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Pressemitteilung

Frankfurt

Ohne Sondereffekte zweitbestes Umsatzergebnis auf dem deutschem Lager- und Logistikflächenmarkt


​Presseinformation inklusive Übersichtstabellen [PDF]

 

FRANKFURT, 26. Januar 2015 - 5,6 Mio. m² lautet das Umsatzergebnis 2014 auf dem deutschen Lager- und Logistikflächenmarkt. Damit ist nach 2011 das zweithöchste Flächenvolumen (Vermietungen und Eigennutzer in dieser Assetklasse) erzielt worden, gegenüber dem Vorjahr gleichbedeutend einem Plus von 11 %. Der  Vergleich mit dem 5-Jahresschnitt fällt noch höher aus: hier ist es mehr als ein Fünftel.
 
„Anders als im Rekordjahr 2011 steht das Umsatzergebnis 2014 auf breiterer Basis: 2011 wurde gepuscht durch den Umsatz von E-Commerce Unternehmen  in einer Größenordnung von insgesamt über 900.000 m². Allein Amazon mietete an mehreren Standorten mehr als 500.000 m² an. 2014 erzielte ohne einen solchen Sondereffekt  ein hervorragendes Ergebnis“, so Helge Scheunemann, bei JLL Head of Research Germany.
 
Einmal mehr zugelegt  (+ 5 % gegenüber 2013) haben die Umsätze durch Eigennutzer. Noch nie gingen mehr Quadratmeter auf ihr Konto: 2,4 Mio. m² eigengenutzte Flächen. Auch prozentual ist ihr Anteil (43%) zum Jahresende überdurchschnittlich. Mit einem Plus von 15 % auf 3,16 Mio. m² sind die Umsätze durch Vermietungen allerdings deutlich unter ihrem bisherigen Höhepunkt (2011) geblieben.
 
„Insgesamt haben die recht guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die stabile ökonomische Basis in den Unternehmen, die günstigen Finanzierungsbedingungen Eigennutzer und Mieter gleichermaßen zu schnellen Abschlussentscheidungen geführt und damit dieses überdurchschnittliche Ergebnis möglich gemacht“, so Timo Tschammler, bei JLL Member of the Management Board Germany. In der Pipeline sei genügend Nachfrage, um auch in 2015 die 5 Mio. Marke erreichen zu können. „Keine Frage: dafür muss die Konjunktur auf ihrem erfreulichen Pfad weiter voranschreiten, und die politischen Herausforderungen dürfen sich nicht als unüberwindbare Hindernisse herausstellen.“
 
 
Frankfurt erobert Spitzenposition bei den Big5 – Ballungsräumen
 
Auch das Umsatzvolumen in den Big 5-Ballungsräumen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München) kann mit einem hervorragenden Ergebnis aufwarten. Nur 2011 war besser. 2014 liegt mit 1,89 Mio. m² zwar 16%  unter dessen Rekordvolumen, toppt aber das Vorjahr um 11 %, die fünf- und zehnjährigen Durchschnittswerte  um 7 % bzw. 24 %.
 
Mit einem kräftigen Plus von über einem Drittel auf knapp 560.000 m² nimmt die Region Frankfurt den Spitzenplatz unter den Regionen ein und lässt damit den Dauersieger der letzten Jahre, Hamburg, hinter sich. Neben dem Fiege Eigennutzerdeal mit allein 90.000 m² in Dieburg, sind allein 9 Deals über 10.000 m² mit einem Gesamtvolumen von 257.000 m² realisiert worden (2009 – 2013:  179.000 m²). Von den über 140 Deals (5-Jahresschnitt: unter 100) entfallen mit 63% die meisten auf die Flächenkategorie bis 2.500 m², sie decken damit ein Volumen von knapp über 100.000 m² ab. Hamburgs Umsatz blieb unverändert bei ca. 450.000 m². Geringfügige Rückgänge gab es für Berlin (327.000 m²) und Düsseldorf (283.000 m²). Trotz eines ebenfalls deutlichen Anstiegs von über einem Viertel bleibt die Münchener Region mit 271.000 m² wie im Vorjahr auf Platz 5.
 
Die Top 3 Deals in den Big 5 entfallen auf Logistikdienstleister und bewegen sich zwischen 45.000 und 90.000 m²: Fiege in Dieburg, Rhenus in Neu Wulmstorf bei Hamburg und DSV in Krefeld. Diese drei sowie weitere acht Deals in der Größenordnung ab 20.000 m² fanden in Neubauten/Projektentwicklungen statt. Nur zwei Umsätze entfielen auf Bestandsobjekte.
 
Drei von insgesamt 13 Branchen, die im Logistikbereich Flächen gesucht haben, kommen zusammen auf 87 %, entsprechend 1.631.000 m². In der Regel führt dieses Dreigestirn die Branche „Transport/Verkehr/Lagerhaltung“ an. 2014 kommen solche Unternehmen auf einen Anteil von 44 %, entsprechend 824.000 m², gefolgt vom Handel (27 %) und der Industrie (15 %). Bei Umsätzen mit einer Mindestgröße von 5.000 m² steigt der Anteil der führenden Branche auf 55 %.
 
Bis auf einen leichten Anstieg in München (+ 1,5 % auf 6,50 Euro/m²/Monat) blieben die Spitzenmieten für Lagerflächen in der Größenordnung ab 5.000 m² im Jahresverlauf stabil. In der bayerischen Landeshauptstadt zahlen die Nutzer damit mehr als in Frankfurt (6,00 Euro/m²/Monat), Hamburg (5,60 Euro/m²/Monat) und Düsseldorf (5,40 Euro/m²/Monat). Günstigere Lagerflächen stehen mit 4,70 Euro/m²/Monat in Berlin und Umgebung zur Verfügung. 2015 dürften die Mieten im Spitzensegment keine Veränderung aufweisen.
 
 
Höchster jemals registrierter Umsatz außerhalb der Big 5
 
Außerhalb der Big 5 Ballungsräume* wurde mit 3,7 Mio. m² Lagerflächen, der mit 44 % größte Anteil durch Unternehmen der Branche Transport/Verkehr/Lagerhaltung, ein neuer Rekordumsatz registriert. Der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2011 (3,6 Mio. m²) wurde leicht, der Vorjahreswert immerhin um 11 % überschritten. Umsätze durch Eigennutzer zeichneten für 52 % des Umsatzvolumens verantwortlich. Knapp Dreiviertel der Flächenumsätze fanden in Neubauten/Projektentwicklungen statt. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre mit Anteilen über 70 % weiter fort. Neubauten spielen auch bei neun der Top 10 - Umsätze außerhalb der Big 5 die größte Rolle, darunter die Anmietungen von je rund 100.000 m² durch die Logistikdienstleister Hammer (in Bedburg) und Hermes (in Löhne). Den größten Deal des Jahres markiert der Eigennutzerankauf eines Logistikunternehmens von 120.000 m² in Ehingen südwestlich von Ulm.
„2015 wird sich die hohe Neubautätigkeit fortsetzen, Bestandsflächen bieten keine ausreichenden Möglichkeiten den Bedarf der Nutzer zu decken. Daher ist für viele Flächensuchende eine nutzerspezifische Projektentwicklung die erste Wahl“, so Tschammler.


*In diese Zahlen fließen ausschließlich Flächenumsätze ab einer Größe von mindestens 5.000 m² ein (Eigennutzer und Vermietungen)