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Pressemitteilung

Frankfurt

Niedriger Leitzins befeuert die Immobilienmärkte in Deutschland

Europäische Zentralbank senkt den Leitzins um 0,1 Prozentpunkte


​​​Pressemitteilung (PDF, inkl. Chart)

FRANKFURT, 5. Juni 2014 – Mit dem heutigen Zinsentscheid hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre bereits im Mai angekündigte weitere Lockerung der Geldpolitik wahrgemacht und den Hauptrefinanzierungssatz in Euroland um 0,1 Prozentpunkte auf 0,15 % gesenkt. Neben der Senkung des Leitzinses hat der Zentralbankrat einen weiteren Pfeil aus seinem Köcher der geldpolitischen Maßnahmen gezogen und auch den Einlagesatz gesenkt und zwar erstmalig auf einen negativen Wert (- 0,1 %). Mit dieser Maßnahme möchte die EZB die europaweite Kreditvergabe forcieren. Auch wenn das Drehen am Einlagezinssatz weniger stark auf die Marktzinsen ausstrahlt, wirkt sich das gesamte Maßnahmenpaket doch auf die Finanzierungskonditionen aus.

„Aus Immobiliensicht sollten diese Zinssenkungen eine positive Wirkung ausüben und das T​​ransaktionsgeschehen in Deutschland weiter befeuern“, so Timo Tschammler, bei JLL Member of the Management Board Germany.

Neben den günstigen Finanzierungszinsen wirkt sich der gestiegene Wettbewerb der Kr​editgeber untereinander positiv auf die Gesamtfinanzierungskonditionen der Kreditnehmer - Investoren oder Projektentwickler - aus. Damit manifestiert sich der aktuell schon deutliche Abstand zwischen Finanzierungszins und der Immobilienrenditen. „Ein Großteil des aktuellen Aufschwungs am deutschen Immobilienmarkt mag liquiditätsgetrieben sein, dennoch sehen wir angesichts der stabilen Fundamentaldaten und der positiven Konjunkturaussichten keine Liquiditätsblase“, so Timo Tschammler.

Aus Verzinsungssicht spielt traditionell der Vergleich der Immobilienrenditen mit 10-jährigen Staatsanleihen eine wichtige Rolle. Die aktuellen Zinsentscheide wirken sich aber eher auf die kurzlaufenden Staatsanleihen in Form von Renditesenkungen aus, während für die 10-jährigen Staatsanleihen in Folge der erhofften konjunkturellen Belebung und abnehmenden Deflationsgefahren mittelfristig eher ein leichter Anstieg erwartet wird. „Aber auch dann wird der Renditeabstand zwischen Immobilien und Staatsanleihen noch groß sein und Immobilien werden gegenüber Alternativanlagen relativ gesehen weiterhin eine attraktive Verzinsung bieten“, so Tschammler.