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Pressemitteilung

Düsseldorf

Schwächelnder Investmentauftakt in Düsseldorf


​Presseinformation inklusive Übersichtschart [PDF]

 

DÜSSELDORF, 7. April 2015 - Die Anleger gönnen sich nach zwei grandiosen Investmentjahren im ersten Quartal 2015 eine veritable Verschnaufpause. Ein dickes „Minus“ kennzeichnet das erste Investmentquartal auf dem Düsseldorfer Transaktionsmarkt für gewerbliche Immobilien. Dem Transaktionsvolumen von lediglich 180 Mio. Euro stehen 700 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q 1 2013 sogar 760 Mio. Euro) gegenüber: fast drei Viertel weniger.  Zum Vergleich: Berlin verbucht ein sattes Plus von 113 % und Frankfurt immerhin von 51 %. Düsseldorf ist die einzige Immobilienhochburg unter den Big 7 Deutschlands, die rückläufig bilanziert. Und dies auch im Langfrist-Vergleich: minus 42 % zum Zehnjahresschnitt.
 
Achim Birken, bei JLL Team Leader Office Investment Düsseldorf, hält trotz des schwächelnden Auftakts an seiner Prognose fest: „Ein Transaktionsvolumen von über 1,5 Mrd. Euro ist auf dem Düsseldorfer Investmentmarkt möglich.“ Und weiter: „Der Nachfragedruck über alle Risikoklassen hinweg ist enorm. Niedrige Zinsen treiben das Kapital in Sachwerte und speziell für Core-Produkte kennen die Kaufpreise quasi keine Grenzen mehr.“  Käufer seien bereit, Spitzenrenditen zu zahlen. „Derzeit bewegen die sich bei 4,40 %, dem niedrigsten Wert, der jemals registriert wurde. Und sie geben noch einen Premium-Aufschlag obendrein, um ihr kaum verzinstes Kapital vom Festgeldkonto auf Immobilien umschichten zu dürfen“, so Birken. Allerdings werde der Transaktionsmarkt limitiert durch ein äußerst knappes Angebot: „Bei Core- und Core+ -Immobilien ist der Markt fast ausgetrocknet. Und Portfolios absorbieren zusätzlich eine Vielzahl an Objekten und verknappen das Angebot für Einzeltransaktionen weiter.“ Die Folge? „Auch sicherheitsorientierte Investoren werden mutiger und akzeptieren bei niedriger Rendite verkürzte Mietvertragslaufzeiten unterhalb von fünf Jahren.“ 
 
Deutsche Investoren prägten den Transaktionsmarkt der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt im ersten Quartal 2015 signifikant: käuferseitig mit einem Anteil von 83 % am Gesamtvolumen, verkäuferseitig mit 62 %. Genauso wie bei der Analyse nach Käufer- und Verkäufergruppen ist die Statistik aufgrund der noch sehr überschaubaren Anzahl von Transaktionen nur eingeschränkt aussagekräftig. Die jeweils top-platzierte Gruppe   ist auf den größten Deal zurückzuführen: Schroder Real Estate hat für einen deutschen Spezialfonds das Living Office im Düsseldorfer  Norden von der UBS Real Estate für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag gekauft. Unter den Top 5 Transaktionen, die zusammen lediglich 119 Mio. Euro ausmachten (Q 1 2014: 500 Mio. Euro) ist in den ersten drei Monaten auf Käuferseite nur einmal ein ausländischer Investor zu finden. Ausländische Investoren haben ihren Immobilienbestand im genannten Zeitraum in Höhe von ca. 37 Mio. Euro abgebaut. „Diese Momentaufnahme wird in den nächsten Monaten sicherlich keinen Bestand haben.  Anleger aus dem Ausland klopfen nach wie vor an Düsseldorfs Immobilienpforten und begehren Einlass“, so Birken. Und das gelte für alle Assetklassen. Derzeit liege der Büroanteil mit 72 % unangefochten auf Platz 1 und deutlich über dem fünfjährigen Schnitt.