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Pressemitteilung

Frankfurt

Einzelhandelsstandort Frankfurt ist eine sichere Bank

Jones Lang LaSalle untersucht Marktsituation in den wesentlichen 1a-Lagen


Frankfurt, 23. April 2013 – Mehrere Projektentwicklungen und zahlreiche Objektoptimierungen verdeutlichen derzeit den hohen Stellenwert des Einzelhandelsstandorts Frankfurt bei Mietinteressenten und Investoren. Die Spitzenmiete zeigt sich im ersten Halbjahr mit bis zu 290 Euro/m² stabil auf Vorjahresniveau. Die Main-Metropole ist damit nach München weiterhin der zweitteuerste Handelsstandort in Deutschland. Das Vermietungsvolumen in 1a-Lage belief sich im Gesamtjahr 2012 auf rund 50 Vermietungen mit einer Gesamtverkaufsfläche von etwa 14.000 m². Das Vermietungsvolumen im ersten Quartal beziffert Jones Lang LaSalle mit rund 4.000 m², was gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Verdopplung bedeutet.

 

Einzelhandelsstandort gewinnt durch Projektentwicklungen und Objektsanierungen

Christopher M. Wunderlich, Leiter Einzelhandelsvermietung Frankfurt bei Jones Lang LaSalle: „In den durch uns untersuchten acht 1a-Lagen mit insgesamt 270.000 m² Einzelhandelsfläche beobachten wir eine stabile Flächennachfrage, die nur zum Teil bedient werden kann. Die 1a-Lagen werden derzeit an vielen Stellen durch Projektentwicklungen und Refurbishments auf höchstem Niveau verfeinert. Im Ergebnis gewinnt der Handelsstandort erheblich an Qualität und internationalem Standing.“

 

Zeil: Spitzenmieten in Frankfurts Topmeile bewegen sich auf 300 Euro-Marke zu

Die Zeil ist mit knapp 200.000 m² Verkaufsfläche das Aushängeschild Frankfurts und steht für rund drei Viertel des Flächenangebots in 1a-Lagen. Keine andere Lage erzielt ähnlich hohe Passantenfrequenzen und Einzelhandelsmieten. Der Ende August 2012 eröffnete Bershka-Store im Shopping Center MyZeil erweist sich als wertvoller Frequenzbringer. Gleiches gilt für den irischen Textildiscounter Primark, der im Februar nach dem NordWestZentrum in der früheren Woolworth-Immobilie seinen zweiten Store in Frankfurt eröffnet hat. Die Projektentwicklung Zeil 123 am früheren Hako-Haus-Standort bedeutet laut Wunderlich ebenfalls eine Aufwertung der Lage: „Das Projekt mit den Ankermietern Fossil und dm drogerie-markt überzeugt durch eine moderne Fassade und einen zeitgemäßen Flächenzuschnitt. Der Neubau wird seine wichtige Funktion als ‚Tor zur Zeil‘ künftig noch überzeugender erfüllen können.“ Mit Blick auf das erste Halbjahr 2013 beziffert Jones Lang LaSalle die Spitzenmiete in der Zeil bei Neuvermietung eines 100 m²-Standardladenlokals mit bis zu 290 Euro/m². Für eine ideale Ladenfläche werden in Einzelfällen auch höhere Werte erzielt.

 

Goethestraße: Mondäne Luxuslage ist wichtiger Impulsgeber für Handelsstandort Frankfurt

Die Luxusmeile Goethestraße mit knapp 10.000 m² Verkaufsfläche durchläuft derzeit die wohl umfassendste Veränderung unter Frankfurts 1a-Lagen. Auf der gesamten Länge der Straße werden mehrere Immobilien umfassend saniert und aufgewertet. Neben dem Neubau One Goetheplaza und dem Refurbishment Goethestraße 34 trifft dies auf die durch Bogner und das Modehaus Pfüller genutzten Immobilien zu. Die bislang von Möller & Schaar genutzte Fläche wird künftig Burberry bespielen. Tag Heuer übernimmt die bisherige More for Less-Fläche.

