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Pressemitteilung

Frankfurt

Gesunkene Angebotsmieten in Frankfurt - Kaufpreise für Eigentumswohnungen steigen - Investmentmarkt entwickelt sich positiv

Jones Lang LaSalle veröffentlicht Residential City Profiles für acht Städte - Frankfurt zum dritten Mal untersucht


 
 
Frankfurt, 28. September 2009 – Die Entwicklung auf dem Frankfurter Wohnimmobilienmarkt hat sich in den ersten sechs Monaten des Jahres sehr unterschiedlich gestaltet. Der Markt für Eigentumswohnungen zeigt Preissteigerungen im Halbjahresvergleich. So liegt der Schwerpunktkaufpreis für eine Eigentumswohnung aktuell bei 2.900 Euro/m² (+ 7 %). Die Mehrfamilienhäuser haben den Schwerpunkkaufpreis gegenüber dem 2. Halbjahr 2008 in etwa halten können und werden mit 1.950 Euro/m² am Markt angeboten. Während die Schwerpunktmiete im Halbjahresvergleich um -3 % auf 11,15 Euro/m²/Monat abgenommen hat, konnte sie sich im Vergleich zum Vorjahr behaupten und liegt deutlich (+4 %) über dem Wert aus dem Sommer 2008.
 
Im Vergleich zu den sieben weiteren untersuchten Städten liegt Frankfurt damit mit einem deutlich gehobenen Mietniveau auf dem zweiten Platz. Nur München (12,40 Euro/m²/Monat) erzielt eine noch höhere Schwerpunktmiete als die Mainmetropole.
 
Unter anderem zu diesen Ergebnissen kommt Jones Lang LaSalle in den aktuellen Residential City Profiles, in denen die Entwicklungen innerhalb des 1. Halbjahres 2009 in den wichtigsten deutschen Wohnimmobilienmärkten untersucht werden. Bereits zum dritten Mal werden Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München analysiert. Die Wohnimmobilienmärkte von Köln, Leipzig und Stuttgart werden zum zweiten Mal präsentiert. 285.000 analysierte Datensätze bilden dabei die Grundlage für die Analyse der Teilsegmente Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser, wobei die Darstellung bis auf Stadtbezirksebene reicht, unterschieden in Baualtersklassen und Wohnungsgrößen. Im Zusammenhang mit der Analyse des Marktes für Mehrfamilienhäuser finden darüber hinaus auch die aktuellen Entwicklungen auf dem deutschen Investmentmarkt für Wohnungsportfolien Eingang in die Untersuchung.
 
 
Angebotsmieten konsolidieren
 
Im Verlauf des 1. Halbjahres hat die Schwerpunktmiete in Frankfurt zwar an Fahrt verloren (-3 %). „Dies ist allerdings nicht als eine Trendwende zu werten. Stattdessen hat sich der Frankfurter Markt gefestigt“, so Stefan Mergen, bei Jones Lang LaSalle Leiter Residential Valuation Deutschland. Zum einen liegt die gesamtstädtische Schwerpunktmiete mit 10,85 Euro/m²/Monat noch deutlich über dem Vorjahreswert von 10,70 Euro/m²/Monat. Zum anderen haben sich die auswertbaren Inserate erhöht (+40 %), weshalb bislang unterrepräsentierte Teillagen an Gewicht gewonnen haben.
 
„Das Interesse an Wohnungen in Top-Lagen bleibt ungebrochen hoch. So werden u. a. in Westend und Sachsenhausen Wohnungen weiter deutlich über 20 Euro/m² am Markt angeboten", so Mergen.
 
 
Steigende Eigentumspreise im Großteil der Stadtbezirke
 
Die Preisentwicklung fällt beim Markt für
Eigentumswohnungen sehr positiv aus. In den letzten sechs Monaten haben sich die Schwerpunktkaufpreise für Eigentumswohnungen um gut 7 % auf 2.900 Euro/m² gesteigert. Damit konnte Frankfurt im Vergleich zu den anderen sieben untersuchten Städten den zweiten Platz vor Hamburg behaupten. Hamburg, Frankfurt und München weisen ein deutlich gehobenes Kaufpreisniveau auf, wobei letztere mit Abstand abermals an erster Stelle steht.
 
