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Pressemitteilung

Frankfurt

Deutlicher Anstieg von Direktinvestitionen in niederländische Gewerbeimmobilien - Prognostizierte Trendwende bestätigt


 

  • Investitionen in niederländische Gewerbeimmobilien* steigen 2013 um 17 % auf 4,9 Mrd. Euro
     
  • Investments in Büroimmobilien konzentriert auf Core-plus- und Value-add-Portfolios
     
  • Anlagevolumen bei Logistik-Immobilien verdoppelt wegen robustem Nutzermarkt und neuer internationaler Investoren
     
  • Wohnimmobilien bleiben interessant für lange Laufzeiten
     
  • Einzelhandelsinvestments gegenüber 2012 rückläufig
 
 
Frankfurt, 3. Januar 2014 – Auf dem niederländischen Investmentmarkt war 2013 ein deutlicher Anstieg des Anlagevolumens zu verzeichnen. Direkte Investments in Gewerbeimmobilien* belaufen sich zum Jahresende auf 4,9 Mrd. Euro, ein Plus von mehr als 17 % gegenüber 2012. Damit wurde – wie bereits im Laufe des Jahres 2013 prognostiziert - der Trend rückläufiger Investmentvolumina durchbrochen. 
 
In der ersten Jahreshälfte von 2013 kam der Investitionsmarkt nur mühsam in Gang mit einem um rund 13% rückläufigen Anlagevolumen gegenüber dem Vergleichszeitraum von 2012. Transaktionen einiger großer Anlageportfolios während der Sommermonate und im letzten Quartal brachten die Wende. 
 
Dré van Leeuwen, Head of Capital Markets bei Jones Lang LaSalle Niederlande: „Die derzeitigen Marktbedingungen bieten die Möglichkeit, Immobilien zu attraktiven Preisen zu erwerben. Internationale Investoren, insbesondere mit angelsächsischem und angloamerikanischem Hintergrund, waren unter anderem aus diesem Grund aktiv. Ihr Anlagefokus hat sich insbesondere auf umfangreiche Portfoliotransaktionen gerichtet. Dadurch ist die durchschnittliche
Transaktionsgröße gestiegen und die Dynamik auf dem niederländischen Immobilienmarkt hat deutlich zugelegt. Die Erholung kommt also in bedeutendem Maße aus der Diversifizierung bei internationalen Käufergruppen.”

 
Anlagevolumina nach Sektoren im Überblick

Für die einzelnen Sektoren registriert Jones Lang LaSalle bis dato für 2013 folgendes Anlagevolumen:

Büroimmobilien – Das gesamte Anlagevolumen auf dem Büroimmobilienmarkt steigt gegenüber dem vergangenen Jahr um 36 % auf rund 1,6 Mrd. Euro. „Auf Grund der Tatsache, dass 2012 drei große Büroimmobilientransaktionen mit einem Gesamtvolumen von 697 Mio. Euro für 60 % des gesamten Anlagevolumens verantwortlich waren, ist dieser Anstieg umso bemerkenswerter“, so van Leeuwen. Angelsächsische und angloamerikanische Käufer sind auf den Markt zurückgekehrt. Sie richten ihr Interesse insbesondere auf das Core-plus-Segment. Beispiele sind Verkäufe von CBRE Global Investors: Sie veräußerten zwei Büroimmobilienportfolios in Höhe von jeweils mehr als 100 Mio. Euro, einerseits an Goldmann Sachs zusammen mit OVG und andererseits an Blackstone. 
 
Industrie-/Logistikimmobilien – Das gesamte Anlagevolumen in diesem Sektor wird mit voraussichtlich ca. 830 Mio. Euro eine Verdoppelung gegenüber 2012 aufweisen. Ein robuster Nutzermarkt - in Kombination mit der Verfügbarkeit einiger umfangreicher Immobilienportfolios - hat für diesen kräftigen Anstieg gesorgt. Deutlich mehr Akteure waren am Markt: In den vergangenen Jahren dominierte das belgische Unternehmen Warehouses De Pauw (WDP), 2013 waren u.a. auch Granite REIT, DCAM, Montea und TPG, Ivanhoe und Blackstone aktiv. Letztere haben für den Anlagefonds LogiCor ein logistisches Portfolio für ca. 90 Mio. Euro gekauft. 
 
Wohnportfolios – Auf dem Investmentmarkt für Wohnportfolios wird das Anlagevolumen für 2013 (ohne den gemeinsam gehandelten Besitz von Wohnungsbaugesellschaften) auf rund 1,02 Mrd. Euro beziffert, ein leichtes Plus von rund 2 % gegenüber 2012 (999 Mio. Euro). Es gibt ein anhaltendes Interesse an vermieteten Immobilien, da das derzeitige Preisniveau Investoren eine ausreichende Rendite bietet. „Auch für 2014 bleiben die Voraussetzungen in diesem Segment unserer Erwartung nach positiv“, so van Leeuwen. 
 
Einzelhandelsimmobilien – Das gesamte Anlagevolumen für Einzelhandelsimmobilien beläuft sich 2013 voraussichtlich auf rund 670 Mio. Euro, ein Rückgang von rund 40 % gegenüber 2012 . „Der Rückgang geht vor allem auf das Fehlen großvolumiger Portfoliotransaktionen zurück“, sagt van Leeuwen. Wegen des derzeitigen Konjunkturtiefs und der damit einhergehenden niedrigen Ausgaben der Konsumenten hat der Leerstand zugenommen. 
 
Van Leeuwen abschließend: „2013 wurde der Boden bei der Preisentwicklung im Nicht-Core-Segment des Anlagemarktes erreicht. Das wird durch die zunehmende Dynamik in der zweiten Hälfte von 2013 bestätigt. Wir sehen auch eine steigende Knappheit an Core-Anlageprodukten, insbesondere im Büro- und Logistiksektor. Die anhaltende Nachfrage nach Core-Produkten in diesen Sektoren führt möglicherweise dazu, dass sich die Anfangsrenditen verbessern. Trotz der fragilen Erholung der Wirtschaft stehen die Ampeln 2014 auf Grün. In allen Sektoren steht eine zunehmende Anlagedynamik zu erwarten. Für 2014 prognostizieren wir ein Investmentvolumen in einer Größenordnung zwischen 5,0 und 5,5 Mrd. Euro.”

* inklusive Wohnungsportfolios, Hotels und sonstige