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Pressemitteilung

London

Nutzer in den europaweit führenden Logistikmärkten reagieren auf die neuen Kunden- und Produktionsstrukturen - Starke Nachfrage nach großen Flächeneinheiten


Presseinformation inklusive Chart [PDF] 


  • Logistikflächenumsatz nach starkem 2.Quartal 2013 zum Halbjahr im Plus - vor allem deutliches Wachstum in Großbritannien, Frankreich, Polen und Russland 
     
  • Zur Jahresmitte Bautätigkeit auf Spitzenniveau der Jahre 2007/2008  – Vorvermietungen mit hohem Anteil (90%)
     
  • Spitzenmieten bleiben weitgehend stabil 

     
London, 19. August 2013 – Die Aktivitäten auf Europas größten Logistik-Immobilienmärkten* haben im 2. Quartal 2013 deutlich zugelegt. Der Logistikflächenumsatz verzeichnete mit 3,6 Mio. m² einen Zuwachs gegenüber den ersten drei Monaten von 23%. Insgesamt kann damit für das erste Halbjahr ein Ergebnis von 6,5 Mio. m² notiert werden, ein Plus von 10% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
 
„Es sind die großen Deals, mit denen die Nutzer in den führenden Logistikmärkten auf die neuen Kunden- und Herstellungsstrukturen reagieren, der Einzelhandel sattelt vermehrt auf Multi-Channel- Vertriebswege um. Allein im 2. Quartal haben wir europaweit zwölf Deals in einer Größenordnung von jeweils über 50.000 m² registriert und über zwanzig von 20.000 bis 50.000 m², etwa in  Großbritannien und Deutschland, auch Frankreich, Polen und Russland”, so Paul Betts, Leiter Logistics & Industrial EMEA bei Jones Lang LaSalle. Der Trend zu größeren Flächen werde auch in der zweiten Jahreshälfte anhalten. Gleichzeitig gebe es auch verstärkt eine Nachfrage nach sogenannten  „cross-docking“-Flächen in der Nähe größerer Städte zur Unterstützung der zunehmenden Paketsendungen.

 
Den stärksten Zuwachs weist Großbritannien mit einem Umsatz auf, der sich im 2. Quartal (gegenüber den ersten drei Monaten) verdreifachte und zu einem Halbjahresergebnis von ca. 915.000 m² führte (ein Plus von 144 % im Jahresvergleich). Der konjunkturelle Aufschwung scheint hier Fuß zu fassen, mit einer starken Nachfrage vonseiten des Einzelhandels. In Frankreich  und Russland konnte eine Verdoppelung des Volumens im 2. Quartal nicht dazu führen, die Halbjahreszahlen des Vorjahres zu toppen. Der Umsatz in Deutschland, dem historisch führenden Logistikstandort Europas, lag in beiden Quartalen über 1 Mio. m² und kam damit nach sechs Monaten auf ein Volumen, das immerhin rund 40%  des europäischen Gesamtumsatzes ausmacht. 
 
Im 2. Quartal wurden neue Projektentwicklungen in einer Größenordnung von 2,1 Mio. m²  in Angriff genommen, so dass sich Ende Juni fast 7 Mio. m² an neuen Flächen im Bau befinden, entsprechend 35% mehr als vor einem Jahr und nahezu komplett vorvermietet. „Die Projektentwicklungen haben ein Niveau erreicht, wie wir es zuletzt während der Boom-Jahre 2007/2008 beobachtet haben. Spekulativ bauen werden Projektentwickler auch im zweiten Halbjahr nur in seltenen Fällen, und wenn dann in Märkten wie Großbritannien und Deutschland. Auch wenn die Nutzernachfrage nach Logistikflächen weiter steigen wird, bleiben Projektentwickler im Gros sehr zurückhaltend”,  so Alexandra Tornow, EMEA Logistics & Industrial Research, Jones Lang LaSalle.
 
Der europäische Mietpreisindex für erstklassige Logistikflächen erholte sich im 2. Quartal 2013 weiter und stieg im Quartal aggregiert um 0,2%. Gegenüber dem Vorjahr bewegt er sich noch im Minusbereich (-0.6%). Insgesamt zeigen sich die Spitzenmieten Ende des 2. Quartals weitgehend stabil. Nur Dublin legte deutlich um 9,2% zu. Hier beginnen sich die Mieten von ihrem historischen Tiefstand zu erholen. „Bis Jahresende rechnen wir mit einem weiteren leichten Anstieg des Mietpreisindex; Mietsteigerungspotentialen, insbesondere in Großbritannien und der Niederlande stehen dabei mögliche Mietpreisrückgänge in Ungarn, Polen und Frankreich gegenüber“, so die Logistikexpertin.

 
* Der Umsatz erfasst 11 europäische Märkte: Belgien, die Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, die Niederlande, Polen, Russland (nur Moskau), Spanien und Großbritannien. Die Analyse beruht auf Flächeneinheiten > 5.000 m² für Kontinentaleuropa und > 10.000 m² für Großbritannien.