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Pressemitteilung

Frankfurt

Steigende Angebotsmieten in Stuttgart - Leichter Rückgang der Kaufpreise für Eigentumswohnungen - Wachsendes Angebot an Mehrfamilienhäusern

Jones Lang LaSalle veröffentlicht Residential City Profiles für acht Städte - Stuttgart zum zweiten Mal untersucht



 
Frankfurt, 30. September 2009 – Während die Mieten in Stuttgart im 1. Halbjahr 2009 nach oben tendieren, weist der Markt für Eigentumswohnungen Preisrückgänge auf. Der Schwerpunktkaufpreis für eine Eigentumswohnung liegt aktuell bei 2.330 Euro/m². Die Schwerpunktmiete ist gegenüber dem 2. Halbjahr 2008 um 1 % auf nun 9,35 Euro/m²/Monat angestiegen.
 
Im Vergleich zu den sieben weiteren untersuchten Städten liegt Stuttgart damit auf mittlerem Mietniveau, im Betrachtungszeitraum allerdings erstmals hinter Hamburg auf Platz 4. Während Leipzig mit 5,00 Euro/m²/Monat das Schlusslicht bildet, befinden sich Frankfurt und München trotz Mietrückgängen um -3 % bzw. -5 % weiterhin deutlich an der Spitze.
 
Unter anderem zu diesen Ergebnissen kommt Jones Lang LaSalle in den aktuellen Residential City Profiles, in denen die Entwicklungen innerhalb des 1. Halbjahres 2009 in den wichtigsten deutschen Wohnimmobilienmärkten untersucht werden. Bereits zum dritten Mal werden Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München analysiert. Die Wohnimmobilienmärkte von Köln, Leipzig und Stuttgart werden zum zweiten Mal präsentiert. 285.000 Datensätze bilden dabei die Grundlage für die Analyse der Teilsegmente Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser, wobei die Darstellung bis auf Stadtbezirksebene reicht, unterschieden in Baualtersklassen und Wohnungsgrößen. Im Zusammenhang mit der Analyse des Marktes für Mehrfamilienhäuser finden darüber hinaus auch die aktuellen Entwicklungen auf dem deutschen Investmentmarkt für Wohnungsportfolien Eingang in die Untersuchung.

 
Angebotsmieten steigen nahezu überall an
 
Ansteigende Angebotsmieten prägen fast jeden der 23 Stadtbezirke Stuttgarts. Einzige Ausnahme bildet der Nordosten (Bad Cannstatt, Mühlhausen, Münster), mit einem Mietpreisrückgang von -1 % auf nun 8,15 Euro/m²/Monat. Den Spitzenwert halten unverändert die innerstädtischen Bezirke. Mit einer Schwerpunktmiete von 10,10 Euro/m²/Monat liegt der Wert im Vergleich zum Vorhalbjahr nahezu unverändert. Den größten Sprung von Ende Dezember 2008 bis Ende Juni 2009 hat der Nordwesten Stuttgarts gemacht. Hier hat die Schwerpunktmiete deutlich von 8,95 Euro/m²/Monat auf 9,60 Euro/m²/Monat angezogen (+7,3 %). Dafür verantwortlich zeichnen u. a. die Top-Lagen in Feuerbach und Botnang.
 
„Vor dem Hintergrund, dass in Stuttgart die Flächen für Neubaumaßnahmen fehlen und es somit zu einer weiteren Verknappung von Wohnraum kommt, ist damit zu rechnen, dass es zu weiteren Preissteigerungen sowohl auf dem Miet- als auch auf dem Eigentumswohnungsmarkt kommen wird. Auf dem Mietmarkt zeichnet sich dies in fast allen Stadtbezirken und über alle Baualterklassen hinweg ab“, so Stefan Mergen, bei Jones Lang LaSalle Leiter Residential Valuation Deutschland.
 
