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Pressemitteilung

Düsseldorf

Kann viertes Quartal die Umsatzdelle auf dem Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt relativieren?


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 
DÜSSELDORF, 6. Oktober 2014 – Das Sommerende war nicht rosig auf dem Bürovermietungsmarkt der nordrhein-westfälischen Immobilienhochburg. In Düsseldorf hoffen die Immobilien-Experten nun auf eine sich steigernde Dynamik im Herbst und Winter. „Sollten sich die Hoffnungen erfüllen, könnte 2014 alles in allem doch noch ein zufriedenstellendes Ergebnis für den Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt liefern“, so Marcel Abel, Regional Manager JLL Düsseldorf.
 
Das dritte Quartal 2014 hat den Umsatzerwartungen auf jeden Fall nicht entsprochen. Lediglich knapp 62.000 m² bei über 110 Einzelvermietungen konnten registriert werden, ein  Minus von 53% gegenüber dem Vergleichsquartal 2013 und ein Minus von 19% bei der Anzahl der Vermietungen. Ein niedrigeres Quartalsergebnis in Düsseldorf gab es in den letzten fünf Jahren mit knapp 55.000 m² nur 2009. Auch das Dreivierteljahr 2014 präsentiert sich eher nüchtern: Rund 325.000 m² in 2013 stehen lediglich rund 243.000 m² in 2014 gegenüber bei 6 % weniger Mietvertragsabschlüssen.  Das Umsatzvolumen des laufenden Jahres bewegt sich damit auf dem Niveau von 2012,  gegenüber dem 5- und 10-Jahresschnitt  notiert ein Rückgang von 13% bzw. 10%.
 
Die großen Deals sind 2014 insgesamt rar in der niederrheinischen Immobilienhochburg. Lediglich eine Eigennutzung in fünfstelliger Größenordnung durch Mitsubishi in Ratingen (ca. 23.000 m²) war im zweiten Quartal zu notieren. Das dritte Quartal blieb nicht nur gänzlich ohne spektakuläre Einzelumsätze, sondern auch ohne Vermietungen über 3.000 m². Nur der Eigennutzer-Abschluss vom türkischen Generalkonsulat konnte diese Marke übertreffen (3.200 m²). Die größte Anmietung in den Monaten Juli bis Ende September erfolgte  durch die 3M Deutschland GmbH in Neuss mit ca. 2.800 m². Alles in allem kommen die fünf größten Deals auf lediglich rund 44.000 m², entsprechend 10% des Gesamtumsatzes. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres summierten sich die Top 5 auf rund 88.000 m², entsprechend 27% des Gesamtumsatzes. Die Logik dieser einfachen Statistik mündet in die Erkenntnis, dass die Größenklasse mit bis zu 1.000 m² 88% aller Deals im Dreivierteljahreszeitraum des Jahres 2014 abdeckt.
 
Von den 16 analysierten Teilmärkten auf dem  Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt machten die drei stärksten in den ersten neun Monaten  63% vom Gesamtvolumen unter sich aus,  58% aller Mietverträge wurden für diese Standorte unterschrieben. Dabei zeigte sich einmal mehr die City mit ca. 53.500 m² dominant, gefolgt von Ratingen mit ca.35.500 m² und dem Bereich Flughafen mit rund 24.000 m². Umsatzstärkste Branche bleibt die die Industrie mit rund 53.000 m². Sie profitiert vor allem von dem genannten Mitsubishi Deal, der letztlich dazu geführt hat, dass ihr 5-Jahresmittel (Gesamtjahr ca. 40.300 m²) bereits Ende September übertroffen ist. Unternehmensbezogene Dienstleister, mit 32.500 m² auf Platz 2 vor dem Handel (rund  21.000 m²) vereinen die bei weitem meisten Abschlüsse: mit über 80 Deals erreichen sie exakt den Fünfjahres-Schnitt.
 
Marcel Abel setzt seine ganze Hoffnung auf das vierte Quartal des laufenden Jahres: „Sollten sich die geplanten Vermietungen realisieren lassen, erwarten wir in den letzten Monaten 2014 in Düsseldorf eine  rege Umzugswelle. Eine Größenordnung von bis zu 90.000 m² durch entsprechende Großvermietungen erscheint möglich“. Allerdings: durch das schwache 3. Quartal dürfte sich das  Gesamtjahresergebnis  mit  bis zu  340.000 m²  etwa 6 % unter dem 5-und 10-Jahresschnitt bewegen. 

Im Übrigen sieht Abel Chancen für potentielle Projektentwicklungen und Revitalisierungen in und um den Central Business District (CBD) sowie eine mögliche Umnutzung der Galeria Kaufhof in ein Multi Tenant-Objekt. „Die große Hoffnung ruht auf dem neuen Oberbürgermeister, der schon jetzt der Wirtschaft und ansiedlungswilligen Unternehmen die Hand ausstreckt und die ersten erfolgreichen Gespräche auch im gewerblichen Bereich angestoßen hat.“
 
Der Spitzenmietpreis in Düsseldorf ist im 3. Quartal um 4 % auf 26,50 Euro/Monat gefallen – Tendenz weiter leicht fallend bis auf 26,00 Euro. Zuletzt war Ende 2004 ein solcher Rückgang zu verzeichnen. Erzielbar ist die Spitzenmiete im CBD.  „Für den Rückgang sorgt die verhaltene Nachfrage in diesem hochpreisigen Segment, aber auch die eingeschränkte Flächenverfügbarkeit“, so Abel. Bei vielen Vermietern sei im Vergleich zum Vorjahr die Bereitschaft gestiegen, Incentives in Form von mietfreien Zeiten oder Ausbaukostenzuschüssen zu gewähren.