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Pressemitteilung

Frankfurt

Kosten, Kosten, Kosten - Frankfurter Bürovermietungsmarkt 1. -  3. Quartal 2009



 
Frankfurt, 01. Oktober 2009 – Die Zeiten, in denen in der Finanzmetropole am Main gewerbliche Immobilien ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der Objektlage beurteilt wurden, sind zunächst einmal passé. „Kostenbewusstsein dominiert die Nutzerentscheidung auf dem Frankfurter Markt für gewerbliche Immobilien“, so Marcus Mornhart, Leiter der Bürovermietungsabteilung von Jones Lang LaSalle in Frankfurt. „Lediglich der Opernturm als erstklassiges Objekt in erstklassiger Lage konnte sich im obersten Preissegment nachhaltig etablieren.“
 
Die positive Botschaft nach den Sommerferien sei, so Mornhart, dass sich Unternehmen und deren Repräsentanten – vornehmlich aus Bankenkreisen – überhaupt wieder mit dem Thema Immobilien auseinandersetzen. „Allerdings gehen die Gesuche eher in die Stadtteile außerhalb des Bankenviertels, denn die Standortfrage speziell für Back Offices ist in Zeiten der Krise sekundär.“ Auch das Dauerthema „Konzentration“ spiele eine wichtige Rolle. „Wer mehrere Büros unterhält, denkt schon intensiviert darüber nach, sich in ein oder zwei Objekten mit seinen Aktivitäten zu konzentrieren“, sagt Marcus Mornhart.
 
Alles in allem ist die Talfahrt des Vermietungsmarktes noch nicht gestoppt. „Eine Bodenbildung wird es frühestens im 1. Quartal 2010 geben.“ Perspektivisch seien dennoch Lichtstreifen am Horizont erkennbar: „In Bankkreisen wird gemunkelt, dass Frankfurt zu den Gewinnern der derzeitigen Wirtschaftskrise gehören könnte“, weiß Mornhart. „Die Überlegung hat insofern eine strategische Logik, als auch Banken darüber nachdenken werden, ob sie unbedingt mit größeren Niederlassungen an anderen Standorten dieser Republik vertreten sein müssen oder ob an der Finanzmarktperipherie nicht ganz einfach eine kleine Filiale genügt.“ Die Tendenz in Bankenkreisen sei eindeutig: Weg vom föderalistischen Prinzip hin zur Konzentration auf die auch international bedeutende Finanzmarktmetropole Frankfurt. „Für den Immobilienmarkt Frankfurt ist das natürlich die Zukunftsperspektive par excellence“, so Mornhart.  Eine solche Zukunftsperspektive täte der Main-Metropole auf jeden Fall gut. Und zwar nicht zuletzt deren Immobilienmarkt. Dessen derzeitige Tendenz: Wenig befriedigend. Einem Büroflächenumsatz von 296.000 m² zum Dreivierteljahr 2009 stehen 418.000 m² im Vergleichszeitraum des Vorjahres gegenüber, gleichbedeutend einem Rückgang um 29 %. Und um die Statistik zu komplettieren: Im Fünfjahres-Durchschnitt der jeweils ersten drei Quartale ergibt sich für das Umsatzvolumen  2009 eine Negativabweichung von 16 % und im Zehnjahres-Durchschnitt sogar um 24 %.
 
Wenigstens das Leerstandsvolumen ist leicht rückläufig – zumindest gegenüber dem 2. Quartal 2009 – um 1,8 % nämlich. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedoch hat auch die Leerstandsquote  zugelegt: um 6 % auf derzeit summa summarum 13,3 %. Da bis zum Jahresende von den rund 100.000 m² Fläche, die derzeit noch in der Pipeline sind, nur noch ein knappes Drittel verfügbar ist, dürfte sich zumindest in punkto des Leerstands keine dramatische Entwicklung ergeben.
 
Die Spitzenmiete im 3. Quartal 2009 hat sich stabil bei 35 Euro / m² / Monat eingependelt, nachdem sie in den ersten beiden Quartalen 2009 noch gesunken war. Die Spitzenmiete ist damit wieder auf dem Stand von vor zweieinhalb Jahren, befand sich damals jedoch in einer Aufwärtsbewegung: „Der Druck auf die Spitzenmiete hat derzeit etwas abgenommen, aber dennoch gehen wir von einem weiteren Rückgang bis mindestens zum Jahresende 2009 aus“, so Marcus Mornhart.