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Pressemitteilung

Frankfurt

Investmentvolumen für Fachmarktprodukte legt 2014 deutlich zu

Überdurchschnittlich hohe Nachfrage und sinkende Renditen


FRANKFURT, 09. März 2015 – Im Jahr 2014 wurden insgesamt rund 8,6 Mrd. Euro in Käufe deutscher Handelsimmobilien investiert. Hiervon entfielen rund 4,1 Mrd. Euro auf Fachmarktprodukte, zu denen Fachmärkte, Fachmarktzentren sowie Supermärkte und Discounter zählen. Gegenüber 2013 entspricht dies einer Zunahme um 43 Prozent. Die Handelsimmobilienkategorie konnte damit laut dem neuen „Fachmarkt-Investmentreport​“ von JLL überdurchschnittlich von der aktuellen Marktsituation profitieren. Der Anteil der Portfoliotransaktionen am Transaktionsvolumen hat im selben Zeitraum ebenfalls zugenommen. Nach knapp 50 Prozent in 2013 lag er zuletzt bei fast 60 Prozent.

Jörg Ritter, Mitglied im deutschen Management Board von JLL und dort für Retail verantwortlich: „Die aktuelle Marktstimmung im Segment der Fachmarktprodukte ist ausgesprochen gut. Insgesamt gehen wir für 2015 von einer weiterhin steigenden Nachfrage aus. Dabei wird vor allem das Interesse der internationalen Investoren überdurchschnittlich zunehmen. Neben Einzelinvestments stehen derzeit vor allem Portfolios hoch im Kurs. Darüber hinaus dürfte im Jahresverlauf die Risikoneigung in Bezug auf die Standortqualität oder verbleibende Mietlaufzeiten weiter zunehmen.“

Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern bei Transaktionen am aktivsten

Bei der geografischen Verteilung des Transaktionsvolumens nach Bundesländern lagen Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern in den Jahren 2013/14 mit jeweils mehr als 250 Mio. Euro in Front. In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wurden im gleichen Zeitraum jeweils zwischen 100 und 250 Mio. Euro umgesetzt. Die geringsten Volumina mit jeweils zehn bis 25 Mio. Euro notiert JLL für das Saarland und Sachsen-Anhalt.

Deutsche und ausländische Investoren halten sich die Waage

Unter den Käufern standen deutsche Investoren 2014 für fast die Hälfte des Transaktionsvolumens. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil noch bei dominanten drei Vierteln gelegen. Ritter: „Das internationale Interesse an diesem Marktsegment hat deutlich zugenommen. Und das tatsächliche Interesse ist noch größer, als es die abgeschlossenen Transaktionen deutlich machen.“

Spitzenrenditen sinken weiter

Die große Nachfrage hatte schon 2013 zu einem Rückgang der Spitzenrendite für Fachmärkte um 35 Basispunkte geführt. Die Rendite für große Fachmarktzentren gab im selben Zeitraum um 15 Basispunkte nach. Für das Jahr 2014 notiert JLL bei Fachmärkten einen weiteren Rückgang um 15 Basispunkte auf aktuell 6,00 Prozent. Bei den Fachmarktzentren fiel der Rückgang mit fünf Basispunkten zuletzt geringer aus. Die Spitzenrendite liegt dort aktuell bei 5,60 Prozent. Bei anhaltender Nachfrage ist laut JLL eine weitere Renditekompression im Jahresverlauf 2015 nicht ausgeschlossen.