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Pressemitteilung

Paris

Erste Jahreshälfte auf dem Immobilienmarkt im Großraum Paris unterkühlt

Niedrigster Büroflächenumsatz seit 2009 – Transaktionsvolumen legt im 2. Quartal um ein Drittel zu


Presseinformation [PDF]

 


Paris, 9. August 2013 – Die Krise in der französischen Wirtschaft, ein angeschlagenes  Geschäftsklima und ein Verbrauchervertrauen im Rekordtief in der ersten Jahreshälfte haben Bürovermietungs- und Investmentmarkt im Pariser Großraum belastet.
 
Rückläufig zeigte sich der Bürovermietungsmarkt auch im 2. Quartal. Mit knapp 408.000 m² wurde der niedrigste Quartalsumsatz seit 2009 registriert. Gleichzeitig ist im 1. Halbjahr ein Rückgang um 19 % auf ca. 833.000 m² zu notieren.
 
Zwar ist im 1. Halbjahr 2013 die Anzahl der Anmietungen in bezugsfertigen Objekten, die für den starken Aufschwung in den letzten beiden Jahren gesorgt hatten, im Jahresvergleich lediglich um 10 % zurückgegangen, das mit diesen Anmietungen erzielte Volumen von ca. 110.000 m² lag dabei  allerdings knapp ein Drittel niedriger. Noch deutlicher wird der Rückgang bei der Betrachtung von Flächen in der Größenordnung ab 5.000 m², deren Anteil im Vergleich der ersten Halbjahre von 52 % im Vorjahr auf 19 % in 2013 zurückgegangen ist. Vor dem Hintergrund zahlreicher Großvermietungen im Herbst 2012 dürfte sich diese Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte sogar noch verschärfen. 
 
Das Leerstandvolumen lag Ende Juni 2013 bei knapp 3,7 Mio. m² (+ 3 % im 2. Quartal 2013), entsprechend einer Leerstandsquote von 6,9 %. Mit dem „Carpe Diem“ wurden allein 42.000 m² in La Défense fertig gestellt; die Leerstandsquote in diesem Teilmarkt stieg von 5,7 % auf 7,6 %.  
 
Unverändert gegenüber dem 1. Quartal entwickelte sich die Spitzenmiete: im CBD lag sie Ende des 2. Quartals bei 63,33 Euro/m²/Monat, in La Défense bei 43,75 Euro/m²/ Monat. Durch das veränderte Mieterverhalten erreichen Effektivmieten derzeit einen Tiefststand. „Nutzer sind zurzeit in einer hervorragenden Verhandlungsposition, um maßgeschneiderte, bedarfsgerechte Räumlichkeiten anzumieten“ , so Jacques Bagge, Leiter Bürovermietung bei Jones Lang LaSalle Frankreich. Angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfeldes geht Jones Lang LaSalle davon aus, dass der Flächenumsatz in der Ile-de-France 2013 sich unterhalb der 2-Mio.-m²-bewegen wird.“
 
  
Auf dem Investmentmarkt wurde im 1. Halbjahr ein Transaktionsvolumen von 4,3 Mrd. Euro erreicht, entsprechend einem Rückgang von 13 %. Gänzlich fehlten dabei die big shots über 500 Mio. Euro. Allerdings: immerhin 18 Transaktionen (H1 2012: 11) zwischen 50 und 100 Mio. Euro summierten sich auf über 1 Mrd. Euro. Insgesamt notierte das 2. Quartal mit 2,5 Mrd. Euro knapp ein Drittel höher als das Vorquartal. „Aktuelle Verhandlungen und Vorverträge deuten auf einen weiterhin lebhaften Jahresverlauf hin. Die schwache Performance des Vermietungsmarktes lässt Anleger den Markt und potentielle Investmentvorhaben aber recht nüchtern betrachten“, so Stephan von Barczy, Leiter Investment Jones Lang LaSalle Frankreich. Für das Gesamtjahr wird ein Transaktionsvolumen von bis zu 12 Mrd. Euro erwartet.
 
Vor allem französische Anleger (mit knapp zwei Dritteln) dominierten in den ersten sechs Monaten den Markt in der Ile-de–France, gefolgt von deutschen und amerikanischen Akteuren. Zu nennen dabei: der Kauf von zwei Objekten durch die DEKA (das „T8“ im ersten, die „33, Rue Lafayette“ im zweiten Quartal) und der Erwerb des „Perspective Défense“ durch HINES. Staatsfonds, eine der stärksten Investorengruppe des Vorjahres, bis dato in 2013 noch nicht unter den Käufern, befinden sich in Verhandlungen über  großvolumigere Transaktionen. 
 
Insgesamt bleibt die Nachfrage nach Spitzenobjekten stark, wenngleich  Core+- und Value-Add Investments durchaus auch ins Auge gefasst werden. Die Spitzenrenditen blieben – trotz des Anstiegs der Zinssätze für französische Staatanleihen (OAT - derzeit 2,30 % - 2,40 %) - stabil.