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Pressemitteilung

Berlin

Gründerstadt der Digitalwirtschaft - IT-Branche verstärkt Einfluss auf dem Berliner Büromarkt


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 


BERLIN, 13. Februar 2015 - Berlin hat sich international als Gründerstadt für die Digitale Wirtschaft etabliert. Die Spreemetropole ist führend bei den IT-Themen Internet, Social Media, Gaming und mobile Applikationen. Große Unternehmen dieser Bereiche in Berlin sind z.B. Groupon, Rocket Internet, Idealo Internet oder Bigpoint. Aber auch im eCommerce sind mit Amazon und Zalando Branchenriesen in der deutschen Hauptstadt vertreten.
 
Nicht von ungefähr fördert der Berliner Senat die IT-Branche mit dem „Projekt Zukunft“, durch das die Rahmenbedingungen, die generelle Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Standortattraktivität für die Branche verbessert werden sollen.
Auch dieser Förderung wegen hat Berlin zahlreiche Standortvorteile für die IT-Branche zu bieten:
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  • Es gibt etablierte Forschungs- und (Aus-)Bildungseinrichtungen, darunter eine Reihe von IT-relevanten Fraunhofer-Instituten.
     
  • Viele Gründerzentren und Technologieparks bieten Raum für Start-ups. Es gibt über 50 Innovationsräume für Austausch innerhalb der Kreativwirtschaft (Inkubatoren).
     
  • Verbände und Networking-Plattformen wie BITKOM, SIBB e.V., Xinnovations, Berlin Commercial Internet Exchange, G.A.M.E. oder BIU unterstützen den Austausch und die Interessen der Branche.
     
  • Es gibt viele Finanzinstitute, Investoren und Inkubatoren, die auf die Bedürfnisse von Start-ups ausgerichtet sind. Berlin steht national an der Spitze der Risikokapitalinvestitionen.
     
  • Das Niveau der Lebenshaltungskosten und die operativen Kosten der Betriebsführung sind relativ gering.
     
  • In Berlin finden wichtige Konferenzen und Veranstaltungen der IT- und Kreativbranche statt.

Zwei Drittel der Anmietungen entfallen auf Nebenlagen
 
„Diese Standortvorteile sorgen für eine Zunahme und starke Konzentration von IT-Firmen in Berlin mit entsprechendem Einfluss auf den Bürovermietungsmarkt“, betont Helge Scheunemann, bei JLL Head of Research Germany. In den letzten fünf Jahren hatte die IT-Branche einen Anteil am Büroflächenumsatz von 10 %, im Jahr 2014 sogar 18 %. Damit liegt die Branche auf Platz fünf unter den Flächenabnehmern. Allerdings sind die ersten fünf Branchen eng beieinander und haben prozentuale Anteile zwischen 10 % und 15 %.
 
Die Analyse des Anmietungsverhaltens der IT-Branche deckt räumliche Muster auf. Über zwei Drittel der Anmietungen entfallen auf Nebenlagen (Bürozentren abseits der Toplagen). Im Vergleich zu den übrigen Branchen sind das 21 %-Punkte mehr. Dafür mieten IT-Unternehmen deutlich seltener in Toplage oder in Stadtteillagen (primär durch Wohnnutzung geprägt).
 
Die Konzentration der IT-Unternehmen in den Teilmärkten ist unterschiedlich. Den größten Anteil an Vermietungen durch die Branche seit 2009 weisen Prenzlauer Berg-Friedrichshain und Mediaspree mit jeweils 26 % aller Abschlüsse auf Kreuzberg-Tempelhof (20 %), Mitte (16 %) und Adlershof (10 %). Speziell die Gebiete von Prenzlauer Berg über Friedrichshain bis Kreuzberg gelten als attraktive Wohnquartiere bei den Beschäftigten der IT-Branche. Sie bieten ein attraktives kulturelles Angebot, in der Regel verbunden mit einer guten Erreichbarkeit. Zudem ist die Verfügbarkeit von Büroflächen zu moderaten Preisen gegeben.
Branchenkonzentrationen zeigen sich auch in Charlottenburg sowie am Medienstandort Adlershof, der auch durch die Nähe zum zukünftigen Flughafen BER an Attraktivität gewinnt.
 
Im Vergleich zu den übrigen Branchen fällt ein seit 2012 verändertes Anmietungsverhalten hinsichtlich der gezahlten Mietpreise auf. Während IT-Unternehmen zwischen 2009 und 2012 Büroflächen in der Regel  unter 15,00 Euro/m²/Monat im Fokus hatten, bewegen sich die Anmietungen der Branche seitdem in höherpreisigen Segmenten. 2014 waren es immerhin 28 % der Anmietungen über 15,00 Euro. Der gezahlte Spitzenwert lag bei 23 Euro. „Der Preis spielt eine zunehmend geringere Rolle bei den Entscheidungen, während die Lage stärker in den Fokus rückt“, so Scheunemann. Und weiter: „Hinsichtlich der Ausstattungsqualität gibt es keine grundlegenden Unterschiede zwischen den Branchen. Ebenso zeigen sich nur geringe Unterschiede bezüglich der Größenklassenstruktur. Die IT-Branche mietet etwas häufiger im kleinteiligen Flächensegment unter 1.000 m².“

„Es ist zu erwarten, dass die sich dynamisch voranschreitende Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaftsprozessen der IT-Branche weiteren Aufwind gibt. Das wird sich  auch im Berliner Büroimmobilienmarkt fortsetzen. Wichtige Themen bleiben dabei Flächeneffizienz, Arbeitsplatzoptimierung und Büroraumgestaltung -  aus  Kostenaspekten, aber zunehmend auch aus Gründen der Mitarbeitergewinnung und -zufriedenheit. In diesem Zusammenhang wird  für die IT-Branche die Lagequalität des Büros an Bedeutung gewinnen“, so Scheunemann.

 


*Neuester Report von JLL: Branchentrends - IT Unternehmen im Fokus. Unter IT-Branche werden in der  Studie IT-Berater und Dienstleister, Software-Entwicklung sowie Hardware und Datennetze zusammengefasst