Wunderlich: „In der Goethestraße macht sich der Trend zur Internationalisierung des Handelsstandorts Frankfurt klar bemerkbar. Aus unserer Sicht ist die Goethestraße derzeit der wichtigste Impulsgeber. Hier setzen die internationalen Luxuslabels neue Standards beim Ladenbau und scheuen bei ‚Fit-Outs‘ und Fronten keine Ausgaben. Die Straße wird zu Recht als eine der drei wichtigsten deutschen Luxusmeilen gesehen. Das One Goetheplaza erweist sich dabei mit den Mietern Louis Vuitton, Escada, Nespresso und Omega als wichtiger Magnet und zieht die Flächennachfrage verstärkt in Richtung Goetheplatz. Bei Spitzenmieten zwischen 250 und 280 Euro/m² sehen wir die Lage insgesamt klar im Aufwind.“

 

Große Bockenheimer Straße: Profitiert vom Verdrängungsprozess in der Goethestraße

Die als „Frankfurter Freßgass“ bekannte Große Bockenheimer Straße mit insgesamt rund 10.000 m² Verkaufsfläche profitiert vom Verdrängungsprozess in der Goethestraße. Zuletzt hatte sich der Cashmere-Spezialist Repeat angesiedelt. Im Sommer wird Diesel einen neuen Store eröffnen. Obwohl die Außengastronomie den direkten Zugang zu den Schaufenstern etwas beeinträchtigt, ist die Flächennachfrage der Nicht-Gastronomen weiterhin sehr gut. Die Spitzenmiete liegt derzeit bei bis zu 250 Euro/m².

 

An der Hauptwache / Rossmarkt: Zentrale Einkaufslage mit sehr guter Frequenz

Der Bereich An der Hauptwache / Rossmarkt ist mit über 14.000 m² Verkaufsfläche die wohl zentralste aller 1a-Lagen in Frankfurt. Die Spitzenmiete liegt bei 120 bis 150 Euro/m² und steigt mit zunehmender Nähe zur Zeil. Für die sehr gute Frequenz sorgt die direkte Anbindung an die U- und S-Bahnstation „Hauptwache“ mit ihrer angeschlossenen Einkaufspassage. Besonders Anbieter des kurzfristigen Bedarfs finden hier gute Standortoptionen. Die unlängst erfolgte Grundsteinlegung des weitgehend vollvermieteten Neubaus am Roßmarkt 10 mit rund 2.500 m² Einzelhandelsfläche macht dies deutlich. Rossmann und die Santander Consumer Bank sind die neuen Ankermieter. Das Büro- und Geschäftshaus soll Anfang 2014 fertig gestellt werden.

 

Biebergasse / Steinweg: Attraktive Verbindung von Konsum- und Luxuslage

Biebergasse und Steinweg verbinden die konsumigen Einkaufslagen im östlichen Bereich der Frankfurter Innenstadt mit den mondäneren Lagen im Westen. Mit zahlreichen Stilaltbauten verfügt der Steinweg über einen besonderen Charme und ist erste Lageoption für viele mittel- bis höherpreisige Textilanbieter. Aufgrund der überschaubaren Länge von nur 80 Metern übertrifft die Nachfrage das Angebot allerdings bei weitem. Jüngste Neuvermietungen sind der hochwertige italienische Herrenausstatter Boggi Milano in der bisherigen Robert Ley-Fläche, Scotch & Soda sowie  Faber Castell. Die Spitzenmiete beziffert Jones Lang LaSalle mit bis zu 200 Euro/m².

