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Pressemitteilung

Frankfurt

Asiatische Investoren kaufen groß ein


FRANKFURT, 14. August 2014 – Asiatische Investoren haben in Deutschland seit Ende Juli gewerblich genutzte Immobilien im Gesamtwert von rund 500 Mio. Euro erworben. Dazu gehören u.a. zwei Hotelportfolios für insgesamt 155 Mio. Euro sowie die Beteiligung durch den koreanischen Pensionsfonds POBA an ein Büroportfolio von Dream Global REIT für 221 Mio. Euro. „Der Abschluss dieser Transaktionen bestätigt eine Beobachtung der vergangenen Wochen. Vor allem asiatische Staats- und Pensionsfonds haben mittlerweile ein enormes Vermögen angesammelt, das u.a. auch in Immobilien angelegt werden soll“, so Timo Tschammler, bei JLL Member of the Management Board Germany. Und weiter: „Bislang zeigten Investoren aus dem asiatischen Raum in Europa allerdings vor allem in London und Paris Flagge, nicht nur aufgrund ihrer Vorlieben für möglichst großvolumige Objekte. Vor diesem Hintergrund verwundert es kaum, dass sich das Volumen asiatischer Investitionen in deutsche Immobilien noch immer in einem insgesamt eher bescheidenen Umfang bewegt.“
 
Laut JLL betrugen Investments asiatischer Investoren bei Gewerbeobjekten im ersten Halbjahr 2014 rund eine Milliarde Euro. Bei einem Transaktionsvolumen von 16,9 Mrd. Euro entspricht das einem Marktanteil von sechs Prozent, der damit doppelt so hoch ist wie im Durchschnitt der vergangenen acht Jahre.
 
Der Abschluss dieser Transaktionen markiert sicherlich einen Meilenstein und steigert das investierte Kapital in deutsche Immobilien beträchtlich. „Für das Gesamtjahr 2014 rechnen wir mit Immobilienkäufen asiatischer Investoren – abhängig von der Verfügbarkeit geeigneter Produkte – in einer Größenordnung von 2,5 bis 3,0 Mrd. Euro. Damit läge das Transaktionsvolumen um ein Viertel oder um gar die Hälfte über dem des bisherigen Top-Jahres 2006“, so Tschammler.
 
Asiatischen institutionellen Investoren kommt der allgemeine Trend entgegen, dass großvolumige Immobilien- und Immobilienpakete wieder verstärkt gehandelt werden. Im Jahre 2009 gab es nur zwei Transaktionen in der Größenordnung von 200 bis 500 Mio. Euro, 2013 waren es hingegen bereits 20. „Die Konzentration auf Objekte dieser Größenordnung mag auf den ersten Blick überraschend erscheinen“, räumt Tschammler ein, „relativiert sich aber dann, wenn man sich die enormen Kapitalbestände von Pensions- und Staatsfonds ansieht.“ Hinzu kommt, dass asiatische Versicherungen, Pensions- oder Staatsfonds oftmals über keine eigenen Managementkapazitäten in Deutschland verfügen.