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Pressemitteilung

Düsseldorf

Düsseldorf: Unsichere Baugenehmigungen verhindern Vermietungsdynamik - Hoch auf dem Investmentmarkt stabil


Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

DÜSSELDORF, 7. Juli 2014 – Auch im zweiten Quartal ist es auf dem Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt* bei den eher verhaltenen Aktivitäten der Flächennutzer geblieben. Dies gilt sowohl für die Anzahl der Abschlüsse  als auch für das Umsatzvolumen. Im gesamten Halbjahr wurde ein Umsatz von knapp 174.000 m² registriert, 10% weniger als im Vorjahr. Auch der 5- und  10-Jahresschnitt wurde nicht ganz erreicht. Bei insgesamt über 270 Abschlüssen, nahezu jeder dritte durch die unternehmensbezogenen Dienstleister und nahezu jeder dritte in der  City, war immerhin ein großer Eigennutzerdeal (rund 23.000 m²) durch Mitsubishi in Ratingen zu notieren. In der Größenordnung über 5.000 m² dann allerdings nur noch zwei weitere (H1 2013: 6 ). Zusammen kommen diese drei auf einen Anteil am gesamten Umsatzvolumen von rund 20 %. Mit nicht ganz einem Viertel ist der Anteil der Eigennutzungen dadurch bis dato relativ hoch (H1 2013: 12%).
Nahezu alle Größenkassen waren im Vergleich mit dem Top-Jahr 2013 von Rückgängen betroffen.
Die Ausnahme: Flächengrößen zwischen 2.500 m² und 5.000 m² . Hier hat der Bedarf um 14% bei der Anzahl und um 28 % beim damit erzielten Flächenvolumen zugelegt. Traditionell werden Flächen bis 500 m² am meisten frequentiert. Dreiviertel aller Mietverträge entfallen auf diese Größenordnung.
„Große Gesuche sind zwar in der Pipeline, könnten sich aber im Abschluss weiter verzögern. Ein Umzug mit unsicherer Baugenehmigungsdauer etwa lässt die betroffenen Nutzer eher die Entscheidung zum Verbleib in ihren bereits belegten Flächen treffen“, so Marcel Abel, bei JLL Regional Manager Düsseldorf. Nicht zuletzt aus diesem Grund könnte sich das Umsatzvolumen in 2014 deutlich unter Vorjahresniveau auf dem Durchschnitt der letzten 5  und 10 Jahre (rund 360.000 m²) bewegen. „Der Druck auf die Verantwortlichen in der Stadt wird größer. Projektentwickler der Düsseldorfer Immobilienbranche diskutieren lautstark, wie lange ein Baugenehmigungsverfahren in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt dauern darf“, so Abel. 10 bis 12 Monate Bearbeitungszeit werde von dem einen oder anderen als nicht mehr hinnehmbar bezeichnet. Hinter vorgehaltener Hand werde bereits nachgedacht, auf andere Standorte in NRW auszuweichen. Das kann sicherlich nicht im Sinne der Stadt sein“, so Abel. Denn die Nachfrage nach Top-Entwicklungsflächen sei ungebrochen stark. „Der etablierte und gut gehende CBD, in dem auch die Spitzenmiete von 27,50 Euro/m²/Monat erzielt wird, bietet kaum noch Entwicklungspotenzial. Hier ergeben sich Chancen für den Teilmarkt Kennedydamm. So sind zum Beispiel das Areal der Fachhochschule, das städtische Grundstück Johannstraße und das ehemalige Schulgelände Schwannstraße  im Fokus der Entwickler. Mietgesuche für Projektentwicklungen, die nicht im CBD untergebracht werden können, könnten so im Gebiet  Kennedydamm auf Alternativen ausweichen. Voraussetzung: es darf zeitnah gebaut werden“, so Abel

 
Von Zurückhaltung kann auf dem Düsseldorfer Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien keine Rede sein. Die ersten sechs Monate haben an das herausragende Ergebnis des Vorjahres angeknüpft. Mehr noch: die erzielten 1,2 Mrd. Euro machen das erste Halbjahr 2014 zum stärksten am Niederrhein seit Aufzeichnung der Investmentzahlen. Gegenüber dem 5- und 10-Jahresschnitt (der ersten sechs Monate) kommt das aktuelle Transaktionsvolumen jeweils mehr als einer Verdoppelung gleich. „Nach dem Top-Jahr 2013 wird damit die Erfolgsgeschichte in Düsseldorf fortgeschrieben“, so Achim Birken, bei JLL Team Leader Office Investment Düsseldorf.
 
Wie im Vorjahr waren mehrere großvolumige Transaktionen für das bemerkenswerte Resultat verantwortlich. Allein durch den Verkauf des Portigon-Portfolios in den ersten drei Monaten und der Kö-Galerie im zweiten Quartal wurde die Hälfte des im ersten Halbjahr in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt investierten Kapitals abgedeckt. Auch den bundesweiten Vergleich brauchen die beiden Transaktionen nicht zu scheuen: bundesweite Portfolios ausgenommen, gehören sie neben dem Centro Oberhausen zu den drei größten Deals im laufenden Jahr. Beachtlich waren darüber hinaus die Aktivitäten im Bereich zwischen 20 und 50 Mio. Euro: mit 10 Transaktionen sind zwischen Januar und Ende Juni bereits so viele Investments über die Bühne gegangen,  wie in den 12 Monaten des letzten Jahres. Dabei floss Kapital in einer Höhe von ca. 350 Mio. Euro. „Düsseldorf zeigt sich zunehmend international. Erstmals seit 2007 wurde von Seiten ausländischer Anleger wieder mehr als die Hälfte des Transaktionsvolumens generiert“, so Birken. Mit einem Anteil von 53 % und dem Erwerb u.a. von drei der fünf größten Transaktionen haben sie ihren Immobilienbestand um über 260 Mio. Euro erweitert, ein absoluter Spitzenwert in den sieben deutschen Immobilienburgen. „Das Hoch am Rhein wird sich auch im weiteren Jahresverlauf als stabil erweisen. Weitere große Deals sind in der Pipeline, so dass bis zu 2 Mrd. Euro für das Gesamtvolumen 2014 eine nun realistische Größenordnung darstellten“, so Achim Birken. Mindestens 50 % über dem 5-Jahresschnitt seien dem Düsseldorfer Investmentmarkt damit so gut wie sicher. Die Spitzenrendite ist Ende Juni mit 4,60 % (nach 4,70 % Ende März) auf dem nunmehr niedrigsten Stand seit dem Herbst 2007. Tendenz bis Jahresende: stabil.

 

 

* Stadtgebiet Düsseldorf sowie Erkrath, Hilden, Ratingen und Neuss