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Pressemitteilung

Köln

Büronutzer in Köln gehen es gemächlich an


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 
KÖLN, 8. April 2015 – Einen recht gemächlichen Jahresbeginn zeigt der Kölner Bürovermietungsmarkt. Mit 55.000 m² blieb das Umsatzvolumen ein Fünftel unter den ersten drei Monaten 2014, gegenüber dem Fünfjahresschnitt der jeweils ersten Quartale muss sogar ein Rückgang von einem Viertel notiert werden. Seit 2010 war kein Jahr schwächer gestartet. „Das Jahr 2015 begann ähnlich verhalten wie 2014 endete“, so Andreas Reul, bei JLL Team Leader Office Leasing Köln. Das gilt auch für die Anzahl der Deals, wenn mit weniger als - 10 % sowohl im Ein- als auch Fünfahresvergleich aber bei weitem nicht so deutlich. 
 
Bei der kleinsten Größenkategorie (unter 500 m²) manifestierte sich der Rückgang mit – 20 % bei der Anzahl und knapp einem Drittel beim Umsatzvolumen. „Aber auch Großgesuche ab 5.000 m² können nur eingeschränkt bedient werden oder Interessenten müssen bei einer Standort-Prüfung und -Entscheidung in Bezug auf Lage, Ausstattungsqualität, Flächeneffizienz oder Bezugstermin Kompromisse eingehen“, so Reul. Entsprechend wurden nur zwei Anmietungen über 5.000 m² in den ersten drei Monaten registriert, angeführt vom Jobcenter Köln mit 7.700 m² im „Blaulicht“ im Teilmarkt Ehrenfeld/Braunsfeld sowie DLA Piper UK mit 5.300 m² im Gürzenich Quartier in der City. Im ersten Quartal 2014 ging als größte Anmietung noch ein Deal von über 12.000 m² in die Statistik ein, der dann auch im Verlauf des Jahres nicht mehr getoppt wurde. „Trotz allem: Aktivität und Interesse seitens potentieller Mieter ist auf dem Kölner Bürovermietungsmarkt genügend vorhanden, so dass wir für das Gesamtjahr 2015 bei unserer Prognose von 260.000 m² bleiben. Damit wäre das Vorjahresniveau in etwa erreicht“, so der Vermietungsexperte.
 
Zehn von insgesamt 12 Deals über 1.000 m² wurden von Januar bis Ende März durch Immobilienberater vermittelt, für Reul ein Indiz, dass „Nutzer bei ihren Standortentscheidungen und Mietvertragsverhandlungen Wert auf qualifizierte Beratung legen.“ Reul weiter: „Gerne in Anspruch genommen und auch entsprechend vergütet werden Serviceleistungen der Vermieter wie Büroreinigung, Facility Management, Hausmeisterservice, Postservice, Kantinennutzung, besetzter Hausempfang. Damit wird deutlich, dass derartige Dienstleistungsangebote von Vermieterseite einen Wettbewerbsvorteil schaffen.“
 
Mit großem Abstand zu den anderen Teilmärkten waren auch im ersten Quartal 2015 Flächen in der City gefragt. Entgegen dem Trend legte das Umsatzvolumen im Jahresvergleich deutlich zu. Die Anzahl der Deals blieb mit 43 nahezu auf Vorjahresniveau. „Nicht zuletzt die zentrale Lage und eine gute Erreichbarkeit ist ein herausragendes Argument bei der Anwerbung von Mitarbeitern“, so Reul.
 
Reul weiter: „Mehr und mehr lässt die Flächenknappheit im großvolumigen Bereich Projektentwicklungen in den Fokus von Mietinteressenten rücken.“ Zwischen Januar und Ende März wurden 44.000 m² fertig gestellt – allerdings: nur knapp ein Fünftel steht Nutzern noch frei zur Verfügung. Bis zum Jahresende kommen rund 52.000 m² hinzu, etwa die Hälfte davon steht aktuell noch zur Verfügung. Auch bei den Ende März im Bau befindlichen Flächen ist neben dem Rheinufer West mit 35.000 m² die City mit knapp 30.000 m² ein Schwerpunkt. Weiter leicht rückläufig tendiert die Leerstandsquote auch bis Jahresende. Mit derzeit 6,3 % ist sie die zweitniedrigste unter den Big 7, nach Stuttgart mit 5,1 %.
Bereits seit Mitte 2012 stabil bei 22,00 Euro / m² / Monat erwartet JLL auch im weiteren Jahresverlauf 2015 keine Veränderung bei der Spitzenmiete. Incentives bei einem Fünfjahresvertrag für Flächen in Spitzenlagen liegen derzeit bei 10 %. Für die gewichtete Durchschnittsmiete ergibt sich ein Wert von 11,72 Euro / m² / Monat).