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Pressemitteilung

Frankfurt

Strukturveränderungen im Seehandel beleben Nachfrage nach Logistik- und Industrie-Immobilien in Hafengebieten


Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

Frankfurt, 19. November 2013 – Wachsende Welthandelsvolumina tragen zu einer steigenden Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen in europäischen Seehäfen bei. Die heute veröffentlichte Studie "Europäische Seehäfen: Chancen im Logistiksektor" zeigt, wie die Strukturveränderungen im maritimen Transportsektor, insbesondere geprägt von immer größer werdenden Containerschiffen, einem höheren Containerumschlag sowie sich verändernden Vertriebskanälen die Nachfrage nach Logistik- und Industrie-Immobilien in Hafengebieten beleben. 

 
Mehr Lagerhallen zur Unterbringung des gestiegenen Container-Handels
 
Der globale Hafen-Containerumschlag ist von 90 Millionen TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) in 1990 auf 590 Millionen TEU in 2012 angestiegen, ein Zuwachs um mehr als das Sechsfache. Der europäische Hafen-Containerumschlag dürfte den Prognosen gängiger Industrie-Experten wie Drewry Shipping Consultants nach bis zum Jahr 2030 um 50% von 95 Millionen TEU in 2012 auf rund 150 Millionen TEU zunehmen. Diese gestiegene Container-Aktivität könnte laut Jones Lang LaSalle dazu führen, dass bis 2030 europaweit weitere 20 bis 30 Millionen m² an zusätzlichen Logistik-Flächen entstehen – ein bemerkenswerter  Anstieg um 40-60% gegenüber dem derzeitigen Bestand an Lagerflächen in Hafenregionen mit einem Jahres-Containerumschlag 2012 von über einer halben Million TEU. 

 
Größere Schiffe, eingeschränkte Hafen-Kapazitäten
 
Die Container-Schiffgrößen entwickeln sich weiter, es sind derzeit Schiffe mit 18.000 TEU im Einsatz.  Diese größeren Schiffe werden zukünftig die Frachtmengen durch eine begrenzte Anzahl Gateways kanalisieren, denn nur 20 europäische Seehäfen, darunter mit Bremen und Hamburg zwei Häfen in Deutschland unter den Top 5 in Europa, können derzeit überhaupt von so großen Schiffen angelaufen werden und verfügen über die notwendige Umschlagskapazität. „Diese Seehäfen stehen im zunehmenden Wettbewerb untereinander, um Schiffslinien und Frachteigentümer an sich zu binden oder neu für sich zu gewinnen“, so Alexandra Tornow, EMEA Logistics & Industrial Research bei Jones Lang LaSalle. Die Anlaufmöglichkeit größerer Schiffe und eine gut funktionierende multimodale Anbindung an das Hinterland mit der Möglichkeit einer effizienten Lagerung und anschließender Distribution der Ware wird – einhergehend mit einem Konjunkturwachstum im direkten Hafen-Hinterland – zunehmend als Wettbewerbsvorteil erkannt.“ Hafenaffine Logistikimmobilien würden vermehrt ins Rampenlicht rücken, da sie einige erhebliche Vorteile mit sich bringen. Dazu gehören niedrigere Transportkosten, schnellere Lieferzeiten und eine geringere Umweltbelastung aufgrund weniger gefahrener Kilometer auf der Straße. „Der zunehmende Containerumschlag wird die nationalen Regierungen, lokale Behörden und Schiffseigner/-betreiber unter Druck setzen, die notwendigen Kapazitäten und die nötige Logistik-Infrastruktur bereitzustellen, um dieses Wachstum zu unterstützen“, so Tornow weiter.