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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle aktualisiert Residential City Profiles: Mieten und Kaufpreise auf den Wohnungsmärkten ziehen wieder stärker an


 

Presseinformation inklusive Charts [PDF] 

 

Frankfurt, 11. September 2013 – Miet- und Kaufpreise auf den Wohnungsmärkten in acht deutschen Städten haben im ersten Halbjahr 2013 wieder stärker angezogen. 
 
8 % bis 10 % verteuerten sich auf Jahressicht die Mietpreise* in München und Berlin. In Stuttgart, Köln und Leipzig legten die Mieten um 5 % bis 7 % zu, in Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf wurde ein Wachstum von 2 % bzw. 4 % registriert. 
 
Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen* zeigten im Jahresvergleich in fast allen Städten erneut einen mehr als doppelt so starken Anstieg wie die Mietpreise, angeführt von Düsseldorf, Leipzig, München und Köln mit über 13 %. In Stuttgart und Berlin erhöhten sich die Angebotspreise um 9 bzw. 11 %, in Frankfurt und Hamburg um 8 %. 
 
„Die zum Jahresende 2012 insgesamt registrierte Beruhigung zeigt sich noch in einzelnen Märkten. Über alle untersuchten Städte hinweg verzeichnete das erste Halbjahr 2013 allerdings den zweithöchsten Miet- und Kaufpreisanstieg seit Beginn der Auswertung 2004. Lediglich im ersten Halbjahr 2012 war die Dynamik noch stärker“, so Andrew M. Groom, Leiter Valuation & Transaction Advisory Jones Lang LaSalle Deutschland. Und weiter: „Nachhaltig können nur umfangreiche Neubaumaßnahmen die Preissteigerungen verlangsamen.“

 
Untersuchungsergebnisse für die einzelnen Städte im Überblick:

München bleibt teuerster Wohnungsmarkt – Berlin mit höchstem Wachstum im ersten Halbjahr
 
Einen stabilen Aufwärtstrend bei den Mietpreisen zeigte im ersten Halbjahr München. Der traditionell teuerste unter den untersuchten Wohnungsmärkten erzielte bei der Angebotsmiete einen neuen Spitzenwert von 14,45 Euro/m²/Monat und verzeichnete mit + 9,8 % den höchsten Mietpreisanstieg auf Jahressicht. Der Abstand zum zweitplatzierten Frankfurt und zu den anderen Märkten ist damit noch einmal größer geworden. 
 
Auch in Berlin setzt sich der seit 2011 eingeschlagene Wachstumspfad fort. Nach München ist die Hauptstadt auf Jahressicht der Wohnungsmarkt mit der zweithöchsten Steigerung der Angebotsmieten (+ 8,2 %). Im ersten Halbjahr stiegen die Mieten sogar stärker als in München (+ 5,3 % gegenüber + 4,7 % in der bayerischen Landeshauptstadt). „Die Aufwertungsprozesse erstrecken sich in Berlin nun auf fast alle Lagen innerhalb der Stadtgrenzen. Mittlerweile erfahren auch günstige Stadtteile wie Marzahn einen teilweise deutlichen Mietpreisanstieg. Gleichzeitig erhöhen sich die Baugenehmigungszahlen schrittweise und können den Wohnungsmarkt mittelfristig entlasten, vorausgesetzt, das Investitionsumfeld verändert sich politisch nicht. Regulierungen wie beispielsweise Mietpreisbremsen könnten die künftigen Neubauinvestitionen hemmen“, so Roman Heidrich, Leiter Residential Valuation Advisory Berlin.
 
Die Angebotsmieten in Hamburg sind in den ersten sechs Monaten 2013 zum ersten Mal seit 2007 stabil geblieben. Die Mieter suchen verstärkt nach günstigen Alternativen im Wohnungsmarkt, was dafür gesorgt hat, dass die längste Aufschwungphase einer deutschen Großstadt zunächst beendet ist. Auf Jahressicht schlägt noch ein Plus von 1,8 % auf 10,70 Euro/m²/Monat zu Buche. 
 
Auch Frankfurt und Stuttgart zählen zu den Mietmärkten mit einem in der ersten Jahreshälfte 2013 stabilen Aufwärtstrend. Die Angebotsmieten erhöhten sich in der Mainmetropole seit Mitte 2012 um 3,7 % auf 11,95 Euro/m²/Monat, in der schwäbischen Landeshauptstadt verteuern sie sich auf Jahressicht um 0,75 Euro/m²/Monat auf 10,60 Euro/m²/Monat (+ 7,4 %). 
 
In Düsseldorf legten die Mieten in den ersten sechs Monaten 2013 im Jahresvergleich mit + 3,6% auf 9,25 Euro /m²/ Monat wieder deutlicher zu. Trotzdem überholt Köln aufgrund eines auch in der ersten Jahreshälfte ungebrochenen Mietpreisanstiegs zum ersten Mal seit 2011 die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt wieder. Auf Jahressicht kann in der Domstadt ein Plus von 5,4 % auf 9,30 Euro /m²/ Monat notiert werden.
 