 
Rückgang der Eigentumspreise
 
Im Gegensatz zum Mietwohnungsmarkt sowie der Entwicklung des Vorjahres unterliegt der Stuttgarter Markt für Eigentumswohnungen im 1. Halbjahr 2009 leichten Preisschwankungen. Der Angebotspreis hat im Schwerpunkt gegenüber dem Vorhalbjahr um 80 Euro/m² auf 2.330 Euro/m² nachgegeben. Damit hat Stuttgart im Vergleich der acht untersuchten Städte einen mittleren Platz zwischen Düsseldorf und Hamburg inne. 
 
Mit Schwerpunktpreisen von 2.780 Euro/m² und 2.650 Euro/m² bleiben die Top-Lagen im Nordwesten und Süden die teuersten für den Eigentumserwerb. Dabei verzeichnet der Nordwesten im Vergleich ein Wachstum des Angebotskaufpreises um 5 %. „In allen anderen von uns geografisch eingeteilten Bezirken sind die Preise im Schwerpunkt allerdings gefallen. Hier liegt der Norden mit einem Rückgang von rund -7 % auf 1.970 Euro/m² an der Spitze“, so Mergen.
 
Und weiter:„Wir gehen allerdings davon aus, dass es sich bei diesen Preisrückgängen um eine kurzzeitige Erscheinung handelt. Augrund des begrenzten Wohnraumangebots und der starken Nachfrage ist eher wieder mit steigenden Werten zu rechnen“.

 
Transaktionsvolumen nimmt zu
 
Investoren halten Deutschland nach wie vor für einen attraktiven Standort für Immobilieninvestitionen. Auch wenn der Investmentmarkt weiterhin von ungünstigen Finanzierungsbedingungen beherrscht wird, gibt es doch auch einige positive Entwicklungen. Nach einer Beruhigung in 2008 legt das von Jones Lang LaSalle erfasste Portfolio-Transaktionsvolumen im Wohnimmobiliensektor in Deutschland, verglichen mit dem 2. Halbjahr 2008, deutlich zu. Allein im 2. Quartal 2009 wurden gut 15.000 gehandelte Wohneinheiten registriert. Seit Anfang 2008 weist kein anderes Quartal diese Menge an verkauften Wohneinheiten auf (der Verkauf der 93.000 LEG-Wohnungen im Juni 2008 bleibt hier außer Betracht). Portfoliotransaktionen, in denen Investoren in den letzten Jahren mehrere 10.000 Wohneinheiten „en bloc“ erworben haben, sind allerdings weiterhin nicht in Sicht.
 
Der Markt für Einzeltransaktionen zeigt sich beim Großteil der untersuchten Städte im 1. Halbjahr 2009 sehr instabil. So weist auch der Stuttgarter Markt für Mehrfamilienhäuser eine starke Volatilität auf.
 
Mit einem ermittelten Angebotskaufpreis von 1.830 Euro/m², +10 % im Vergleich zum vorangegangenen Halbjahr (1.670 Euro/m²), belegt Stuttgart im Ranking der untersuchten Städte hinter München und Frankfurt Platz 3. Auf Bezirksebene zeigen sich aber große Abweichungen sowohl nach oben als auch nach unten. Allerdings weist Stuttgart im Gegensatz zu den anderen untersuchten Städten als einzige eine gestiegene Zahl an Kaufangeboten für Mehrfamilienhäuser im Vergleich zum 2. Halbjahr 2008 auf.
 
„Für den Stuttgarter Investmentmarkt sehen wir aufgrund dieser Entwicklungen positiv in die Zukunft“ meint Andrew Groom, bei Jones Lang LaSalle Leiter Valuation & Transaction Advisory Deutschland. „Zwar sind Investitionen im Wohnimmobilienbereich in Stuttgart bislang eher selten. Der Anstieg der Transaktionen - auch wenn es sich aktuell „nur“ um Einzeltransaktionen handelt – zeigt aber ein wachsendes Interesse auf Investorenseite. Das Problem bleibt aber der Mangel an Flächen, die für eine Projektentwicklung infrage kommen“.