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Pressemitteilung

Frankfurt

„Zusammen sind wir stark”: Starkes erstes Quartal und schwaches zweites summieren sich auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt zu einem Halbjahresvolumen deutlich über Vorjahresniveau


Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

Frankfurt, 11. Juli 2013 - Der deutsche Hotelmarkt schließt beim Transaktionsvolumen* das 1. Halbjahr 2013 mit einem deutlichen Plus ab: den 270 Mio. Euro zur Jahresmitte 2012 stehen im laufenden Jahr immerhin ca. 643 Mio. Euro gegenüber. Auch der 10-Jahresschnitt (Halbjahre 2004 -2012: 533 Mio. Euro) wurde mit 20 % zumindest zweistellig übertroffen. Allerdings ist offensichtlich, dass im laufenden Jahr Welten zwischen den beiden Quartalen liegen: während in den ersten drei Monaten rund 550 Mio. Euro in Hotelimmobilien flossen waren es zwischen April und Ende Juni lediglich ca. 93 Mo. Euro. „Nach dem starken Jahresendspurt 2012 und dem dynamischen Jahresauftakt 2013 sind weitere Entscheidungen vertagt. Dies betrifft im Besonderen großvolumige Einzeldeals und Portfolien, Abschlüsse, die wir aber in den kommenden sechs Monaten erwarten“, so Ursula Kriegl, Leiterin Hotels & Hospitality Group von Jones Lang LaSalle Deutschland. 
 
Das Transaktionsvolumen bis zur Jahresmitte basiert etwa zur Hälfte auf Einzel- und Portfoliotransaktionen. Bei 18 Einzeltransaktionen wurde Kapital in einer Größenordnung von 320 Mio. Euro eingesetzt, damit rund 170% mehr als im Vorjahreszeitraum (H1 2012: rund 190 Mio. Euro). Die durchschnittliche Transaktionsgröße bewegte sich dabei mit 17 Mio. Euro in etwa auf dem gleichen Niveau. Beide Quartale des laufenden Jahres miteinander verglichen macht einen Unterschied aber deutlich: von rund 20 Mio. Euro ist in den zweiten drei Monaten nur noch eine Durchschnittsgröße von 11 Mio. Euro zu notieren. In etwa auf diesem Niveau lagen zum Beispiel der Verkauf des Gold Inn Adrema Hotel in Berlin durch ein Family Office an den Immobilienverbund EB Group (für rund 10 Mio. Euro) oder das ehemalige Golden Tulip Hotel in Offenbach an die chinesische New Century Hospitality (für rund 9 Mio. Euro). 
 
Institutionelle Investoren und weniger finanzierungsabhängige vermögende Privatpersonen (High Net Worth Individuals – HNWI) haben im ersten Halbjahr 2013 die meisten Transaktionen durchgeführt. Mit 11 Deals zeichneten diese Gruppen für 245 Mio. Euro, und damit für über Dreiviertel aller Einzeldeals, verantwortlich. 
 
Auch bei den zwei Portfoliotransaktionen, die im 1. Halbjahr zum Abschluss kamen (zusammen 323 Mio. Euro), macht die Größe den Unterschied: Neben dem QMH-Portfolio (20 Hotels) mit rund 300  Mio. Euro im ersten Quartal, wurden im April zwei Art‘otels in Berlin im Paket für rund 23 Mio. Euro von Mountain Capital an die ebenfalls britische Hotelbetreibergesellschaft PPHE Hotel Group veräußert. 
 
Gemessen an der Anzahl der Transaktionen hält die Dominanz der inländischen Käufer an. 14 von insgesamt 20 Hoteltransaktionen (18 Einzeltransaktionen und 2 Portfolien) gehen auf ihr Konto. Dabei summierten sich ihre Aktivitäten auf  285 Mio. Euro, entsprechend einem Anteil von 44% des Gesamtvolumens. Demgegenüber standen Investitionen von ausländischen Anlegern  in einer Größenordnung von knapp 360 Mio. Euro, die mit nur sechs Transaktionen erreicht wurden, ausschlaggebend das genannte QMH-Portfolio an die israelische Hotelgesellschaft Fattal Group (H1 2012: ebenfalls 6 Transaktionen inklusive 1 Portfolio durch ausländische Player mit ca. 175 Mio. Euro). 
 
„Auch wenn in den vergangenen drei Monaten eine Zurückhaltung beim Vertragsabschluss zu registrieren war, aus den Startlöchern sind die potentiellen Investoren gut herausgekommen. Die Entschleunigung ist nur vorübergehend, denn die Bereitschaft und das Kapital, in Hotelimmobilien zu investieren, haben nicht abgenommen. Im Gegenteil. Insofern erwarten wir  für das Gesamtjahr sogar ein leichtes Überschreiten des Vorjahresergebnisses“,  so Ursula Kriegl.

 
* Hotels & Hospitality Group von Jones Lang LaSalle Deutschland berücksichtigt Einzeltransaktionen mit einem Investitionsvolumen von mindestens 5 Mio. Euro sowie Portfoliotransaktionen mit Objekten ausschließlich in Deutschland. Ebenso enthalten sind deutsche Hotels, die als Teil von grenzüberschreitenden Portfolioverkäufen veräußert werden.