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Pressemitteilung

Düsseldorf

Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt winterschläfrig und frühjahrsmüde, aber mit Potential


Presseinformation inklusive Übersichtschart [PDF]

 

DÜSSELDORF, 7. April 2015 - Aus dem tiefen Winterschlaf in eine relative Frühjahrsmüdigkeit geschleppt hat sich der Bürovermietungsmarkt der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Mit 89.000 m² (davon 68.000 m² in der Innenstadt) schlägt für den Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt* im ersten Quartal 2015  zwar ein leichtes Plus von 5 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zu Buche. Aber da das Vergleichsergebnis 2014 das schwächste der letzten fünf Jahre war, lässt nur ein langfristiger Jahresvergleich auf ein gesundes Potential schließen. „Abgerechnet wird immer erst am Jahresende“, kommentiert Marcel Abel, bei JLL Regional Manager Düsseldorf, gelassen. Derzeit hinke der Markt in der Tat auch noch dem Fünf- bzw. 10-Jahresschnitt der jeweils ersten drei Monate hinterher  (-17% bzw.- 9 %). Unbeirrt hält Abel aber an seiner Vermietungsprognose für das Gesamtjahr fest: „400.000 m² sind absolut realistisch. Die Nachfrage ist immer ein Versprechen auf die Zukunft und die ist 2015 noch neun Monate lang. Die Pipeline ist gut gefüllt. Wir gehen fest davon aus, dass in den nächsten Monaten Deals jenseits der 10.000 m² zu notieren sein werden. Abschlüsse in dieser Größenordnung sind in greifbarer Nähe“, so Abel. Und weiter: „Die Stimmung unter den Nutzern ist deutlich besser, als die Statistik vermuten lässt.“ Viele Unternehmen seien bereit, sich zu verändern - und zwar aus höchst unterschiedlichen Beweggründen: „Einsparpotentiale spielen ebenso eine Rolle wie die Idee, sich über neue Flächen neu zu positionieren. Grundsätzlich gilt, dass die Nachfrage aus einer Position unternehmerischer Stärke erfolgt und weniger unter Rationalisierungsgesichtspunkten.“ Auch die Infrastrukturmaßnahmen der Kommune würden zunehmend greifen mit einem positiven Einfluss auf die Nachfrage in der Konsequenz. „Grundstücksverkäufe der Stadt und Maßnahmen der Wirtschaftsförderung beleben das Büromarktgeschehen“, so Abel.
 
Mit einem Anteil von 68 % bleiben kleinteilige Anmietungen unter 500 m² dominante Flächengröße bei Büronutzern. Deutlich mehr Abschlüsse (+ 138 %) und Flächenvolumina (+152 %) als vor einem Jahr erzielten Deals zwischen 1.000 und 2.500 m². Insgesamt macht ihr Volumen etwas mehr als ein Drittel vom  Gesamtumsatz aus. Der bislang größte Deal war mit ca. 9.000 m² die Anmietung durch SAP in Ratingen, durch die sich dieser Standort auf Position 1 der Umsatzstatistik nach Teilmärkten vorschieben konnte. Nur drei weitere Mietabschlüsse lagen über 4.000 m²: T-Systems Enterprise Services GmbH mit 5.600 m² im Teilmarkt „linksrheinisch“, STRABAG Property and Facility Services GmbH mit 4.600 m² im Teilmarkt Nord sowie Naturstrom AG/NaturStromHandel GmbH im Teilmarkt Flughafen. Alle vier Teilmärkte finden sich entsprechend auch unter den TOP 5 der insgesamt 16 analysierten Teilmärkte. Die City schaffte vor allem aufgrund der Anzahl der Deals (mit 35 bei weitem die meisten), sich auf Platz 2 zu positionieren. Immerhin waren auch hier mit 2.500 m² (öffentliche Verwaltung) und 1.900 m² (Mitsui Chemical Europe GmbH) zwei der Top 10  Anmietungen zu registrieren.
 
Unter 16 Branchen kommen die fünf umsatzstärksten auf einen Anteil von rund 60 % am Gesamtvolumen (41 % aller Abschlüsse), angeführt von den unternehmensbezogenen Dienstleistern und der Industriesparte mit jeweils etwas mehr als 13.000 m², gefolgt von der EDV-Branche, Bau/Immobilien sowie Telekommunikationsunternehmen. Neben den unternehmensbezogenen Dienstleistern wurden allerdings  nur noch für Unternehmen aus dem Handel mehr als 20 Mietvertragsabschlüsse für Büroflächen registriert, dies eher im kleinerflächigen Segment. Die genannten Top 5 profitieren dagegen von Abschlüssen im höheren vierstelligen m²-Bereich.
 
Trotz verhaltener Umsatzvolumina, gleichzeitig eines Fertigstellungsvolumens von Flächen, die bereits nahezu komplett vorvermietet waren, sorgte eine hohe Nettoabsorption für eine weiter rückläufige Leerstandsquote. Bei einem Gesamtbestand von ca. 9,1 Mio. m² lag sie auf dem gesamten Düsseldorfer Büromarkt im ersten Quartal 2015 bei 10,3 %, im Stadtgebiet bei 10 % und im CBD bei 8,9 %. Auch von den in den kommenden neun Monaten fertig gestellten Flächen (rund 79.000 m²) ist derzeit nur noch ein Drittel verfügbar.
 
Der Rückgang der Spitzenmiete in den letzten 12 Monaten von 27,50 auf 26,00 Euro/m²/Monat hängt mit einer rückläufigen Nachfrage in diesem hochpreisigen Segment zusammen. Die Nutzer, die in dieser Preisklasse  gesucht hatten, sind bereits fündig geworden. Die meisten Abschlüsse (45%) bewegten sich in der Preisklasse 10,00 – 15,00 Euro/m²/Monat. Die gewichtete Durchschnittsmiete liegt bei 12,73 Euro.