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Pressemitteilung

Hamburg

Gutes durchschnittliches Umsatzniveau auf dem Hamburger Bürovermietungsmarkt bei noch knappem Angebot


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 
HAMBURG, 8. Juli 2014 – Drei Abschlüsse über 10.000 m² mit zusammen allein 57.000 m² sorgten auf dem Hamburger Bürovermietungsmarkt für ein Halbjahresergebnis auf einem guten durchschnittlichen Niveau. Insbesondere die Anmietung der Telekom im Projekt Conico in der City Nord, mit rund 32.000 m² der größte Deal in den vergangenen zweieinhalb Jahren, ließ die Umsatzstatistik für das zweite Quartal unterm Strich noch auf die ersten drei Monate aufschließen. Für das gesamte erste halbe Jahr bedeuten die aggregierten 215.000 m² nur einen leichten Rückgang von 3 % gegenüber dem Vorjahr, im 5-Jahresvergleich steht ein Plus in ähnlicher Größenordnung.
Sieben Abschlüsse mit jeweils über 5.000 m² kommen auf rund 84.000 m² und damit 40 % des Gesamtumsatzes (H1 2013: 6 mit nur 46.000 m², entsprechend 21%). Darunter sind dreimal Industrieunternehmen, deren Aktivitäten sich auf rund 58.000 m² summieren und damit über ein Viertel des Gesamtumsatzes abdecken. Diese Branche kommt bereits jetzt auf mehr Flächenvolumen als in ihrem Gesamtjahresschnitt zwischen 2009 und 2013 und lässt die Zweit- und Drittplatzierten deutlich hinter sich: Telekommunikationsfirmen, in der Regel umsatz- und zahlenmäßig eher unter ferner liefen, punkten aufgrund des größten Abschlusses und überholten sogar die unternehmensbezogenen Dienstleistern, die zwar auch im ersten Halbjahr 2014 die meisten Abschlüsse getätigt haben, für die aber mit 27.000 m² nur ein Anteil von 13 % am Gesamtumsatz zu notieren ist. Ihr Flächenbedarf bewegt sich eher in den Größenordnungen deutlich unter 1.000 m² - Wie in fast allen anderen Größenklassen zeigt der Markt auch hier Rückgänge sowohl bei der Anzahl der Abschlüsse, als auch beim realisierten Flächenvolumen. Am deutlichsten ist diese Entwicklung zwischen 2.500 – 5.000 m² (mit einem Minus um jeweils knapp zwei Drittel bei Umsatz und Anzahl), marginal in der Kategorie „unter 500 m²“, traditionell für die meisten Mietvertragsabschlüsse verantwortlich (H1 2014: 62 %). „Die Knappheit vor allem bei größeren zusammenhängenden, kurzfristig bezugsfertigen Flächen im hochpreisigen Segment limitiert auf der einen Seite den Flächenumsatz, erhöht andererseits aus Mangel an Alternativen den Anteil der Mietvertragsverlängerungen. Die aber haben keine Relevanz für die Umsatzstatistik“, so Tobias Scharf, bei JLL Team Leader Office Leasing Hamburg. Immerhin sei das eine Größenordnung im hohen fünfstelligen Quadratmeterbereich.
Keine Abhilfe gab es bis dato für Flächensuchende von Fertigstellungsseite: im zweiten Quartal lag das Volumen bei lediglich 26.000 m². Nicht einmal ein Fünftel davon stand dem Markt frei zur Verfügung, bei einer Leerstandsquote von 7,4 %, dem niedrigsten Stand seit 2008. Allerdings: Mitte 2014 sind in Hamburg insgesamt 290.000 m² im Bau, bezugsfertig bis Jahresende voraussichtlich über 150.000 m², anmietbar weniger als die Hälfte. „Die höhere Bautätigkeit kommt dem Bedarf an größerer Auswahl auf Seiten der Nutzer entgegen. Wir gehen aufgrund der Neuanfragen und der laufenden Gespräche optimistisch in die zweite Jahreshälfte“, so Scharf. Abschlüsse auch in fünfstelliger Größenordnung könnten das Umsatzvolumen leicht über den Fünfjahresschnitt von 462.000m² hieven. Dabei würden auch wieder verstärkt Quartierslagen abseits der Toplagen ins Visier genommen, wie etwa der Teilmarkt Altona-Ottensen-Bahrenfeld oder Barmbek.
 
Die in der Innenstadt (mit 26 % aller Deals abschlussstärkster Standort) erzielte Spitzenmiete von 24,00 Euro/m²/Monat könnte sich bis Jahresende leicht erhöhen bei stabilen Incentives von 5-10 %. Die gewichtete Durchschnittmiete hat im zweiten Quartal um 30 Cent auf 14,28 Euro / m² / Monat zugelegt. Die meisten Vertragsabschlüsse bewegten sich zwischen 15 und 20 Euro, bei 7% waren die Mieter bereit, mehr als 20 Euro zu zahlen.