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Pressemitteilung

London

Nach stark gestiegenen Investitionen in europäische Logistik- und Industrieimmobilien in 2013 Rekordvolumen in 2014 möglich


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]
 

  • Europaweite Direktinvestitionen in Logistik- und Industrieimmobilien 2013  mit Plus von 73 % 
     
  • Große Portfoliodeals mit Zuwachs von 130 %
      
  • Verstärkte inter-regionale Kapitalströme
     
  • Anhaltender Druck auf die Spitzenrenditen
     
  • Ein Transaktionsvolumen in 2014 über dem Rekordvolumen von 2006 möglich
     

London, 19. Februar 2014 – 2013 war eines der bislang dynamischsten Jahre auf dem europäischen Logistik- und Industrieimmobilienmarkt*. Das Investitionsvolumen stieg um 73% auf 15,2 Mrd. Euro und markierte das zweithöchste Ergebnis der letzten 10 Jahre. Damit hat auch der Anteil dieser Assetklasse (10% am gesamten Investitionsvolumen in Gewerbeimmobilien) im Vergleich mit dem Durchschnittswert der letzten fünf Jahre leicht zugelegt. 2014 könnte mit über 16 Mrd. Euro ein neues Rekordjahr werden.
 
„Das verbesserte makro-ökonomische Umfeld, sinkende Leerstände, eine Verknappung des Angebots und eine durch das anhaltende Wachstum des Online-Handels und die sich wandelnde Gestalt der Einzelhandelsmärkte angekurbelte Nutzernachfrage haben eine auch 2014 voraussichtlich anhaltende Dynamisierung zur Folge mit weiter sinkenden Renditen in einigen Märkten“, so Tom Waite, European Capital Markets, Jones Lang LaSalle. Der Sektor ziehe Investoren an, die ihr Portfolio in der Region um Logistik-und Industrieimmobilien relativ schnell erweitern wollen. Flankiert würden diese Aktivitäten durch eine bessere Verfügbarkeit von Fremdkapital und last but not least durch die Aussicht auf ein Miet- und Kapitalwachstum. Mit einer größer werdenden Bandbreite an internationalen Investoren, die in Logistik- und Industrieimmobilien investieren möchten, machten Portfolio-Deals fast die Hälfte des Gesamtjahresvolumen in 2013 aus und markierten einen Zuwachs von 130 % gegenüber dem Vorjahr. Beträchtlich zugenommen haben gegenüber dem Vorjahr auch die interregionalen Kapitalströme (+ 77 % auf 6,2 Mrd. Euro). Aufgrund der hohen Nachfrage stieg die gewichtete europäische Durchschnittsrendite im Quartalvergleich um 10 Basispunkte auf 7,30 %, am deutlichsten in Warschau (50 bsp), Birmingham, Dublin und London (um jeweils 25 bsp). Weiter sinkenden Renditen werden 2014 insbesondere in den „Nachzügler“-Ländern Mittel- und Ost- und  Südeuropas zu notieren sein.
 
Großbritannien (5,2 Mrd. Euro), Deutschland (1,9 Mrd. Euro) und Frankreich (1,3 Mrd. Euro)  verzeichneten auch 2013 die meisten Transaktionen und kamen zusammen auf einem Anteil von 55% am Gesamtvolumen. Im Jahresvergleich ist bei den TOP 3 zusammen ein Plus von 39 % zu notieren, der 5-Jahresschnitt ist um satte 68% übertroffen. „Ein Mangel an Spitzenprodukten, einhergehend mit einer anhaltenden Renditekompression, lassen die Investoren jedoch zunehmend in anderen Ländern Europas nach Investitionsgelegenheiten Ausschau halten“, so Alexandra Tornow, EMEA Logistics & Industrial Research bei Jones Lang LaSalle. 45% des Investitionsvolumens 2013 seien außerhalb der Top 3-Länder verzeichnet worden (2012: 30%).
Den höchsten Zuwachs zeigte Russland mit 137 % auf 800 Mio. Euro. Der Markt bleibt allerdings weiterhin von ein paar wenigen inländischen Investoren dominiert. Zugelegt haben die Investitionen auch In Skandinavien (+84%), Benelux-Ländern (+44%), aber auch in den südlichen Ländern der Euro-Peripherie (12% - hier  hauptsächlich auf Grundlage langsam wiederkehrender Aktivitäten in Italien, wenngleich das Volumen mit 112 Mio. Euro noch insgesamt auf einem niedrigen Niveau liegt.)
 
„Insbesondere der Logistiksektor profitiert von den anhaltend starken immobilienwirtschaftlichen Rahmendaten. Der Strukturwandel bei den Lieferketten zeigt sich am deutlichsten in dem sich schnell  entwickelnden Internet-Handel. Der Einzelhandel kommt, um wettbewerbsfähig zu bleiben,   mittlerweile nicht mehr daran vorbei, seine Kunden (im Omni-Channel Vertrieb) über sämtliche Absatzkanäle zu bedienen“, so Alexandra Tornow.  Darüber hinaus werde es mittelfristig  Entwicklungen geben, die zunehmend Auswirkungen auf die Logistikimmobilien-Strategien haben werden. „Dazu gehören in erster Linie die Herausforderungen durch den Klimawandel, einerseits mit Auswirkungen auf  Standortentscheidungen, um z.B. Verzögerungen oder Ausfälle der Lieferungen durch steigende Gefahren von Überschwemmungen in einigen europäischen Gebieten zu verringern. Andererseits mit der Erhöhung von Gebäudestandards, um häufigere Regen,- Schneefall- und Sturmschäden abzufangen oder so gering wie möglich zu halten und damit  horrende Versicherungskosten zu vermeiden“, so die Logistikexpertin. Darüber hinaus könnten auch technische Neuerungen wie beispielsweise der 3D-Druck dafür sorgen, dass Produktionen verlagert werden mit Veränderungen für  die globale Lieferkette. Stichwort: aus den Billig-Lohnländern in Asien zurück nach Europa... 

 

*Berücksichtigt sind Logistik- und Industrieimmobilien in Gesamteuropa ab einer Transaktionsgröße von 3,5 Mio. Euro.