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Pressemitteilung

Frankfurt

JLL-Risikowippe Ende 2014: Wirtschaftliche Einflussfaktoren eingetrübt – Chancen für Büroinvestments überwiegen aber weiterhin


FRANKFURT, 6. Februar 2015 – Nach wie vor neigt sich die JLL Risikowippe für Büroinvestments in Richtung „Chancen“. Zum dritten Mal seit der Erstpublikation 2012 hat sich das Chancen-Risiken-Verhältnis am Büroinvestmentmarkt allerdings verschlechtert: Die Risikowippe steht nach + 3 Grad zur Jahresmitte Ende 2014 bei einer Neigung von +2 Grad. Es zeigte sich die Notwendigkeit einer erneut leicht vergrößerten/erhöhten Risikokompensation. Während sich die immobilienwirtschaftlichen Einflussfaktoren wie Bautätigkeit und Finanzierungskonditionen verbessert haben, haben insbesondere die schwachen Konjunkturaussichten bis in den Herbst hinein den leichten Schwenk der Wippe in Richtung Risiken verursacht. Auch die zu diesem Zeitpunkt sich verschlechternden Erwartungen im ifo-Geschäftsklima sowie die Prognose eines in 2015 geringer ausfallenden Bürobeschäftigtenwachstums gehörten zu den Ursachen für die Korrektur im Chancen-Risiko-Verhältnis.
 
Helge Scheunemann, bei JLL Head of Research Germany kommentiert: „Ende 2014 impliziert die Bewegung der Risikowippe in Richtung Risiken auf jeden Fall eine leicht erhöhte Risikokompensation als Zinsdifferenz zwischen der Immobilienrendite und der Rendite für deutsche Staatsanleihen. Hinzu kommen politische Risiken wie der Ukraine-Russland-Konflikt, der IS-Terror sowie die bereits Ende 2014 absehbare geldpolitische Intervention der EZB und deren Einfluss auf die Entwicklung der Eurozone. Trotz allem: der Mangel an Alternativen im Anlagegeschäft wird auch 2015 zu einem Run auf deutsche Gewerbeimmobilien führen. Wir erwarten insofern ein Transaktionsvolumen in Größenordnungen von über 40 Mrd. Euro.“
 
Scheunemann weiter: „Wegen des geringen Angebots sowie niedriger und sinkender Renditen im Core-Segment werden Investoren zunehmend höhere Risiken in Kauf nehmen – der Anteil der Risikoklassen Core plus sowie Value-Add ist bereits im zweiten Halbjahr 2014 leicht gestiegen. Die Risikoaversion wird sich dynamisch weiter abbauen. Generell zu erwarten ist auch, dass die sich wieder aufhellenden Konjunkturaussichten eine Verbesserung der Wirtschaftsindikatoren auf der nächsten Wippe zur Konsequenz haben werden. Nach Lage der Dinge also alles in allem nicht zu übersehende Chancenpotentiale auf dem deutschen Markt für Büroinvestments.“