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Pressemitteilung

Frankfurt

Kein Feuerwerk zum Jahresende, aber Trendumkehr bei den Renditen - Der Investmentmarkt Deutschland 2009


 
 
Frankfurt, 08. Januar 2010 – Die seit dem Sommer zu spürende Belebung des deutschen Investmentmarktes hat sich auch in den letzten drei Monaten des Jahres fortgesetzt, ohne dass man aber von einer starken Dynamik oder gar einer Jahresendrallye sprechen kann. Nicht alle Verhandlungen konnten bis Ende Dezember in konkrete Transaktionen umgesetzt werden. In der Summe wurden im 4. Quartal gewerblich genutzte Immobilien mit einem Volumen von rund 3,2 Mrd. Euro veräußert, damit etwas weniger als im 3. Quartal. „Das Transaktionsvolumen in 2009 summierte sich dadurch auf insgesamt 10,34 Mrd. Euro - ein weiterhin signifikanter Rückgang gegenüber 2008  (- 47%), aber ein immerhin noch akzeptables Resultat in einem schwierigen Marktumfeld.“, so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland.

Die durchschnittliche Transaktionsgröße hat 2009 weiter abgenommen (auf rund 16 Mio. Euro). Im Fokus der Investoren stehen wie im Vorjahr kleinvolumige Büroobjekte (20 bis 50 Mio. Euro) und innerstädtische Geschäftshäuser mit Einzelhandel im EG oder 1.OG. Letztere wiesen aufgrund der besseren Mietpreisentwicklung für Ladenflächen eine stabile Wertentwicklung auf.

Mit einem Anteil von ca. 42 % (4,3 Mrd. Euro) am Transaktionsvolumen standen Büroimmobilien 2009 deutschlandweit relativ gesehen in der Gunst der Investoren ganz oben. Danach folgen Einzelhandelsimmobilien mit ca. 28% (2,9 Mrd. Euro). Auf gemischt genutzte Immobilien entfallen rund 7% und auf  Lager- und Logistikimmobilien nur etwa 5%.

Der Investmentmarkt in Deutschland ist zunehmend durch deutsche Investoren geprägt (fast 90% des investierten Kapitals). Ausländische Investoren haben in diesem Jahr für ca. 1,2 Milliarden Euro Immobilien gekauft, aber in gleichem Zuge für fast 2,7 Mrd. Verkäufe getätigt und damit per Saldo ihren Anlagebestand in Deutschland deutlich reduziert.

„Seit dem dritten Quartal 2009 schließt sich die Schere zwischen Käufern und Verkäufern wieder. Beide Parteien nähern sich hinsichtlich der Preisfindung an. In Verbindung mit dem Fokus der Investoren auf Core-Produkte ist die Trendumkehr bei den Spitzenrenditen erreicht“, so Marcus Lemli, Leiter Leasing & Capital Markets Jones Lang LaSalle Deutschland. Und weiter: „Für erstklassige, voll vermietete Büroobjekte sanken die Spitzenrenditen innerhalb der letzten drei Monate über alle Hochburgen hinweg sogar bereits leicht. Diese Trendumkehr betrifft aber alle Assetklassen, gesucht werden risikoaverse Spitzenprodukte, die aus Sicht der Investoren und der finanzierenden Banken die höchste Sicherheit bieten. Die Nachfrage nach diesen Immobilien bleibt auch 2010 hoch, so dass die Spitzenrenditen weiter nachgeben dürften. Demgegenüber ist der Preisrückgang für sog. Secondary-Produkte (z.B. schlechtere Lagen, kürzere Restlaufzeiten, Leerstand) noch nicht beendet. 2010 dürften sich daraus Investitionsgelegenheiten für opportunistische Investoren ergeben.“