rhein-Main. Und weiter: „Zur Zeit sind weniger großflächige Lagerflächengesuche ab 10.000 m² im Markt, darüber hinaus sind hier die Entscheidungsprozesse der Nutzer eher zäh. Wenn sich diese Kombination in den nächsten Monaten fortsetze, werde sich der Jahresumsatz für Eigennutzer und Vermietungen  2013 unter Vorjahresniveau bewegen. Mit rund  420.000 m² läge das Ergebnis aber immerhin noch 14 % über dem 5-Jahresschnitt.
 
Zusammen kommen die Top 5 Deals auf 72 % des Umsatzvolumens. Neben den drei Eigennutzer-projekten Lidl in Butzbach (40.000 m²), der IGEPA, einer führenden Papiergroßhandelsgruppe in Dieburg  (20.000 m²) sowie der AC Motoren GmbH Eppertshausen (16.000 m²)  führten zwei Anmietungen (10.000 m² und 7.500 m²) aus der Branche Transport/Verkehr/Lagerhaltung zu einer Branchenstatistik, an deren Spitze die Handelsunternehmen mit 61.000 m² stehen,  gefolgt von Unternehmen aus Transport/Verkehr/Lagerhaltung (26% mit 34.000m²) sowie der Industrie (22% mit 28.500m²).
  
„Die Top-Position des Handels geht allein zurück auf die beiden größten Abschlüsse, von der Anzahl her sind sie im 1. Quartal eher unter ferner platziert“, so Snehotta. Das sei in den letzten Jahren anders gewesen, als Handelsunternehmen meist unter den ersten drei zu finden waren.  
 
Auch bei den Lagen zeigt sich eine eher ungewöhnliche Verteilung: während die westliche Peripherie zwischen Kelsterbach und Heppenheim wenig nutzerfrequentiert war, profitierte mit dem insgesamt höchsten Umsatzvolumen die nördliche Peripherie durch die Lidl Eigennutzung sowie die Anmietung der Van Eupen Logistik GmbH & Co. KG, beide in Butzbach, während Frankfurts südliche Peripherie (zwischen Neu-Isenburg, Lautertal und Babenhausen) neben dem zweitgrößten Abschluss durch IGEPA auch insgesamt am meisten Abschlüsse zu verzeichnen hatte.

 
Nur Flächen von Eigennutzern im Bau
 
Im ersten Quartal 2013 kamen keine neuen Logistikflächen auf den Markt. Bei sämtlichen gegenwärtig im Bau befindlichen Flächen handelt es sich um Eigennutzer-Projekte in einer Größenordnung von insgesamt 160.000 m². Derzeit ist zu erwarten, dass davon in diesem Jahr rund 100.000 m² fertig gestellt werden. „Spekulative Fertigstellungen bleiben damit Mangelware“, so Snehotta. Dies gelte auch, wenn einige Projekte, über die zur Zeit verhandelt wird, vorvermietet in den Bau gehen und dabei vereinzelt doch auch spekulative Flächen realisiert würden, um ein Grundstück auszunutzen. 
 
Die Spitzenmiete für Lagerflächen in der Größenordnung ab 5.000 m² blieb sowohl im Quartalsvergleich als auch im Jahresvergleich stabil bei 6,00 Euro / m² / Monat. Die meisten Verträge wurden zu Mietpreisen zwischen 3,00 und 4,00 Euro/m²/Monat abgeschlossen. „Bis Ende dieses Jahres wird es weder Bestandsobjekte noch Projekte geben, die das Potential haben, die derzeitige Spitzenmiete zu toppen“, so Snehotta.

 
*Die räumliche Abgrenzung erfolgt im Norden durch Butzbach (Wetterau-Kreis), im Osten durch Hanau (Main-Kinzig-Kreis), im Süden durch Bensheim/Heppenheim (Kreis Bergstraße) und im Westen durch Wiesbaden und Mainz