Nach Berlin zeigt Leipzig allein für das erste Halbjahr 2013 den stärksten Zuwachs (+ 5,0 %) und überschritt damit zum ersten Mal seit 2004 mit 5,30 Euro/m²/Monat deutlich die 5 Euro-Marke. Die hohe Anzahl von Zuzügen und die geringe Neubautätigkeit führten erstmals zu einer stadtweiten Belebung des Mietpreisniveaus.

 

 

 

Eigentumswohnungen in München nur noch knapp unter 5.000 Euro/m² - Stärkster Preisanstieg im Halbjahr in den günstigsten Städten Köln und Leipzig
 
München nähert sich bei den Eigentumswohnungen der 5.000 Euro-Marke (4.830 Euro/m²) und erzielte mit einem Plus von 14,1 % auf Jahressicht den zweithöchsten Preisanstieg aller acht Städte. Damit kann München seine Preisführerschaft auch in diesem Segment weiter ausbauen.
 
Im Gegensatz zum Mietwohnungsmarkt verteuerten sich Eigentumswohnungen in Hamburg zwar noch weiter, verzeichnen aber über das ersten Halbjahr hinweg den geringsten Anstieg aller untersuchten Städte (+ 2,5 %). Auf Jahressicht stiegen die Preise mit + 8,2 % allerdings noch deutlich an und erreichten 3.300 Euro/m². 
 
In Frankfurt zeigt sich in der ersten Jahreshälfte ein solider Aufwärtstrend. Auf Jahressicht verteuern sich Eigentumswohnungen um 8,1 % auf 3.170 Euro /m². „Seit 2011 sehen wir in Frankfurt deutlich steigende Preise. Trotz sichtbarer Anstrengungen der Stadt Frankfurt, den Wohnungsbau zu fördern und trotz des Anstiegs der Baugenehmigungen übersteigt die Nachfrage das Neubauangebot“, so Sebastian Grimm, Leiter Residential Valuation Advisory Frankfurt. Und weiter: „Solange die Finanzierungskonditionen günstig bleiben, werden die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Frankfurt - wie auch in anderen Großstädten - stärker steigen als die Mietpreise.“

In Düsseldorf hat sich der Anstieg der Kaufpreise für Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr 2013 abgeschwächt, in einzelnen Lagen wie Eller oder Lierenfeld sanken die Preise sogar. Auf Jahressicht beträgt das Plus allerdings beachtliche 19,3 % und kennzeichnete damit den höchsten Anstieg aller acht Städte. Das Kaufpreis-Median hat mit 2.580 Euro / m² einen neuen Höchststand erreicht.
 
Die im zweiten Halbjahr 2012 eingesetzte Abschwächung der Preisentwicklung hat sich in Berlin fortgesetzt (H1 2013: + 3,5 % nach + 7,7 % in H2 2012). Auf Jahressicht stiegen die Preise damit noch um 11,2 % und erreichten 2.450 Euro / m².  
 
Während die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Stuttgart zwischen 2004 und 2011 durchschnittlich eher moderat stiegen (+ 1,4 % / Jahr), verteuerten sie sich in den letzten beiden Jahren wesentlich stärker. Aktuell beträgt das Wachstum auf Jahressicht 9,3 % (auf 2.500 Euro/m²). Dies gilt in ähnlicher Weise auch für Köln: einem lange Zeit nur mäßigen Anstieg folgte dieses Halbjahr ein Plus von 12,1 % auf 2.320 Euro / m². Die Domstadt wurde damit nur noch von Leipzig überholt, das mit einem Plus von knapp 18 % punktet. Auf Jahressicht (+ 14,8 %) stiegen die Preise nur in Düsseldorf stärker an. Mit 1.400 Euro / m² ist das Preisniveau allerdings noch weit unter dem der anderen untersuchten Städte. Passend zur Aufwärtsentwicklung der Mietpreise kommt damit merklich Bewegung in den Wohnungsmarkt der sächsischen Metropole.

 
Anmerkungen
 
Zum elften Mal hat Jones Lang LaSalle Auftraggeber unabhängig die Entwicklungen in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Leipzig untersucht. Analysiert wurden insgesamt 180.000 Mietangebote sowie 90.000 Kaufangebote für Eigentumswohnungen. Die Darstellung der analysierten Datensätze reicht bis auf Stadtbezirksebene, unterschieden in Baualtersklassen und Wohnungsgrößen. Weitere detaillierte Auswertungen ab 2004 sind auf Anfrage verfügbar.
* Hinweis: Miet- bzw. Kaufpreise beschreiben den Median, d.h. 50 % der Werte in einer Stadt liegen über diesem Wert und 50 % darunter.