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Pressemitteilung

Düsseldorf

Krisenadäquate Entwicklung am Niederrhein - Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt 1.- 3. Quartal 2009


 
Düsseldorf, 01. Oktober 2009 – „Die Weltwirtschaftskrise ist eine Realität und der Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt entwickelt sich krisenadäquat“, so Marcel Abel, Leiter des Düsseldorfer Büros von Jones Lang LaSalle. „Der Büroflächenumsatz in 2009 wird voraussichtlich deutlich unter dem 10-Jahres-Durchschnitt bleiben. Aber wer erwartet in Zeiten wie diesen, dass die Hochhäuser in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt in den Himmel wachsen – und auch noch vermietet werden?“.

2009 hat Marcel Abel quasi „abgehakt“. Inwieweit von dem Ausgang der Bundestagswahl noch positive Signale für die Immobilienwirtschaft ausgehen werden, bleibe abzuwarten. „Die vier größeren Gesuche, seit geraumer Zeit in der Pipeline, haben auf jeden Fall nichts mit der Bundestagswahl zu tun“, meint Abel. Immerhin auf mehr als 50.000 m² summiert sich das Gesuchspotenzial, und wenn die kämen, würde das Wasser im Niederrhein zwar nicht schneller fließen, aber dem Büroflächenumsatz in der niederrheinischen Immobilienhochburg würden sie gut tun.  Denn der Düsseldorfer Büromarkt (Düsseldorfer Stadtgebiet, Erkrath, Hilden, Ratingen und Neuss) hat mit rund 187.000 m² nach drei Quartalen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres 45 % seines Umsatzes (Q1-Q3 2008: knapp 338.000 m²) eingebüßt. Das Fünfjahresmittel der jeweils ersten drei Quartale (rund 260.000 m²) wurde in 2009 um etwa 28% unterschritten. Der nach wie vor größte Deal des Jahres 2009 datiert denn auch aus dem ersten Quartal mit 10.400 m², die von der Siemens AG angemietet wurden. Immerhin ist auch im dritten Quartal ein 10.000 m²-Deal dabei: die DKV Euroservice GmbH in Ratingen als Eigennutzer. Im 3. Quartal nennenswert dazu kommen nur eigengenutzte Flächen von der Makita Werkzeug GmbH ebenfalls in Ratingen mit ca. 7.000 m² und die Anmietung der West LB Mellon mit ca. 4.400 m². Im Dreivierteljahresvergleich 2008 zu 2009 ins Gewicht fällt auch die Tatsache, dass im laufenden Jahr lediglich 41 Deals oberhalb der Marke von 1.000 m² abgeschlossen werden konnten, während es in 2008 noch immerhin 70 waren.
 
Der Gesamtumsatz für das Jahr 2009 dürfte sich bei einer Größenordnung von 310.000 m² bis 330.000 m² einpendeln, damit deutlich unterhalb des 10-Jahres-Schnitts von rund 342.000 m² und noch deutlich unter dem Fünfjahresschnitt von ca. 361.000 m².
 
Das düstere Bild wird komplettiert durch die erwartete Leerstandsentwicklung, die sich von 10,9 % im ersten Quartal 2009 auf 12,0 % im 3. Quartal 2009 entwickelt hat und bei voraussichtlich 13 % zum Jahresende 2009 enden wird. In Anbetracht einer Fertigstellungs-Pipeline in einer Größenordnung von 100.000 m², die in diesem Jahr noch auf den Markt kommen werden, alles andere als ein Wunder. 

Die Spitzenmiete der Immobilienhochburgen am Niederrhein hält sich stabil bei 22,50 Euro/m²/Monat. Und das jetzt schon im dritten Jahr. Daran wird sich auch bis Ende 2009 nichts ändern.