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Pressemitteilung

Frankfurt

Abriss nach durchschnittlich 35 Jahren - Lebenszyklen von Frankfurter Bürohochhäusern


FRANKFURT, 12. September 2014 - Die Mainmetropole besticht deutschlandweit durch ihre Skyline. Zu den bestehenden 84 Bürohochhäusern der Frankfurter Skyline werden bis Ende 2016 noch fünf weitere eingeweiht.
 
Ein Blick in die Annalen der Hochhäuser fördert dabei interessante Daten zutage:

  • So wurden nach einer Gesamtnutzungsdauer von durchschnittlich 35 Jahren (die zugrunde liegende Spanne reicht von 19 bis 50 Jahren) zehn Hochhäuser zwischen 1988 und 2014 abgerissen. Dazu gehören beispielsweise der ehemalige BfG-Bank-Turm (Gesamtnutzungsdauer 24 Jahre: 1964-1988) sowie der kürzlich medienwirksam gesprengte AfE-Turm (41 Jahre: 1973-2014).
     
  • Grundlegend saniert bzw. umgebaut nach durchschnittlich 31 Jahren (10 bis 54 Jahren) wurden 35 Hochhäuser in der deutschen Finanzmetropole, darunter der Eurotower (erstmalige Sanierung in 1996, nach 19 Jahren), T11 (erstmalige Sanierung in 1993, nach 21 Jahren), die Deutsche Bank Türme T12 (2009, nach 25 Jahren) sowie „Romeo & Julia“ (2007, nach 35 Jahren). T11 wurde 2014, also nach weiteren 21 Jahren, erneut saniert. Fünf dieser Hochhäuser erfuhren durchschnittlich nach 38 Jahren (25 – 54 Jahren) eine grundlegende Sanierung und zusätzliche Erweiterung bzw. Aufstockung. Die Sanierung der Hochhäuser ohne Erweiterung haben eine Investition von durchschnittlich 1.830 Euro/m² erfordert. Für die Sanierung der fünf Hochhäuser mit Erweiterung wurden zusätzlich rund 1.000 Euro/m² und somit insgesamt 2.800 Euro/m² aufgewendet.
     
  • 49 Bürohochhäuser wurden bisher nicht grundlegend saniert und haben aktuell eine durchschnittliche Nutzungsdauer ohne grundlegende Sanierung von 19 Jahren (0 – 44 Jahre), wobei lediglich 12 dieser Objekte eine längere Nutzungsdauer als 30 Jahre aufweisen. Die 49 Hochhäuser inkludieren ebenfalls zehn Objekte mit geplanten jedoch noch nicht umgesetzten grundlegenden Sanierungsmaßnahmen.

     

Die Ergebnisse zeigen, dass Bürohochhäuser in zahlreichen Fällen erheblich vor Ende deren theoretischer bautechnischer Nutzungsdauer saniert bzw. abgerissen wurden. Die wesentlich verkürzten wirtschaftlichen Nutzungszyklen verdeutlichen den starken Einfluss von Faktoren wie erhöhte Nachhaltigkeitsanforderungen an Büroimmobilien, die veränderten Arbeits- und Büroorganisationsformen sowie nicht zuletzt den ausgeprägten hohen Wettbewerb im Frankfurter Büromarkt.
 
„Bürohochhäuser sind die Stars des Frankfurter Büromarktes. Hier werden die Spitzenmieten und -renditen erzielt. Doch wie die Erhebung deutlich zeigt, setzt die Fähigkeit, hohe Cash Flows zu generieren, einen langfristig hohen Investitionsaufwand voraus. Investoren sind daher wie nie zuvor gefordert, diesen Faktor richtig in ihren Anlageentscheidungen einzupreisen“, so Andrew M. Groom, bei JLL Head of Valuation & Transaction Advisory Germany.