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Pressemitteilung

Berlin

Starke zweite Jahreshälfte wird Berliner Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien nahe der 4 Mrd.-Euro-Marke führen


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BERLIN, 10. Oktober 2014 – Auf dem Berliner Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt konnte mit 2,74 Mrd. Euro das stärkste Dreivierteljahresvolumen der letzten 10 Jahre registriert werden, ein Plus von 18 % gegenüber dem – vergleichsweise ebenfalls noch sehr starken – Vorjahreszeitraum (2,33 Mrd. Euro). Mit + 70 % und + 85 % deutlich stärker fallen die Vergleiche mit dem 5- bzw. 10-Jahresdurchschnitt aus. Berlin hat damit - nach München - den zweiten Platz in der Rangfolge der untersuchten Big 7 zurückerobert, den es zum letzten Mal vor 12 Monaten inne hatte.
 
Bei einem Volumen von 1,56 Mrd. Euro markierten die Monate Juli bis September das stärkste Quartal seit Ende 2012 und konnten allein deutlich mehr als die Hälfte (57 %) zum bisherigen Jahresvolumen beitragen. „Großvolumige Transaktionen sind nach verhaltenem Jahresbeginn zurück in der Hauptstadt. Drei der vier größten wurden 2014 in den Sommermonaten abgeschlossen“, so Alexander Kropf, bei JLL Team Leader Office Investment Berlin. Die größte Transaktion 2014, der Kauf des mischgenutzten „Upper West“, hat das im ersten Quartal verkaufte Bürogebäude „Hackesches Quartier“ auf den zweiten Platz verdrängt. „Wir gehen davon aus, dass die Transaktionsdynamik bis zum Jahresende anhalten wird und wir einen ereignisreichen Schlussspurt erleben werden“, so Kropf. Für das Gesamtjahr könnte das Volumen nahe an die 4 Mrd. Euro heranreichen und damit sowohl das Vorjahresvolumen von 3,53 Mrd. Euro als auch – und noch deutlicher - den 5-Jahresschnitt überbieten.
 
Die Großtransaktionen der Sommermonate charakterisierten den Berliner Investmentmarkt allerdings nur unzureichend, so der Investmentexperte. Vielmehr seien Investoren seit Juli auch insgesamt wieder deutlich aktiver: nicht nur das Volumen, sondern auch die Anzahl der Transaktionen ist im dritten Quartal die höchste in Berlin seit dem Jahresende 2012. Und im bisherigen Jahresverlauf kann nur Hamburg eine höhere Anzahl vorweisen. 
 
Laut Alexander Kropf kennzeichnen drei Trends den Berliner Markt am besten: erstens der wieder ansteigende Anteil ausländischer Investoren. Wurden im Gesamtjahr 2013 nur noch knapp 30 % des Transaktionsvolumens durch grenzüberschreitende Anleger getätigt, hat der Anteil im Neunmonatszeitraum 2014 über 40 % und damit bereits wieder den Durchschnitt der Gesamtjahre 2009 – 2013 erreicht. Zweitens bleibe das Interesse an Projektentwicklungen - wie der Kauf des Tacheles Areals durch Perella Weinberg Partners unter Vermittlung von JLL– unverändert hoch. Drittens dominiere der Bürosektor (60 %) das Investmentgeschehen nicht nur insgesamt - wie auch in allen anderen Big 7-Städten, aber auch und vor allem im oberen Preissegment mit sieben der größten acht Investments 2014.
 
Auf dem niedrigsten Niveau seit den frühen 1990er – bei 4,60 % - geblieben sind im dritten Quartal die Bürospitzenrenditen. Darüber hinaus zeige die Spreemetropole vor allem auf Käuferseite im bisherigen Jahresverlauf Bemerkenswertes: Anteile von 15 % und 7 % durch Entwickler bzw. Offene Publikumsfonds bedeuteten im Vergleich mit den anderen Big 7 – Städten jeweilige Spitzenwerte.