Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

London / Frankfurt

Dynamik bei Investitionen in europäische Einzelhandelsimmobilien setzt sich im zweiten Quartal fort

Investitionen im ersten Halbjahr 2013 belaufen sich auf rund 10,3 Mrd. Euro - Vorjahreszeitraum um mehr als 40 Prozent übertroffen


London / Frankfurt, 25. Juli 2013 – Der starke Jahresauftakt bei den Investitionen in europäische Einzelhandelsimmobilien setzte sich auch im zweiten Quartal fort. Jones Lang LaSalle beziffert das Investitionsvolumen im zweiten Quartal auf 5,1 Mrd. Euro, was dem Niveau des Vorquartals entspricht. Im zweiten Quartal 2012 hatte es 4,1 Mrd. Euro betragen. Das Investitionsvolumen für das erste Halbjahr lag mit 10,3 Mrd. Euro um mehr als 40 Prozent über dem Vorjahreszeitraum (7,3 Mrd. Euro). Der Anstieg des Transaktionsvolumens beruht laut Jones Lang LaSalle in erster Linie auf der erhöhten Verfügbarkeit von Immobilien im Markt mit denen die Nachfrage der Investoren nach europäischen Einzelhandelsobjekten gedeckt werden kann.
 
Kernmärkte weiter im Mittelpunkt – Regionale Standorte gewinnen an Bedeutung
Die traditionell starken Märkte Großbritannien, Frankreich und insbesondere Deutschland verzeichnen nach wie vor eine lebhafte Investitionsaktivität. Die Investoren orientieren sich jedoch zunehmend europaweit. So waren die Anleger auch in Schweden, Polen, Italien, Portugal, Slowenien und Österreich sowie in Russland und der Türkei aktiv. Dabei konzentriert sich die Nachfrage nicht ausschließlich auf die jeweiligen Hauptstädte. Die Diversifizierung der Nachfrage nimmt zu und konzentriert sich auch auf regionale Standorte, da die Investoren den Fundamentaldaten der Objekte zunehmend größere Bedeutung beimessen.
 
Dies zeigt etwa der Erwerb des Silesia City Center in Kattowitz durch ein von der Allianz Real Estate geführtes internationales Konsortium. Mit einem Kaufpreis in Höhe von 412 Mio. Euro ist dies nur eine von mehreren größeren Transaktionen in Polen, die im zweiten Quartal unterzeichnet, aber voraussichtlich erst im dritten Quartal abgeschlossen werden.
 
Eine der größten Transaktionen des Quartals erfolgte ebenfalls durch die Allianz Real Estate, die im Rahmen eines Joint Venture mit SES Spar European Shopping Centers einen Anteil von 50 Prozent an einem aus sieben Einkaufszentren in Österreich, Slowenien und Norditalien bestehenden Portfolio erwarb. Eine weitere bedeutende Transaktionen des zweiten Quartals ist der Eintritt des nordamerikanischen Investors KKR in den britischen Markt für Fachmärkte. Gemeinsam mit dem Asset Manager Quadrant Estates erwarb das Unternehmen ein 40.000 Quadratmeter umfassendes Fachmarktportfolio von Resolution Property zum Preis von 130 Mio. Euro. Beide Transaktionen unterstreichen den Trend zu Joint-Venture-Partnerschaften.
 
Zunehmende Aktivität opportunistischer Investoren
Jeremy Eddy, Director, European Retail Capital Markets bei Jones Lang LaSalle: „Wir verzeichnen eine zunehmende Präsenz opportunistischer Investoren im Markt. Dies zeigt nicht zuletzt der erste Erwerb durch KKR. Mit Zunahme des für den Immobilienmarkt zur Verfügung stehenden Fremdkapitals dürften diese Investoren ihre Aktivitäten im zweiten Halbjahr ausweiten. Geographisch befinden sich gleich mehrere Transaktionen in Südeuropa in der Pipeline. Diese dürften den dringend benötigten wegweisenden Charakter haben, das Vertrauen der Investoren stärken und damit zukünftig für weitere Dynamik im Markt sorgen.“
 
Robustes Umfeld in Deutschland
Jörg Ritter, Mitglied im deutschen Management Board von Jones Lang LaSalle und zuständig für Einzelhandelsimmobilien: „Das niedrige und für Immobilieninvestoren attraktive Zinsniveau sorgt für eine unverändert gute Nachfrage nach Retail-Investments in Deutschland. Besonders Shopping Center haben im zweiten Quartal deutlich zugelegt. Geschäftshäuser in innerstädtischen 1a-Lagen setzen ihren positiven Trend fort. Auch in Deutschland stellen wir fest, dass die Investoren sich vermehrt für regionale Standorte aus der zweiten Reihe interessieren. Erfreulich ist zudem die deutliche Zunahme des Transaktionsvolumens im Bereich Fachmarktprodukte. Das robuste Umfeld könnte nun den ein oder anderen Akteur dazu bewegen, qualitativ hochwertiges Produkt an den Markt zu bringen.“


Redaktioneller Hinweis: Die Erhebung berücksichtigt Investmentdeals in Shopping Center, Fachmarktprodukte, Supermärkte und Factory Outlet Center. Aus der Untersuchung ausgenommen sind Geschäftshäuser in Einkaufsstraßen sowie Transaktionen mit einem Wert von unter fünf Millionen Euro.​