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Pressemitteilung

München

„Isar-Valley” im Freistaat - IT-Branche nutzt Standortvorteile in München


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

MÜNCHEN, 13. Februar 2015 - Die Region München ist ein wachstumsstarker und attraktiver Wirtschaftsstandort für viele Branchen. Mit sechs DAX-Unternehmen, darunter Siemens und Infineon, sowie sechs TecDAX-Unternehmen hat München jeweils mehr Unternehmen in diesen Börsenindizes als jede andere deutsche Stadt.
 
Attraktiv ist die Isarmetropole auch für Unternehmen der IT-Branche*. Der wachsenden Bedeutung dieser Branche für den Wirtschaftsstandort wegen wird die Region München auch ein wenig euphemistisch als „Isar Valley“ bezeichnet. Das „Isar Valley“ hat denn auch immerhin rund 12.500 Unternehmen und 62.000 SV-Beschäftigte im Segment Software, Daten- und IT-Services, sowie eCommerce. Die Zahl der Beschäftigten ist seit dem Jahr 2008 um 40 % gewachsen – und damit deutlich stärker als im deutschlandweiten Schnitt (26 %).
 
Zu den Standortvorteilen Münchens für die IT-Branche zählen:
 

  • die Vielzahl bedeutender Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen,
     
  • die Mischung aus kleinen und großen Unternehmen (z.B. Siemens, Microsoft, Infineon),
     
  • die Synergien zwischen der IT-Branche und verschiedenen Industriebereichen (z.B. Automobilindustrie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrtindustrie) sowie
     
  • die Existenz verschiedener Clusterinitiativen für die IT-Branche wie BICCnet, GATE oder der UnternehmerKreisIT.

     

IT-Branche als Akteur am Münchener Büroimmobilienmarkt
 
Diese Standortvorteile bewirken eine Konzentration der IT-Unternehmen in der Isarmetropole. Die Unternehmen siedeln sich in Clustern an, um von Agglomerationsvorteilen durch spezialisierte Zulieferer, die Verfügbarkeit von qualifizierten Beschäftigten sowie von Wissensaustausch zu profitieren. „Die IT-Branche gewinnt wahrnehmbar an Relevanz für den Münchener Wirtschaftsstandort im Allgemeinen und den gewerblichen Immobilienmarkt im Besonderen“, betont Helge Scheunemann, bei JLL Head of Research Germany. Und weiter: „In den vergangenen fünf Jahren hatte die IT-Branche einen Anteil am Bürovermietungsumsatz von 12 %, entsprechend 450.000 m². Damit liegt die Branche hinter der Industrie und den unternehmensbezogenen Dienstleistern auf Platz drei der Flächenabnehmer.“
 
Die Analyse des Anmietungsverhaltens der IT-Branche in München deckt räumliche Muster auf. Über ein Drittel der Anmietungen entfällt auf Stadtteillagen, die primär durch Wohnnutzung geprägt sind, und rund 28 % auf das Umland. Im Vergleich zu den übrigen Branchen mietet die IT-Branche Büroflächen häufiger im Umland und seltener in der Toplage. In Stadtteil- und Nebenlagen (Bürozentren abseits der Toplage) ist das Anmietungsverhalten vergleichbar.
Innerhalb des Stadtgebiets sind Unternehmen aus der IT Branche bevorzugt im westlichen Bereich der Innenstadt, Olympiapark, Parkstadt-Schwabing, südlich und östlich vom Ostbahnhof, Teilmarkt Moosfeld/Riem, Westend sowie im Bereich der Boschetsriederstraße in Obersendling zu finden. Im Umland sind es schwerpunktmäßig die Gemeinden Unterschleißheim, Ismaning, Hallbergmoos, Aschheim-Dornach, Feldkirchen, Unter- und Oberhaching sowie Martinsried.
Das Anmietungsverhalten der IT-Unternehmen  über die letzten Jahre mit Fokus auf Flächen unter 500 m² zeigt sich auch in den Mietpreisen, die sie bereit sind zu zahlen. Im Preissegment bis 15,00 Euro/m²/Monat ist ihr Anteil höher als der der übrigen Branchen. Dabei bewegen sich 20 % unter 10,00 Euro, 48 % sind es zwischen 10,00 und 15,00 Euro. „Die IT-Branche mietet also insgesamt preissensibler, wobei die niedrigeren Mietpreise eher selten durch Abstriche bei der Ausstattungsqualität erreicht werden, sondern durch Anmietung im Umland“, so Scheunemann. Im Vergleich zum Gesamtmarkt ist der Anteil von erstklassigen Flächen um 9 %-Punkte höher als bei den übrigen Branchen.

 

*Neuester Report von JLL: Branchentrends - IT Unternehmen im Fokus. Unter IT-Branche werden in der  Studie IT-Berater und Dienstleister, Software-Entwicklung sowie Hardware und Datennetze zusammengefasst