 

Schillerstraße: Guter Mix aus Filialisten und lokalem Einzelhandel

Trotz ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zur Zeil und zum unterirdischen Nahverkehrsknotenpunkt Hauptwache ist die Schillerstraße eine der gemächlicheren Frankfurter Einkaufsstraßen. Die Lage entwickelt sich gut, weist jedoch nicht das Steigerungspotenzial einer Kaiserstraße auf. Insgesamt stehen knapp 10.000 m² Verkaufsfläche zur Verfügung. Mit dem Wäscheanbieter Mey hat sich zuletzt ein attraktiver neuer Filialist angesiedelt. Im stärksten Bereich der Lage in Richtung Hauptwache liegt die Spitzenmiete in Einzelfällen derzeit bei bis zu 180 Euro/m².

 

Liebfrauenstraße / Neue Kräme: Nähe zu touristischen Highlights sorgt für gute Frequenz

Die Einzelhandelslage Liebfrauenstraße / Neue Kräme mündet auf den Paulsplatz und den Römerberg. Das in diesem Bereich hohe Touristenaufkommen prägt den Einzelhandelsbesatz. Die Flächennachfrage ist besonders in Richtung Römer sehr gut. Im Bereich Neue Kräme fehlt es der Lage nach wie vor an einer deutlicheren inhaltlichen Aussage und Positionierung. Die Spitzenmiete liegt aktuell bei bis zu 95 Euro/m².

 

Kaiserstraße: Außerordentlich gutes Entwicklungspotenzial

Die Kaiserstraße setzt ihren starken Aufwärtstrend fort. Jüngste Anmietungen sind Hunkemöller und die BB Bank. Wunderlich: „Wir erwarten auch in Zukunft eine starke Flächennachfrage in der Kaiserstraße. Die Mieten sind vergleichsweise niedrig und interessante Labels komplettieren den Mietermix. Besonders in Richtung Rossmarkt ist das Entwicklungspotenzial außerordentlich gut. Die Spitzenmiete sehen wir mit Tendenz nach oben bei derzeit bis zu 120 Euro/m².“

 

Hohes Investmentvolumen infolge sehr starker Nachfrage

Die Entwicklung des Investmentmarkts für Handelsimmobilien in der hessischen Metropole ist unverändert von hoher Dynamik geprägt. Hubert Sevenig, Leiter Einzelhandelsinvestment Frankfurt bei Jones Lang LaSalle: „Im Gesamtjahr 2012 lag das Frankfurter Transaktionsvolumen für Gewerbeimmobilien bei knapp 3,3 Milliarden Euro. Dies ist der höchste Wert seit dem Boomjahr 2007. Im ersten Quartal diesen Jahres wurde bereits ein sehr gutes Volumen von rund 0,8 Millionen Euro realisiert. Dennoch konnte die Nachfrage der Investoren nur zum Teil bedient werden. Das knappe Objektangebot, insbesondere bei makellosen „Core“-Immobilien, limitiert nach wie vor das Investmentgeschehen.“

Wie gewohnt, wird der Frankfurter Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt durch Büroobjekte dominiert. Das Einzelhandelssegment kam als zweitstärkste Assetklasse sowohl im Gesamtjahr 2012 als auch im 1. Quartal diesen Jahres auf einen Marktanteil von jeweils etwa 20 Prozent. Sevenig weiter: „Die bedeutendsten Einzelhandelstransaktionen seit Anfang 2012 waren das MyZeil, das One Goetheplaza sowie die Karstadt-Immobilie und das Bienenkorbhaus auf der Zeil. Die Nettoanfangsrenditen für erstklassige Geschäftshäuser sind infolge der Grunderwerbsteuererhöhung zum Jahresanfang leicht gesunken. Wir sehen sie derzeit bei rund 4,20 Prozent, was gegenüber dem Jahresende 2012 einen Rückgang um fünf Basispunkte entspricht. Die Kaufpreise für erstklassige Immobilien in Spitzenlagen liegen damit in der Spitze beim 21,5-fachen der Jahresmiete. Damit bewegt sich Frankfurt als Handelsinvestmentstandort in der Spitzengruppe der bundesdeutschen Metropolen. Spürbar niedrigere Spitzenrenditen werden traditionell nur in München erzielt.“