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Pressemitteilung

Düsseldorf

Schwach aus den Startlöchern hat der Logistikmarkt Region Düsseldorf einiges zuzulegen


Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

Düsseldorf, 26. April 2013 – Auf dem Logistikmarkt in der Region Düsseldorf* wurden im 1. Quartal 2013 bei gegenüber dem Vorjahresquartal halbierter Anzahl der Abschlüsse rund 25.000 m² Lager- und Logistikflächen umgesetzt. Das Ergebnis markiert den schwächsten Jahresstart der letzten fünf Jahre: ein Minus von 57 % muss sowohl im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresquartal als auch mit dem 5-Jahresschnitt der ersten Quartale notiert werden. „An dem Fakt eines sehr schwachen Auftakts gibt es nichts zu beschönigen. Es ist die Kombination aus Angebotsknappheit bei großen Hallenflächen, einer offensichtlichen Zurückhaltung bei den unterschiedlichsten Marktplayern, Entwickler und Nutzern, aber auch bei den Banken, die Projekte finanzieren sollen. Abwarten und schauen, wie sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter entwickeln, scheint die Devise“, so Arnd Sternberg, Teamleiter Industrie Immobilien bei Jones Lang LaSalle in Düsseldorf. Dass der Blick nach vorne für den Logistikmarkt dennoch zuversichtlich sei, habe einmal mit einem in den nächsten Monaten anstehenden Abschluss in oberer 5-stelliger Größenordnung zu tun sowie weiteren absehbaren Eigennutzungen zwischen 5.000 m² und 20.000 m². Insofern dürfte das Umsatzvolumen bei Lager- und Logistikflächen in der Region Düsseldorf das Vorjahresergebnis sogar leicht übertreffen, der fünfjährige Durchschnittswert würde nur knapp verfehlt. „Der Markt wird in diesem Jahr sicherlich eher weniger Abschlüsse sehen und aufgefangen durch Big Shots.“
 
Die Top 3 - Deals im 1. Quartal machten 70 % des Umsatzes aus, darunter der größte Abschluss mit von rund 10.000 m² durch UPS in Krefeld. Diese Anmietung führte dazu, dass mit 64% Unternehmen aus Transport/Verkehr/Lagerhaltung die Branchenstatistik anführen, gefolgt von Handel (21%) und Industrie (10%). 
 
Das Düsseldorfer Stadtgebiet bleibt trotz überproportionalem Umsatzrückgang Zieladresse bei den meisten Nutzern (55 % der Abschlüsse) mit überwiegend kleinen Flächenanmietungen. 

 
Flächenangebot gleich Null
 
Da durch Neubauten auch mittelfristig keine Verbesserung der Angebotssituation zu erwarten ist – im 1. Quartal wurden keine Flächen fertiggestellt und die derzeit im Bau befindlichen drei Hallen mit insgesamt 21.500 m² sind bereits vermietet oder werden für Eigennutzer errichtet - bleibt es dabei, dass potentiell Flächensuchende in ihren Bestandsflächen verlängern oder bei einem Umzug Abstriche beim Standort oder bei der Qualität machen müssen. „Nutzer ab 3.000 m³ haben nur wenig Alternativen“, so Sternberg. Einige Gemeinden würden bei der Zulassung von logistikintensivem Gewerbe immer restriktiver. Von dieser Entwicklung würden Regionen wie Mönchengladbach und der Niederrhein profitieren, wo zudem noch niedrigere Grundstückspreise lockten. 
 
Die Spitzenmiete für Lagerflächen ab 5.000 m² liegt unverändert bei 5,40 Euro/m²/Monat (Düsseldorf Nord/Flughafen). Die meisten Verträge wurden zu Mietpreisen zwischen 4,30 und 4,80 Euro/m²/Monat abgeschlossen. „Die Bereitschaft der Eigentümer, Incentives zu gewähren, tendiert mittlerweile gegen Null. Die Durchsetzung einer höheren Spitzenmiete wird aber im laufenden Jahr nicht möglich sein“, so Sternberg.


* Düsseldorf, Erkrath, Hilden, Ratingen, Neuss, Krefeld, Kaarst, Haan, Grevenbroich, Korschenbroich, Langenfeld, Meerbusch, Dormagen, Rommerskirchen und Willich