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Pressemitteilung

München

Auch ein Europameister muss Federn lassen - Münchener Bürovermietungsmarkt 1. - 3. Quartal 2009


                                              Presseinformation [PDF]
 
 
München, 5. Oktober 2009 – Eine Art „Europameister 2009“ im renommierten E-REGI (European Regional Economic Growth Index) von LaSalle Investment Management: wenigstens einen Titel für die Isarmetropole, nachdem Bayern im Fußball schwächelt. Unter knapp 100 untersuchten Ballungsräumen  in 31 europäischen Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von mehr als 540 Millionen konnte sich München als erste deutsche Stadt überhaupt an die Spitze des E-REGI setzen. Die bayerische Immobilienhochburg profitiert dabei von dem hohen Wohlstandsniveau und der stark diversifizierten lokalen Wirtschaftsstruktur, bestehend aus einer Mischung starker globaler Player und einem prosperierenden Klein- und Mittelstandssektor aus unterschiedlichen Branchen, kombiniert mit besonders günstigen Geschäftsbedingungen, die von umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ergänzt werden. Alles zusammen führt zu vergleichweise starken Wirtschafts- und Beschäftigungswachstumsprognosen – trotz der aktuellen Flaute. Und die zeigt sich unverändert seit Anfang des Jahres auch aktuell auf Münchens Bürovermietungsmarkt. Betroffen sind alle immobilen Parameter. „Der Trend aus den ersten beiden Quartalen setzt sich fort: Der Mieter hat das Sagen, zieht vorzugsweise nur um - am liebsten kostennneutral - wenn alles stimmt: Lage, Gebäudequalität, Flächenzuschnitt, Effektivmiete gern mit verbrieften Sonderkündigungsrechten, bei deren Inanspruchnahme er sogar Abstandszahlung in Kauf nimmt und und und,“ so Christof Sämmer, Leiter der Bürovermietungsabteilung von Jones Lang LaSalle in München. „Die Vermieter haben es wahrlich nicht leicht und die Konkurrenz ist groß mit einem Angebot an Neubauflächen, das mit ca. 285.000 m² im Gesamtjahr 2009 gegenüber dem 5-Jahresschnitt wieder deutlich angezogen hat und weiter zunehmen wird. Das gilt auch für die Leerstandsquote: von 8,4 % im Herbst 2008 ist sie nun auf  9,1 % angestiegen – Tendenz weiter leicht steigend.
 
Unter derlei Umzugsvorbehalten überrascht es nicht, dass der Umsatz in den ersten neun Monaten  im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel zurückgegangen ist. Gegenüber dem 5- und 10-Jahresmittel bedeuten die rund 400.000 m² ein Minus von 20 % bzw. 23 %. Noch leicht darüber liegen die Rückgänge bei der Anzahl der Vertragsabschlüsse. Davon sind vor allem die Flächengrößen ab 2.500 m² betroffen: die Anmietungen zwischen Januar und Ende September sind fast um die Hälfte geschrumpft. Immerhin: im 3. Quartal ging mit 22.000 m² die größte Anmietung des Jahres durch die FTI Frosch Touristik über die Bühne. Insgesamt entfallen allerdings zwei Drittel aller Deals auf das Segment unter 500 m². „Wir werden Ende des Jahres deutlich unter dem Fünf- und Zehnjahres-Umsatzmittel liegen, ohne Großabschlüsse sogar lediglich bei  500.000 m²  bis 550.000 m².  Zumal dann, wenn sich das letzte Quartal 2009 nicht als das umsatzdynamischste erweisen sollte, die Nutzer also noch zurückhaltender werden“, so Sämmer.

Vier Branchen (unternehmensbezogene Dienstleister, Firmen aus dem Bereich Ausbildung/ Gesundheit/Soziales, der Industrie und EDV-Unternehmen) stehen für 50 % aller Vertragsabschlüsse. Deutlich dominiert die Innenstadt als bevorzugtes Ziel der Büroflächennutzer: 30 % aller Abschlüsse wurden im Dreivierteljahr hier getätigt, mit zusammen mehr als 70.000 m².
 
Der Preisdruck wächst auch in Bestlagen. Derzeit noch bei 29 Euro/m²/Monat könnte die Spitzenmiete in den kommenden drei Monaten um weitere 50 Cent nachgeben. Im Einjahresvergleich zeigt sich, dass die Anmietungen in 2009 deutlich günstiger zu haben sind: während im ersten Dreivierteljahr 2008 rund 40 Deals oberhalb der 25 Euro-Marke lagen, waren es im laufenden Jahr fast die Hälfte weniger.