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Pressemitteilung

Frankfurt

Kredit-Neugeschäft der Banken in Deutschland weiter steigend


​Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 
FRANKFURT, 7. Juli 2014 – Zur Beurteilung des Marktes für gewerbliche Immobilienfinanzierung in Deutschland hat JLL Planzahlen für Neugeschäftsvolumina, tatsächlich realisierte Neugeschäfte sowie Kreditbestände analysiert und ausgewertet *.
„Eine Immobilieninvestition steht und fällt mit der  Finanzierung. Für den Erfolg einer Immobilientransaktion ist deswegen die vorherrschende Stimmung auf dem Immobilienfinanzierungsmarkt, vor allem hinsichtlich erzielbarer Finanzierungskonditionen, von Bedeutung. Die bestehende Korrelation von Immobilienfinanzierungs- und Transaktionsmarkt wird beim Blick auf die analoge Entwicklung der letzten Jahre - mit beiderseits steigenden Volumina – ersichtlich“, so Matthias Barthauer, Research JLL Germany.
 
Das in Deutschland getätigte Neugeschäft der 15 analysierten Banken (inklusive Prolongationen) belief sich 2013 auf insgesamt 34,9 Mrd. Euro, entsprechend einer Steigerung um 17 % im Vergleich zum Vorjahr (2012: 29,9 Mrd. Euro). Dabei bleibt die DG Hyp mit 5,3 Mrd. Euro (nach 5,0 Mrd. Euro in 2012) vorn, wie im Vorjahr gefolgt von der Helaba mit 5,2 Mrd. Euro (2012: 4,4 Mrd. Euro). Die Finanzierung einiger großvolumiger Transaktionen (u.a. zwei Wohnimmobilienportfolios der Deutsche Annington) ließen das Finanzierungsvolumen der pbb mehr als verdoppeln (von 1,6 Mrd. Euro auf 3,7 Mrd. Euro), gleichbedeutend 2013 mit Platz drei unter den 15 Kreditinstituten. Die drei Erstplatzierten verbuchen damit bereits über 40 % des dokumentierten Finanzierungsvolumens.
 
Die für 2014 angegebenen Planzahlen signalisieren eine nur noch moderate Steigerung des Neugeschäftes. „Als Grund könnte zum einen der gestiegene Wettbewerb unter den Banken am gewerblichen Immobilienfinanzierungsmarkt und die damit einhergehende Konkurrenzsituation hinsichtlich Marktanteilen genannt werden“, so Jörg Schürmann, bei JLL Head of Corporate Finance Germany. „Vorwiegend kann aber aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von Produkten auch bei Annahme von steigenden Preisen und kürzeren Transaktionszyklen – langfristig kein kontinuierlich steigendes Marktwachstum erwartet werden.


 
Banken bauen Kreditvolumina ab
 
Das Kreditvolumen, bezogen auf das In- und Auslandsgeschäft der analysierten deutschen Banken belief sich im Jahr 2012 auf 264,4 Mrd. Euro, 2013 auf 240,4 Mrd. Euro. Diese Betrachtung bezieht sich auf 13 der hier analysierten Banken - Kreditvolumina der HSH Nordbank und der HypoVereinsbank sind aufgrund nicht vorhandener Zahlenbasis 2012 ausgenommen. Inklusive der Kreditvolumina dieser beiden Kreditinstitute belief sich das Kreditvolumen 2013 auf 274,4 Mrd. Euro.
 
Entgegen der gestiegenen Neugeschäftsvolumina ist das Kreditvolumen bei der Mehrzahl der Banken damit gesunken. „Das macht deutlich, dass das Volumen der vereinnahmten Darlehenstilgungen und -rückzahlungen das Neugeschäftsvolumen kompensiert hat“, so Schürmann.


 
Attraktives Marktumfeld im laufenden Jahr
 
„Für Darlehensnehmer wird sich der vorherrschende Wettbewerbsdruck sowohl auf die Margen als auch auf Beleihungsausläufe und Einzeldarlehensvolumina positiv auswirken. Trotz der durch die Banken moderat eingeschätzten Steigerungsprognosen wird 2014 weiterhin ein attraktives Marktumfeld für Darlehensnehmer bieten“, so Schürmann. Und weiter: „Die positive Stimmung am gewerblichen Immobilienfinanzierungsmarkt könnte dazu führen, dass auch weiterhin ein großer Teil der Immobilientransaktionen durch Fremdkapital finanziert und der Investmentmarkt weiter befeuert wird. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung des Transaktionsvolumens erscheinen die Neugeschäftspläne der Banken für das Gesamtjahr durchaus realistisch.“


* Neugeschäftszahlen und Planzahlen für Deutschland, Kreditbestände für In- und Ausland. Gewerbliche Immobilienfinanzierung inklusive gewerbliche Wohnimmobilienfinanzierung