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Pressemitteilung

Hamburg

Hamburger Büro-Vermietungsmarkt mit der zweiten Luft auf die letzte Wegstrecke 2014


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

HAMBURG, 6. Oktober 2014 – Stetig nach oben ging es auf dem Hamburger Vermietungsmarkt mit den Quartalsumsätzen in 2014. Dank  rund 143.000 m² im 3. Quartal wurde ein Dreivierteljahresumsatz erzielt, der der  nördlichsten deutschen Immobilienhochburg mit 375.000 m² ein Plus von etwas mehr als 10 % im 1-Jahresvergleich beschert hat. Unter den BIG 7 (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) weist nur noch die Bundeshauptstadt  eine positive Dreivierteljahresbilanz gegenüber dem Vorjahr auf.  Der 5-und 10-Jahresschnitt (Q1- Q3) wurde mittlerweile übertroffen.
11 Deals größer 5.000 m² - das gab es seit 2007 nicht mehr.  Sie entfallen auf acht Branchen in neun Teilmärkten  und kommen zwischen Januar und Ende September auf ein Flächenvolumen von 135.000 m², entsprechend 40 % des Gesamtumsatzes. „Noch bemerkenswerter: Bis dato führte die Statistik für den Hamburger Markt überhaupt kein Jahr auf, das sechs  Deals mit jeweils mehr als 10.000 m² aufweisen konnte. 2014 zeichnet sich genau durch diese Ansammlung von  Abschlüssen in fünfstelliger Größenordnung aus,  darunter Unternehmen  aus der Telekommunikations- und der Versicherungsbranche, der Industrie und dem Bereich Verlagswesen/Medien“, so Tobias Scharf, bei JLL Team Leader Office Leasing Hamburg. Alle vier finden sich denn auch unter den TOP 6 mit dem höchsten angemieteten oder eigengenutzten Flächenvolumen. Dass aber auch die Anzahl der Abschlüsse entscheidend sein kann, zeigen  die unternehmensbezogenen Dienstleister, die mit fast  100 Abschlüssen bei weitem die anmietungsaktivsten Nutzer waren und ohne einen Groß-Deal  das (rund 43.000 m²) zweithöchste Flächenvolumen abdeckten - nach der Industrie, die mit 65.000 m² 72% über ihrem 5-Jahresschnitt liegt und noch vor der Branche Verlage/Medien (42.000 m²).
 
Die Anzahl der Deals spielt auch beim Blick auf die Teilmärkte eine entscheidende Rolle: Nutzer gehen am liebsten direkt in die Innenstadt: über 100 Deals, also mehr als ein Viertel aller Abschlüsse sind für diesen Standort realisiert und damit ca. 75.000 m² erzielt worden. Spitzenplatz unter 20 Teilmärkten. An der City Nord wird deutlich, was ein Groß-Deal (Telekom im Projekt  Conico) statistisch bewirkt: in diesem Fall nämlich Platz 4 hinter Altona-Ottensen-Bahrenfeld, City-Süd (Kernbereich), die immerhin jeweils auf über 40 Abschlüsse kamen.
Wegen der nach wie vor geringen Fertigstellungsvolumina hält die Qual der Wahl für Unternehmen an: anmieten in Projektentwicklungen oder Mietverträge doch verlängern oder umziehen in Bestandsobjekte? Die für das Gesamtjahr erwarteten 140.000 m² fertig gestellter Fläche - immerhin minus 33 %  gegenüber dem 5-Jahresschnitt - und die gleichzeitig  auf 7,1  % weiter gesunkene Leerstandsquote vereinfacht die Verhandlungen auf jeden Fall nicht. Das dürfte sich auch 2015 nicht ändern, wenn mit 125.000 m² das niedrigste Fertigstellungsvolumen seit Ende der 1990er- Jahre erwartet wird.  Im nachgefragtesten und mit 3 Mio. m² größten Teilmarkt, der Innenstadt, liegt die Leerstandsquote derzeit  deutlich unter dem Marktschnitt (5,5 %).
  
„Die Entscheidungsprozesse bei Bestandsmietern werden länger. Für Entlastung bei der Suche nach geeigneten Flächen könnte die angestiegene Bautätigkeit sorgen, die am Ende des dritten Quartals  mit knapp 340.000 m² 30%  höher ist als vor einem Jahr“, so Scharf. Die Nachfragepipeline sei  auf jeden Fall gut gefüllt, so dass es nicht unmöglich erscheine, die 500.000 m² - Marke zu knacken.
 
Die in der Innenstadt erzielte Spitzenmiete von 24,00 Euro/m²/Monat könnte sich bis Jahresende leicht auf  24,50 Euro erhöhen. Die Incentives bewegen sich für einen 5-Jahresvertrag in Spitzenlagen bei rund 6 %. Die gewichtete Durchschnittmiete hat im dritten Quartal leicht auf 14,36 Euro / m² / Monat zugelegt.