Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle prognostiziert für das zweite Halbjahr 2013 konstante Ladenmieten in Deutschlands Einkaufsmeilen

Durchschnittlicher Anstieg der Spitzenmieten in den bundesweit 185 untersuchten Städten beläuft sich auf 0,3 Prozent


Frankfurt, 10. September 2013 - Die Mieten für Einzelhandelsflächen in den 185 wichtigsten deutschen Einkaufsstädten zeigen sich laut Jones Lang LaSalle im zweiten Halbjahr 2013 konstant. Im Durchschnitt der untersuchten Einkaufsstädte beziffert Jones Lang LaSalle den Zuwachs im Vergleich zum ersten Halbjahr auf lediglich 0,3 Prozent. Nur in zehn der 185 untersuchten Städte zeichnen sich bei der Neuvermietung eines 100 m²-Standardladenlokals höhere Mieten als im ersten Halbjahr 2013 ab. Mehr als 90 Prozent der Städte weisen stabile Spitzenmieten auf.
 
Dirk Wichner, Leiter Einzelhandelsvermietung Deutschland: „Der deutsche Vermietungsmarkt für Einzelhandelsflächen in 1a-Lagen zeigt sich insgesamt stabil. Bis Ende Juli wurden in Deutschlands Einkaufsmeilen wie im Vorjahr Shops mit einer Gesamtfläche von rund 270.000 m² vermittelt. Das gute Ergebnis kann jedoch nicht über den starken Konsolidierungs- und Verdrängungsprozess im Einzelhandel hinwegtäuschen. Der Druck auf die Margen ist sehr hoch. Die Wettersituation mit einem ausgefallenen Frühjahrs- und zu langen Sommergeschäft hat hierzu ihren Teil beigetragen. Zudem lassen sich die positiven Umsatzprognosen der Handelsverbände nicht 1:1 auf die Situation in den 1a-Lagen übertragen.“
 
Laut Wichner verhalten sich die Handelskonzepte abwartend: „Die Retailer legen ihr Hauptaugenmerk auf eine Optimierung ihrer Standortnetzwerke. Die an manchen Stellen vorhandene Überdistribution wird abgebaut. Neue Roll Outs und die Anmietung großer Flagshipstores sind derzeit eher die Ausnahme. Dies wirkt sich zwangsläufig auch auf die Mieten aus, die im zweiten Halbjahr aus unserer Sicht überwiegend auf dem Niveau des ersten Halbjahres verharren.“
 
Top 10: Mit Ausnahme von Düsseldorf kein Mietpreisanstieg in den Metropolen
In den zehn Top-Metropolen erwartet Jones Lang LaSalle im Vergleich zum ersten Halbjahr gleichbleibende Mieten. Einzige Ausnahme ist Düsseldorf mit einem Anstieg um knapp vier Prozent auf jetzt 275 Euro/m². Spitzenreiter bleibt München mit bis zu 350 Euro/m², gefolgt von Frankfurt mit 290 Euro/m². Berlin und Düsseldorf haben den Abstand zu den beiden Städten in den vergangenen Jahren reduziert und erzielen in der Spitze 280 Euro/m² bzw. 275 Euro/m². Hamburg komplettiert die Top 5 mit bis zu 255 Euro/m². Köln (250 Euro/m²), Stuttgart (240 Euro/m²) und Dortmund (220 Euro/m²) sind weitere Städte, deren Spitzenmieten die Marke von 200 Euro/m² überschreiten. Hannover und Nürnberg machen die Top 10 komplett und erzielen im zweiten Halbjahr bis zu 185 Euro/m² bzw. 165 Euro/m².
 
Top 50: 90 Prozent der Städte mit gleichbleibenden Mieten gegenüber H2 2012
Die weiter gefasste Gruppe der 50 nach Miethöhe wichtigsten deutschen Handelsstandorte zeigt sich ebenfalls weit überwiegend stabil. Abgesehen von Düsseldorf erwartet Jones Lang LaSalle Zuwächse lediglich in Freiburg (150, Rang 13), Darmstadt (110, Rang 24), Kassel (95, Rang 31) und Heilbronn (90, Rang 36). Beim Vergleich zwischen dem ersten Halbjahr 2013 und dem zweiten Halbjahr 2012 lag die Rate der Städte mit Mietsteigerungen noch bei 40 Prozent. Immerhin erwartet Jones Lang LaSalle in dieser Gruppe bei keiner Stadt rückläufige Mieten.
 
Spitzenmieten nach Stadtgröße: Miethöhe steigt mit der Einwohnerzahl
Starke Unterschiede bei den Spitzenmieten zeigen sich erwartungsgemäß bei einer Betrachtung nach der Stadtgröße. Die 15 Städte mit 250.000-500.000 Einwohnern erzielen im Durchschnitt knapp 95 Euro/m². In den rund 50 untersuchten Städten mit 100.000-250.000 Einwohnern liegt die Spitzenmiete bei durchschnittlich 65 Euro/m². In den rund 100 Städten mit unter 100.000 Einwohnern werden im Mittel Spitzenmieten von unter 40 Euro/m² erzielt.
 
Ausblick: Seitwärtsbewegung der Mietpreise setzt sich voraussichtlich 2014 fort
Dirk Wichner erwartet auch mit Blick auf das kommende Jahr eine Seitwärtsbewegung der Mietpreise: „Insgesamt funktioniert das Vermietungsgeschäft in den Großstädten nahezu unabhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In der Breite ist bis zum Jahresende und auch im kommenden Jahr dagegen weiter mit einer verhaltenen Expansion zu rechnen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir bei den Mieten eine vorerst anhaltende Seitwärtsbewegung. Alle Marktakteure hoffen nun auf ein gutes Herbst- und vor allem Weihnachtsgeschäft. Besonders letzteres wird mit darüber entscheiden, ob wir auch im kommenden Jahr einen insgesamt gut funktionierenden Vermietungsmarkt in Deutschland erleben werden.“