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Pressemitteilung

Frankfurt

Nachfrage auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt ungebrochen


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 
FRANKFURT, 9. April 2014 – Das Hoteltransaktionsvolumen* in Deutschland lag im 1. Quartal 2014 deutlich unter dem Ergebnis der ersten drei Monate im Vorjahr. Dabei ist es nicht die Anzahl der Transaktionen, die so stark zurückging, sondern das Ausbleiben von einer großen Portfoliotransaktion, wie sie im gleichen Zeitraum 2013 zu notieren war. Mit ca. 193 Mio. Euro flossen zwischen Januar und Ende März nur 35 % des letztjährig in diesem Zeitraum eingesetzten Kapitals in Hotelimmobilien. „Da sich das Interesse und die Nachfrage nach wie vor auf hohem Niveau bewegen, ist uns nicht bang um die Entwicklung in den kommenden Monaten“, so Ursula Kriegl, Head of Hotels & Hospitality Group von JLL, Germany. Es seien einige Objekte im dreistelligen Millionenbereich im Markt, Portfoliodeals und Einzeltransaktionen, deren Abwicklung einfach mehr Zeit in Anspruch nimmt. „Wenn diese Transaktionen realisiert werden, könnte am Ende ein ähnlich gutes Ergebnis wie im Vorjahr erreicht werden“, so die Hotelexpertin, auf jeden Fall deutlich über dem 10-Jahresschnitt von 1,2 Mrd. Euro.
 
Insgesamt waren im 1. Quartal 12 Deals zu notieren, 11 Einzeltransaktionen (Q1 2013: 12 Einzeltransaktionen) und - wie im Vorjahr auch - eine Portfoliotransaktion (der 50%-ige Anteilsverkauf der Hotels Art’otel Berlin Mitte und Art’otel Berlin Ku’damm von der britischen PPHE Hotel Group an die US-amerikanische Nakash Holdings). 
 
Das Volumen der Einzeltransaktionen summierte sich auf rund 184 Mio. Euro und lag damit über den 137 Mio. Euro, die der 10-Jahresschnitt ausweist. Unter anderem wurde das Crowne Plaza Hotel in Wiesbaden für rund 21 Mio. Euro von dem Asset Manager CR Investment Management an die AP Investhotel, einem französischen Privatinvestor unter Begleitung der Hotels & Hospitality Group von JLL sowie das InterCityHotel in Leipzig, in gleicher Größenordnung, von der Entwicklungsgesellschaft B&L Gruppe Hamburg an die britische Internos Global Investors verkauft. „Beide Käufe zeigen, dass Sekundärmärkte weiter in den Fokus von Investoren rücken“, so Ursula Kriegl. Nicht zuletzt durch das knapper werdende Angebot in den bekannten Metropolen, aber auch aufgrund der stabileren Leistungskennzahlen würden solche Standorte immer interessanter für eine bestimmte Anlegerklientel.
 
Woran es im 1. Quartal des laufenden Jahres allerdings gemangelt hat, macht der Blick auf die TOP 3 Deals  und der Vergleich mit dem Vorjahr ganz deutlich: Während die Addition der drei größten Transaktionen in 2013  400 Mio. Euro ergibt, basierend auf der Veräußerung des QMH Porfolios von allein 300 Mio. Euro, kommt der aktuelle Vergleichszeitraum auf lediglich 87 Mio. Euro, basierend auf drei Einzeltransaktionen.
 
Die meisten Transaktionen (8 von insgesamt 12) wurden, wie auch schon im Vorjahreszeitraum, von institutionellen Investoren sowie weniger finanzierungsabhängigen vermögenden Privatpersonen (High Net Worth Individuals – HNWI) durchgeführt. Gemessen am Gesamtvolumen repräsentieren diese beiden Anlegergruppen rund 73% des Umsatzes, entsprechend rund 140 Mio. Euro (Q1 2013: 40%). Hotel Operators  und Privat Equity Gesellschaften komplettieren das Feld.
 
Deutsche Investoren haben mit fünf von 12 Transaktionen insgesamt rund 61 Mio. Euro generiert, ein Jahr zuvor waren sie bei neun von 12 mit ca. 220 Mio. Euro beteiligt. „Wir sehen eine Entwicklung hin zu mehr Engagements internationaler Investoren, bis dato aus Großbritannien, Russland, Israel, Frankreich, Spanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA. Dies könnte sich in den kommenden Monaten verfestigen. Im Fokus der Investoren stehen dabei sowohl bei einheimischen wie ausländischen Investoren Upscale und Budget-Hotels und vor allem auch Portfolien sowie Transaktionen von betreiberfreien Hotels“, so Ursula Kriegl.



Anmerkung:
* Die Hotels & Hospitality Group von JLL, Germany, berücksichtigt Einzeltransaktionen mit einem Investitionsvolumen von mindestens 5 Mio. Euro sowie Portfoliotransaktionen mit Objekten ausschließlich in Deutschland. Ebenso enthalten sind deutsche Hotels, die als Teil von grenzüberschreitenden Portfolioverkäufen veräußert werden.