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Pressemitteilung

Frankfurt

Logistikimmobilien werden gern gekauft


Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

Frankfurt, 25. Juli 2013 – Das bundesweite Transaktionsvolumen für Logistik- und Industrieimmobilien hat im ersten Halbjahr 2013 mit rund 1 Mrd. Euro ein sehr erfreuliches Ergebnis erreicht: gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist ein Plus von 14 % zu notieren, der Fünfjahresschnitt wurde sogar um 39 % übertroffen. Zuletzt gab es ein vergleichbar starkes Halbjahr vor fünf Jahren (H1 2008: 1,16 Mrd. Euro). Mit dem erzielten Volumen folgt der Logistikbereich grundsätzlich der positiven Entwicklung aller gewerblichen Assetklassen. Der prozentuale Zuwachs liegt allerdings nicht ganz so hoch: über alle Assetklassen hinweg bewegte sich der in den ersten sechs Monaten deutschlandweit bei einem Plus von 37 % (H1 2012: 9,54 Mrd. Euro; H1 2013: 13,10 Mrd. Euro).
 
Der Zuwachs im Volumen fällt mit 6 % bei den Einzeltransaktionen und 30 % bei Portfoliotransaktionen sehr unterschiedlich aus. Dabei war die bis dato in 2013 größte Transaktion der Verkauf eines Portfolios (drei Logistikzentren) aus dem Bestand eines deutschen Entwicklers an einen Asset/Fonds Manager für einen dreistelligen Millionenbetrag. Insgesamt kamen fünf Portfolioaktivitäten auf ca. 350 Mio. Euro (H1 2012 bei gleicher Anzahl: 270 Mio. Euro). Damit lag ihr Anteil am gesamten Transaktionsvolumen bei 35 % (über alle gewerblichen Klassen hinweg: 26 %). Für Einzeltransaktionen flossen knapp 650 Mio. Euro (H1 2012: 610 Mio. Euro). „Der Bedarf nach großvolumigen Transaktionen insbesondere durch internationale Investoren wird in den kommenden Monaten ansteigen. In den letzten 24 Monaten ist sehr viel Eigenkapital eingesammelt worden, das zeitnah platziert werden soll. Dies wird Bestandshalter zu Portfolioverkäufen animieren“, so Willi Weis, Leiter Industrial Investment Jones Lang LaSalle Deutschland.

 
Ausländische Investoren erhöhen ihren Anlagebestand
 
Mit einem Anteil von 65% und ca. 650 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2013 (H1 2012: 590 Mio. Euro; 67 %) bleiben deutsche Investoren zwar die größere Nachfragegruppe. Ausländische Investoren haben aber mit ca. 350 Mio. Euro mehr gekauft als verkauft (ca. 250 Mio. Euro) und per Saldo ihren Anlagebestand erhöht. Im Logistiksegment liegt damit ihr Anteil über dem für alle gewerblichen Klassen hinweg (28%).
Auf Käuferseite wurde - wie im vergangenen Jahr auch - durch die Asset/Fonds Manager das meiste Kapital eingesetzt (290 Mio. Euro). Zusammen mit drei weiteren Investorengruppen, allesamt mit einem Anteil in zweistelliger Prozenthöhe, den Spezialfonds (19%), Corporates (18%) und private Investoren (10%), erreichten sie drei Viertel des gesamten Transaktionsvolumens. Das Käuferspektrum ist noch breiter als im Vorjahr, als die vier stärksten Gruppen für deutlich über 80% verantwortlich zeichneten.
 
Als traditionell stärkste Verkäufer konnten Projektentwickler vollvermietete Neubauten in einer Größenordnung von rund 270 Mio. Euro) veräußern. Mit einem Anteil von 20 % (ca. 200 Mio. Euro) folgen die Asset/Fonds Manager und die Corporates (19%, ca. 190 Mio. Euro).
 
 
Leichte Erhöhung der Risikobereitschaft …
 
Zwar bleiben Core-Investments, Top-Objekte mit langfristigen Mietverträgen, das von den Investoren präferierte Anlageprodukt, der Anteil am Gesamtvolumen hat allerdings die 50 % -Marke wieder unterschritten (46 %). „Eine Erhöhung der Risikobereitschaft ist durchaus auszumachen“, so Weis. Core+ Produkte (z.B. kürzere Mietvertragslaufzeiten in A-Lagen oder langfristige Laufzeiten in B-Lagen), vor allem aber Logistikimmobilien mit opportunistischem Profil kamen auf einen merklich höheren Anteil. 
 
….der Druck auf die Spitzenrenditen bleibt aber 
 
Durch die immer noch hohe Nachfrage nach erstklassigen Logistikimmobilien hat sich die Netto-Anfangsrendite in den besten Lagen der BIG 7 in den vergangenen 12 Monaten weiter reduziert - durchschnittlich um 14 Basispunkte. Sie erreichte zum Jahresende in den Regionen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, Köln, München und Stuttgart im Schnitt 6,72 %. Die Spanne reichte von 6,50 % in Frankfurt, Hamburg und München bis 7,15 % in Berlin. „Auf dem Logistikmarkt gibt es keine anderen Spielregeln: das Verhältnis von Nachfrage und Angebot bestimmt das Marktgeschehen. Und da Top-Objekte bei den Playern weiter hoch im Kurs stehen, werden die Spitzenrenditen weiter unter Druck stehen, möglichweise bis Ende des Jahres noch einmal leicht nachgeben. Aufgrund der derzeit in Abwicklung stehenden Transaktionen erwarten wir für 2013 ein Volumen von über 2 Mrd. Euro”, so Weis.