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Pressemitteilung

Frankfurt

Finanzierungsumfeld trotz konjunktureller Abkühlung nochmals verbessert - DIFI erreicht Rekordniveau

Deutscher Immobilienfinanzierungsindex von JLL und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)


​Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

FRANKFURT, 11. Dezember 2014 - Der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (DIFI)* zeigt im vierten Quartal 2014 einen deutlichen Anstieg. Mit 28,9 Punkten, einem  Plus von 4,7 Punkten gegenüber dem Vorquartal, hat der Index ein Allzeithoch erreicht. Dieser Anstieg ist ausschließlich auf eine weiter verbesserte Einschätzung der Finanzierungssituation zurückzuführen: Der entsprechende Teilindikator hat um 10,0 Punkte (auf 50,8 Punkte) zugelegt. Rückläufig bleibt auf der anderen Seite auch in diesem Quartal die Finanzierungserwartung (minus 0,6 auf nun 7,0 Punkte). Diese gegenläufige Bewegung war bereits in den vergangenen zwei Quartalen zu beobachten.
Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle, umfragebasierte Analyse von JLL und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die den Deutschen Immobilienfinanzierungsindex gemeinsam vierteljährlich erheben.
 
„Angesichts der gegenwärtig angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation ist das Rekordniveau beachtlich. Ursachen für die Widerstandskraft des DIFI sind die weiterhin sehr expansive Geldpolitik und der – insbesondere für deutsche Banken – in Summe positiv ausgefallene Stresstest“, so Helge Scheunemann, bei JLL Head of Research Germany. „Die weiterhin günstigen Refinanzierungsbedingungen spiegeln sich in den positiven Experteneinschätzungen wider“, so Dr. Oliver Lerbs, Ökonom am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). 

 
Finanzierungssituation: Zugewinne für alle Nutzungsarten
 
„Erfreulich ist, dass die Verbesserung der Finanzierungssituation sich über alle Nutzungsarten hinweg zeigt“, so Jörg Schürmann, bei JLL Head of Corporate Finance Germany. Die betreffenden Indikatoren für Büro, Einzelhandel und Logistik erreichen dabei neue Höchstniveaus. Über 50 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Experten schätzen die Finanzierungsbedingungen in den vergangenen sechs Monaten in diesen Segmenten als verbessert ein. Darüber hinaus sei auch der Saldo aus Finanzierungssituation und Finanzierungserwartung für alle Nutzungsarten angestiegen, so Schürmann

 
Leichte Marktwertanstiege und moderate Zinsentwicklung in den nächsten zwei Jahren erwartet
 
Mit der derzeitigen und zukünftigen Marktwert- und Zinsentwicklung am deutschen Markt für gewerbliche Immobilien hat sich die in diesem Quartal gestellte Sonderfrage befasst. Als bedeutendsten Bestimmungsfaktor der aktuellen Marktwertentwicklung sehen knapp 70 Prozent der Experten das verengte Spektrum alternativer Kapitalanlagemöglichkeiten. Auf niedrige Finanzierungszinsen, Bevölkerungs- und Kaufkraftzuwächse oder optimistische Erwartungen entfielen insgesamt 25 Prozent der Antworten. 6 Prozent der Teilnehmer nennen sonstige Gründe, etwa ein hohes Maß an Liquidität infolge expansiver geldpolitischer Maßnahmen. „Auch für das kommende Jahr werden für die sieben größten Städte in allen Segmenten tendenziell steigende Marktwerte erwartet, allen voran bei Büro- und Wohnimmobilien“, so Scheunemann. Für alle Segmente gehen weniger als 10 Prozent der Experten von sinkenden Marktwerten aus.
 
Des Weiteren wurden die Umfrageteilnehmer zu Ihren Erwartungen bezüglich der Niveaus relevanter Zinsindikatoren gewerblicher Immobilienfinanzierungen Ende 2015 und Ende 2016 befragt. „Demnach sind die befragten Experten der Auffassung, dass die Zinsen langsam und moderat über die nächsten zwei Jahre ansteigen werden. Das generelle Niedrigzinsumfeld bleibt aber weiterhin erhalten“, so Schürmann


 
Anmerkungen
 
An der Umfrage des Deutschen Immobilienfinanzierungsindex vom 27.10.2014-11.11.2014 beteiligten sich 56 Experten. Abgefragt wurden die Einschätzungen zur Marktsituation (vergangene sechs Monate) und zur Markterwartung (kommende sechs Monate). Dargestellt sind die prozentualen Anteile der Antwortkategorien sowie die Veränderungen in Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal (Δ Vorquartal). Die Salden ergeben sich aus der Differenz der positiven und negativen Antwortkategorien (wie z.B. „verbessert“ und „verschlechtert“). Der DIFI berechnet sich als ungewichtetes Mittel aus den Salden der Finanzierungssituation sowie der Finanzierungserwartung aller Nutzungsarten.


* Der DIFI in deutscher Sprache kann auf der JLL Website abgerufen werden unter
http://www.jll.de/germany/de-de/Research/DIFI-Report-Q4-2014-Germany-JLL.pdf
- in englischer Sprache unter
http://www.jll.de/germany/en-gb/Research/DIFI-report-4th-quarter-2014-Germany-JLL.pdf

Der nächste DIFI-Report erscheint am 5. März 2015