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Pressemitteilung

Frankfurt

Großanmietung sorgt für sattes Plus auf dem Frankfurter Bürovermietungsmarkt – Investmentmarkt bundesweit auf Platz zwei


Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

FRANKFURT, 7. April 2014 – Ein Büroflächenumsatz von 91.000 m² in den ersten drei Monaten markiert auf dem Frankfurter* Bürovermietungsmarkt ein Ergebnis, das zwar das Vorjahr um ein Drittel getoppt hat, gleichzeitig 8 % bzw. 4 % unter dem 5- bzw. 10-Jahresschnitt geblieben ist. Der mit Abstand größte Deal mit 32.000 m² wurde von der Deutschen Bank generiert, der zweitgrößte Einzelumsatz auf dem Bürovermietungsmarkt der Mainmetropole seit Anfang 2011. Drei Anmietungen zwischen 3.000 und 3.500 m² und eine mit 1.900 m² komplettieren die Top 5, die fast die Hälfte des Umsatzvolumens abdeckt. „Am Markt ist insgesamt Bewegung, Nutzer sind und bleiben aktiv“, so Christian Lanfer, bei JLL Team Leader Office Leasing Frankfurt. Umzüge würden aber nur bei entsprechendem Angebot durchgeführt und wenn, dann zum Teil in effizienteren, also kleineren Flächen. Entsprechend kann die Statistik außer dem genannten Top 1 - Deal keinen weiteren über 5.000 m² aufweisen, andererseits ein steigende Dealanzahl unter 1.000 m², in der das Gros der Verträge (über 110) abgeschlossen wurde. „Oft wird abgewartet bzw. der bestehende Mietvertrag – freilich zu besseren Konditionen – verlängert. Auch das Angebot, gerade bei bestimmten Anforderungen an Lage und Flächen, gestaltet sich als knapp“, so der Vermietungsexperte.  „Für das Gesamtjahr gehen wir nach wie vor mit 480.000 m² von einem Umsatzvolumen oberhalb des Vorjahresvolumens bzw. des 5-Jahresschnitts aus.“
 
Top 5 Lagen und Top 5 Branchen summierten sich jeweils auf Dreiviertel des Gesamtvolumens. Dabei ragen „Bankenlage“ bzw. „Banken, Finanzen, Dienstleistungen“ jeweils mit ca. 40 % heraus. Die jeweils zweitplatzierten, City einerseits, „unternehmensbezogene Dienstleistungen“ andererseits, vereinten auf der anderen Seite die größte Anzahl von Deals auf sich.
 
Nach dem zyklischen Tief im 4. Quartal 2013 ist die Leerstandsquote um 0,3 % - Punkte auf 11,4 % angestiegen. Für den weiteren Jahresverlauf wird eine Seitwärtsbewegung  bzw. ein leichter Anstieg erwartet. Gründe sind die bereits genannte höhere Flächeneffizienz bei Umzügen bzw. auch Flächenfreisetzungen bei Vertragsverlängerungen im Bestand. Fertigstellungen ziehen an: 2014 wird mit rund 300.000 ein um 50 % höheres Volumen als im Vorjahr bzw. gegenüber dem 5-Jahresschnitt markieren. Die Spitzenmiete ist in den ersten drei Monaten stabil geblieben, bis zum Jahresende wird ein Plus von 3 % prognostiziert. Etwa ein Drittel aller Deals wurden zwischen 10 und 15 Euro abgeschlossen.

 
Mit 780 Mio. Euro, damit Platz zwei hinter München, steht auf dem Frankfurter Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt einem Minus von 11 % zum Vorjahresquartal ein Plus von 84 % bzw. 94 % im Vergleich zu den ersten Quartalen 2004 – 2013 bzw. 2009 – 2013 gegenüber. Die fünf größten Transaktionen verbuchten fast drei Viertel des Volumens, wobei Top 1, das Polizeipräsidium in der Adickesallee aus dem von PATRIZIA erworbenen Leo I – Portfolio, mit einem dreistelligen Millionenbetrag die Statistiken - nach Assetklassen, Investorengruppen - beeinflusst. Zwar dominiert der Bürobereich am Main traditionell, 85 % ist aber ein außergewöhnlich hoher Anteil, Logistikimmobilien folgen auf Platz zwei mit großem Abstand (7 %) - darunter in Biebesheim die fünftgrößte Transaktion im Frankfurter Marktgebiet.
 
80 % der Investoren kommen im ersten Quartal aus Deutschland, ein ebenfalls stark überdurchschnittlicher Wert für die Mainmetropole. Anders als in Berlin und München waren Offene Fonds stark auf der Verkäuferseite aktiv, über 40 % des deutschlandweiten Verkaufsvolumens dieser Anleger wurde in Frankfurt generiert. Zu zwei Dritteln ist die Risikoklasse „Core“ in der Umsatzstatistik vertreten, immerhin ein Fünftel des Transaktionsvolumens wird der Risikoklasse „Opportunistisch“ zugerechnet, einen höheren Anteil in der Big 7 zeigt nur Köln. Die Spitzenrendite im Bürobereich ist gegenüber dem Vorquartal stabil bei 4,70 % geblieben.
 
Wir gehen davon aus, dass das Transaktionsvolumen für das Gesamtjahr 2014 - nach überragenden 4 Mrd. Euro im Vorjahr - sich mit einer ‚Drei‘ vor dem Komma eher auf dem Niveau von 2011 und 2012 bewegen wird. Mit bis zu 3,5 Mrd. Euro dürfte der 5- Jahresschnitt um ein Drittel überschritten werden.

 


* Stadtgebiet Frankfurt + Eschborn und Kaiserlei