Neun der zwölf Frankfurter Stadtbezirke (die „Außenbezirke“ wurden durch JLL „konstruiert“) weisen einen gestiegenen Angebotskaufpreis auf. Der Bezirk Ost zeigt dabei den stärksten Preisanstieg. So hat hier der Schwerpunktkaufpreis um 520 Euro/m² auf 2.690 Euro/m² angezogen. „Dies begründet sich durch eine gestiegene Nachfrage nach Wohnungen im Bereich des Riedbergs“, so Mergen.
 
Neben diesem Bezirk sind aber vor allem in den innerstädtischen Lagen stärkere Zunahmen offensichtlich. So hat der Schwerpunktkaufpreis für eine Eigentumswohnung im Bezirk Innenstadt II noch einmal auf 4.120 Euro/m² zugenommen. „Solche Preise können nur noch von sehr zahlungskräftiger Klientel aufgebracht werden und sind daher als Ausnahmewert zu betrachten“, so Mergen weiter. Tatsächlich werden bereits im nächst äußeren Ring um das Zentrum Wohnungen fast 1.000 Euro/m² günstiger am Markt angeboten.
 
 
Transaktionsvolumen nimmt zu
 
Investoren halten Deutschland nach wie vor für einen attraktiven Standort für Immobilieninvestitionen. Auch wenn der Investmentmarkt weiterhin von ungünstigen Finanzierungsbedingungen beherrscht wird, gibt es doch auch einige positive Entwicklungen. Nach einer relativ kurzfristigen Beruhigung in 2008, legt das von Jones Lang LaSalle erfasste Portfolio-Transaktionsvolumen im Wohnimmobiliensektor in Deutschland, verglichen mit dem 2. Halbjahr 2008, deutlich zu. Allein im 2. Quartal 2009 wurden gut 15.000 gehandelte Wohneinheiten registriert. Seit Anfang 2008 weist kein anderes Quartal diese Menge an verkauften Wohneinheiten auf (der Verkauf der 93.000 LEG-Wohnungen im Juni 2008 bleibt hier außer Betracht). „Portfoliotransaktionen, in denen Investoren mehrere 10.000 Wohneinheiten „en bloc“ erworben haben, sind allerdings weiterhin nicht in Sicht. In Frankfurt verzeichnete Jones Lang LaSalle im 1. Halbjahr Portfoliotransaktionen von ca. 700 Wohnungen. Generell ist aber auch hier festzustellen, dass die Größe der Portfolios kleiner ist als in den Boomjahren 2006 und 2007.
 
Der Markt für Einzeltransaktionen zeigt sich beim Großteil der untersuchten Städte im 1. Halbjahr 2009 sehr instabil. So weist auch der Frankfurter Markt für Mehrfamilienhäuser eine starke Volatilität auf.
 
Dabei ist der ermittelte Angebotskaufpreis von 1.950 Euro/m² in Frankfurt stabil auf dem Vorhalbjahresniveau geblieben. Im Ranking der untersuchten Städte bedeutet dies immer noch den zweiten Platz, wenn auch knapp, vor Hamburg (1.830 Euro/m²). Der gesamtstädtische Schwerpunktkaufpreis weicht zwar nur geringfügig vom vergangenen Halbjahr ab. Auf Bezirksebene zeigen sich aber größere Abweichungen sowohl nach oben als auch nach unten.
 
Andrew Groom, bei Jones Lang LaSalle Leiter Valuation & Transaction Advisory Deutschland, begründet diese Schwankungen zum Teil mit einzelnen Preisausreißern in den Bezirken, die das Ergebnis in die entsprechenden Richtungen verzerren. „Das Interesse ist auf Investorenseite weiterhin sehr groß. Sowohl die Transaktionszahlen von Portfolios als auch die gleichgebliebene Zahl an Angeboten von Einzelverkäufen weist auf eine positive Entwicklung in der Zukunft hin“, so Groom.