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Pressemitteilung

Frankfurt

Angebotsmieten in Köln stabil - Kaufpreise verlieren leicht an Boden

Jones Lang LaSalle veröffentlicht Residential City Profiles für acht Städte - Köln zum zweiten Mal untersucht


 
 
Frankfurt, 29. September 2009 – In Köln hat die Schwerpunktmiete im 1. Halbjahr 2009 um ca. -1 % auf 8,35 Euro/m²/Monat leicht nachgegeben. Der Markt für Eigentumswohnungen zeigt einen Rückgang der Preise um fast -4 % gegenüber dem 2. Halbjahr 2008 auf 2.040 Euro/m².
 
Im Vergleich zu den sieben weiteren untersuchten Metropolen liegt Köln damit auf dem drittletzten Platz, im Betrachtungszeitraum erstmals knapp hinter Düsseldorf. Deutlich günstigere Mietstandorte sind Berlin mit 6,45 Euro/m²/Monat und Leipzig mit 5,00 Euro/m²/Monat. Am oberen Ende befinden sich trotz Mietrückgängen von -3 % bzw. -5 % weiterhin Frankfurt und München.
 
Unter anderem zu diesen Ergebnissen kommt Jones Lang LaSalle in den aktuellen Residential City Profiles, in denen die Entwicklungen innerhalb des 1. Halbjahres 2009 in den wichtigsten deutschen Wohnimmobilienmärkten untersucht werden. Bereits zum dritten Mal werden Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München analysiert. Die Wohnimmobilienmärkte von Köln, Leipzig und Stuttgart werden zum zweiten Mal präsentiert. 285.000 analysierte Datensätze bilden dabei die Grundlage für die Analyse der Teilsegmente Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser, wobei die Darstellung bis auf Stadtbezirksebene reicht, unterschieden in Baualtersklassen und Wohnungsgrößen. Im Zusammenhang mit der Analyse des Marktes für Mehrfamilienhäuser finden darüber hinaus auch die aktuellen Entwicklungen auf dem deutschen Investmentmarkt für Wohnungsportfolien Eingang in die Untersuchung.
 
 
Angebotsmieten auf stabilem Niveau
 
Beim Vergleich der neun Kölner Stadtbezirke fällt auf, dass die Wohnungssuche sich weiterhin hauptsächlich auf die linksrheinischen Gebiete konzentriert, was sich im Mietpreisgefälle zu den rechtsrheinischen Bezirken Porz, Kalk und Mülheim manifestiert. Begehrte Stadtteile sind neben dem Top-Wohnstandort Innenstadt u. a. die Stadtteile Müngersdorf, Klettenberg und Sülz im Bezirk Lindenthal. Dieser erzielt mit 9,60 Euro/m²/Monat nach der Innenstadt (9,80 Euro/m²/Monat) die zweithöchste Schwerpunktmiete der Stadt. In der Innenstadt hat sich die Schwerpunktmiete innerhalb der letzten sechs Monate wieder unter die 10 Euro-Marke auf dem Niveau des 1. Halbjahres 2008 stabilisiert.
 
„In der Domstadt ist kein überhöhter Preisdruck auf dem Mietwohnungsmarkt zu verzeichnen. Dies kann sich allerdings mittelfristig ändern“, so Stefan Mergen, bei Jones Lang LaSalle Leiter Residential Valuation Deutschland. So geht das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen bis 2025 von einer Bevölkerungszunahme von insgesamt mehr als 8 % (Basisjahr 2005) aus.
 
„Bei gleichzeitig unzureichenden Neubauzahlen wird sich die Bedarfslücke an Wohnraum vergrößern“, so Mergen. „Zudem führt die sich verändernde Haushaltstruktur zu einem gestiegenen Pro Kopf - Wohnflächenbedarf, der unter den gegebenen Umständen nur schwer befriedigt werden kann“.

 
Preise für Eigentumswohnungen geben nach
 
Die Preise für angebotene Eigentumswohnungen sind im 1. Halbjahr 2009 in Köln im Betrachtungszeitraum erstmals niedriger als in der Bundeshauptstadt Berlin. Im Halbjahresvergleich ist der angebotene Kaufpreis um fast -4 % auf 2.040 Euro/m² zurückgegangen. Damit gehört die Domstadt neben Leipzig im Vergleich zu den anderen sieben Standorten zu den günstigeren Wohnstandorten.
 
Unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Bezirken führen im 1. Halbjahr 2009 zu einer zweigeteilten Preisentwicklung: Deutlich über dem städtischen Durchschnitt liegen die Bezirke Innenstadt, Rodenkirchen, Lindenthal und Ehrenfeld (2.200 Euro/m² bis 2.570 Euro/m²). Demgegenüber weisen die Standorte Nippes, Chorweiler, Porz, Kalk und Mülheim unterdurchschnittliche Preisentwicklungen auf (1.450 Euro/m² bis 1.850 Euro/m²).

 
Transaktionsvolumen nimmt zu
 
Investoren halten Deutschland nach wie vor für einen attraktiven Standort für Immobilieninvestitionen. Auch wenn der Investmentmarkt weiterhin von ungünstigen Finanzierungsbedingungen beherrscht wird, gibt es doch auch einige positive Entwicklungen. Nach einer relativ kurzfristigen Beruhigung in 2008, legt das von Jones Lang LaSalle erfasste Portfolio-Transaktionsvolumen im Wohnimmobiliensektor in Deutschland, verglichen mit dem 2. Halbjahr 2008, deutlich zu. Allein im 2. Quartal 2009 wurden gut 15.000 gehandelte Wohneinheiten registriert. Seit Anfang 2008 weist kein anderes Quartal diese Menge an verkauften Wohneinheiten auf (der Verkauf der 93.000 LEG-Wohnungen im Juni 2008 bleibt hier außer Betracht). „Portfoliotransaktionen, in denen Investoren mehrere 10.000 Wohneinheiten „en bloc“ erworben haben, sind allerdings weiterhin nicht in Sicht.
Der Markt für Einzeltransaktionen zeigt sich beim Großteil der untersuchten Städte im 1. Halbjahr 2009 sehr instabil. So weist auch der Kölner Markt für Mehrfamilienhäuser eine starke Volatilität auf.
 
Der ermittelte Schwerpunktkaufpreis für Mehrfamilienhäuser liegt für die Gesamtstadt -14,0 % unter dem Wert des vorangegangenen Halbjahres (1.430 Euro/m²). Auf Bezirksebene gibt es aber auch gegenläufige Tendenzen und zum Teil sogar sehr starke Abweichungen nach oben. So hat sich beispielsweise der Schwerpunktkaufpreis in Rodenkirchen im 1. Halbjahr 2009 auf 1.670 Euro/m² verteuert.
 
Andrew Groom, bei Jones Lang LaSalle Leiter Valuation & Transaction Advisory Deutschland: „Manche Veränderungen sind auf eine Verringerung der Kaufangebote zurückzuführen. In Köln ist die Anzahl der Kaufangebote um -70 % zurückgegangen. Dadurch haben einzelne Preisausreißer das Ergebnis nach unten verzerrt. „Bei einer Verbesserung der Finanzierungskonditionen rechnen wir auch für Köln mit einer Stabilisierung der Preise“, so Groom weiter.