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Pressemitteilung

Köln

Spätsommermüde Büronutzer in Köln


Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

KÖLN, 7. Oktober 2014 - Der Bürovermietungsmarkt der Domstadt hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Mieter haben ihre diesjährige Spätsommermüdigkeit noch nicht abgeschüttelt. Entsprechend verhalten agieren sie auf dem Markt rechts und links des Rheins. „Die Nutzer reagieren zögerlich, Mieter verschieben ihre Umzugsentscheidungen oder überdenken Neuanmietungen“, so Knut Kirchhoff, bei JLL Regional Manager Köln.

Der Niederschlag dieser Entwicklung auf dem Kölner Bürovermietungsmarkt ist unübersehbar: rund 50.000 m² vermietete Fläche mit 79 Mietvertragsabschlüssen im dritten Quartal bedeuten im Jahresvergleich ein Minus von 43 % bzw. 49 %. Etwas moderater fällt die Vergleichsstatistik beim Blick auf das Dreivierteljahr aus: hier ist ein Rückgang von ca. 27 % auf etwas mehr als 176.000 m² und über 310 Vermietungen zu notieren.
 
An seiner Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2014 hält Knut Kirchhoff dennoch fest: „Ich gehe aufgrund der gut gefüllten Nachfragepipeline von einem vitalen Schlussquartal 2014 aus mit einer deutlichen Belebung der Nachfrage. „250.000 m² Vermietungsleistung sollte 2014 noch erreichbar sein.“ Das wäre immer noch ein Minus von 17 % gegenüber 2013 und ein Viertel  weniger als im Rekordjahr 2011 (332.000 m²). 
 
Das dritte Quartal 2014 hatte ungeachtet dieser eher verhaltenen Statistik doch drei relativ große Vermietungen zu bilanzieren: die mit 6.500 m² größte durch PNHR Dr. Pelka in Kalk/Mülheim,  4.800 m² durch ein Handelsunternehmen  und 4.500 m² durch Yello Strom. Dominierend im Gesamtdreivierteljahr war jedoch einmal mehr die Größenklasse unter 500 m² mit einem Vermietungsumsatz von knapp 59.000 m² bei über 240 Vermietungen, dennoch gleichbedeutend einem Minus gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von -20 bzw. -27 %. Zulegen konnte die Größenklasse zwischen 2.500 und 5.000 m² mit einem Gesamtvolumen von 35.000 m² (+ 60 % gegenüber dem Dreivierteljahr 2013).
 
Bei insgesamt 12 Teilmärkten in der Domstadt dominierte einmal mehr die City mit rund 65.000 m²  und damit  37 % des Gesamtumsatzes, gefolgt von Kalk/Mülheim mit 18.600 m² (11 %) und Deutz/Messe mit etwas mehr als 15.000 m² ( 9 %). Auf diese  drei Teilmärkte entfielen damit im Dreivierteljahr 2014 sowohl mehr als die Hälfte des gesamten Umsatzes als auch der unterzeichneten Mietverträge.
 
Die drei umsatzstärksten Branchen decken in den ersten drei Quartalen 2014 über die Hälfte des Gesamtvolumens ab. Die Nase vorn hat die Branche Ausbildung, Gesundheit, Soziales mit 38.700 m² (22 % vom Gesamtumsatz), gefolgt von den unternehmensbezogenen Dienstleistern mit 33.400 m², deutlich dahinter der Handel mit 16.500 m². Allerdings: einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr hatten die unternehmensbezogenen Dienstleister zu verzeichnen mit einer runden Halbierung der Abschlüsse und der Flächenumsätze. Trotz dieses Rückgangs bleiben sie die anmietungsstärksten Nutzer mit über 40 Mietvertragsabschlüssen.
 
Die Leerstandsquote in der Immobilienhochburg am Rhein bewegt sich mit 6,6 % auf dem niedrigsten Stand seit rund 10 Jahren,  499.000 m² freie Flächen entsprechen einem  Rückgang um 41.000 m².  Kirchhoff: „Bis zum Jahresende werden mit knapp 17.000 m² nur wenige Flächen spekulativ fertig gestellt. Und die dürften relativ rasch vom Markt abgenommen werden, denn moderne Flächen sind gefragt. Insofern erwarten wir eine weiterhin stabile Leerstandsquote.“
 
Die Spitzenmiete liegt seit dem zweiten Quartal 2012 stabil bei 22 Euro/m² im Monat. Daran wird sich auch bis Ende des Jahres nichts ändern. Die gewichtete Durchschnittsmiete hat leicht auf 12,61 Euro/m²/Monat abgenommen.