Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

Stuttgart

Jahresend-Rallye möglich - Stuttgarter Bürovermietungsmarkt 1. - 3. Quartal 2009


 
 
Stuttgart, 01. Oktober 2009 – Nun wurde auch die Neckarmetropole vom Krisenstrudel erfasst. Die globale Wirtschaftskrise einerseits und ein Stimmungstief mit starkem Lokalkolorit bilden ein Amalgam, das den Immobilienmarkt der schwäbischen Immobilienhochburg lähmt. Die Hiobsbotschaften im dritten Quartal haben den Stuttgarter Wirtschaftsrecken auf jeden Fall einen erheblichen Dämpfer versetzt. Die Schwaben sind in ihrer Ehre gekränkt. Porsche scheitert beim Versuch, VW zu übernehmen. Mercedes rationalisiert, die Zukunft der LBBW - ungewiss. Und dann musste auch noch Stuttgart 21 Federn lassen. Die hoffnungsfrohen Großbaupläne von A1 mit Shopping Center und Hotel: Vollbremsung. 
 
Bei derlei Nachrichten kommen die erfolgsverwöhnten Schwaben ins Grübeln. „Der Aufwärtstrend auf dem Stuttgarter Markt für gewerbliche Immobilien ist auf jeden Fall kurzfristig zum Erliegen gekommen“, so Sandro Camilli, Leiter des Jones Lang LaSalle-Büros in Stuttgart. „Dennoch“, so Camilli, „der Grundumsatz an Büroflächen in Stuttgart ist bei weitem nicht so volatil wie in den anderen deutschen Immobilienhochburgen – und außerdem hat die Nachfrage nach der Sommerpause angezogen.“
 
Camilli hofft sogar auf eine Jahresend-Rallye, denn das umsatzstärkste Quartal stehe bekanntlich noch bevor: „Und wie jedes Jahr endet auch 2009 erst am 31. Dezember.“
 
Die derzeit trübe Stimmung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt wird von externen Analysten im Blick auf die Fundamentaldaten nicht geteilt. So hat sich Stuttgart trotz globaler und lokaler Krisen im aktuellen European Regional Economic Growth Index  von LaSalle Investment Management unter den Top 10 auf Platz 9 behaupten können. Der renommierte Index untersucht europaweit immerhin 288 Regionen in 31 Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von mehr als 540 Mio. Menschen. Kaum eine andere Stadt in Europa hat eine derartig hohe Dichte an qualifizierten Ingenieuren und Technikern mit einem vergleichbaren Innovationspotenzial zu bieten wie Stuttgart: „In unserer Bescheidenheit unterschätzen wir Schwaben eben sehr oft, wie gut wir eigentlich im internationalen Vergleich sind“, so Camilli.
 
Nun sind Potentiale eine Sache, die jeweils aktuelle Wirklichkeit eine andere. Und was Letztere betrifft, üben sich die Schwaben bei aller wirtschaftlichen Stärke in traditioneller Bescheidenheit. Ein Büroflächenumsatz von 118.000 m² nach neun Monaten in 2009 markiert einen deutlichen Rückgang gegenüber 2008 (rund 146.000 m²). Zum Jahresende 2009 sei ein Umsatzvolumen von etwa 150.000 m² bis 160.000 m² erreichbar, meint Camilli: „Und das entspräche immerhin dem Fünfjahres-Schnitt.“
 
Umsatzstärkster Teilmarkt im 3. Quartal ist Stuttgart-Ost durch 23.000 m² eigengenutzter Flächen des Innenministeriums. Insgesamt hat Stuttgart-Ost 33.000 m² zu verbuchen, entsprechend 28% des Gesamtumsatzkuchens, gefolgt von der City mit 27.500 m², entsprechend 23%. Bei der Anzahl der Abschlüsse, damit die Statistik wieder ins generelle Lot zurückbringend, liegt die City mit rund 27% in Front.
 
Der Leerstand ist verglichen zum Vorquartal leicht gestiegen (6,6% gegenüber 6,5%) und befindet sich damit in einem seit 1 ½ Jahren andauernden leichten Aufwärtstrend. Eine dramatische Veränderung zum Jahresende 2009 hin mit einem signifikanten Anstieg der Leerstandsquote erwartet Camilli nicht, da von den rund 14.000 m², die im 4. Quartal 2009 noch in der Fertigstellungs-Pipeline sind, bereits 8.000 m² vorvermietet sind. Von den rund 41.000 m² Bürofläche, die in den ersten neun Monaten 2009 fertiggestellt worden sind, sind fast alle Flächen vollständig vermietet.
 
Die Spitzenmiete bleibt stabil bei 18 Euro / m² / Monat.