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Pressemitteilung

Köln

Kölner Investmentmarkt mit Luft nach oben


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 
KÖLN, 8. April 2015 – Mit einem Transaktionsvolumen von 170 Mio. Euro hat das Jahr auf dem Kölner Investmentmarkt ähnlich dem Bürovermietungsmarkt verhalten begonnen. Zwar ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch ein Plus von 17 % zu notieren, der Vergleich mit dem 5-Jahresschnitt der jeweils ersten Quartale zeigt aber ein deutliches Minus von 38 %. 
 
Vor allem durch den größten Deal der ersten drei Monate, dem Verkauf des „Triforum Cologne“ in der Kölner City von der HIH an die britische Internos Global Investors, dominiert mit 40 % die Nutzungsart „Mixed use“ die Transaktionsstatistik. Im Vergleich zum 5-Jahresschnitt bedeutet dieser Wert einen vierfachen Anteil. Büroobjekte, die in der Regel am stärksten fokussierte Assetklasse, kommen auf einen Anteil von 36 %. „Das ist sicher nur eine Momentaufnahme, denn gerade die Nachfrage nach Büroimmobilien ist anhaltend hoch und das von nationalen und internationalen Anlegern“, so Christian Sauer, bei JLL Team Leader Office Investment Köln. Limitierend wirke sich das Angebot gerade in A-Lagen aus – B-Lagen würden daher intensiver geprüft, so der Investmentexperte.
 
Mit einem Anteil der ausländischen Investoren von knapp 60 % am Transaktionsvolumen bestätigt das erste Quartal den Internationalisierungstrend in der traditionell eher durch deutsche Investoren geprägten Domstadt. Immerhin haben ausländische Anleger per Saldo ihren Immobilienbestand von Januar bis Ende März um 66 Mio. Euro aufgebaut.
 
Knapp die Hälfte des Kaufvolumens wurde durch Asset / Fonds Manager generiert, private Investoren folgten mit knapp einem Fünftel auf Platz 2. Ein deutlich ausgeglicheneres  Bild zeigt die Verkäuferstatistik: Offene Publikumsfonds toppen mit 32 % die Asset / Fonds Manager (31 %).
 
Zu über zwei Drittel ist in Köln das Transaktionsvolumen der Risiko „Core“ zuzurechnen. Ihr Anteil ist dabei im Vergleich der Big 7 (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Hamburg, München und Stuttgart) überdurchschnittlich hoch. „Anfragen gibt es allerdings für alle Risikoklassen“, so Sauer, damit sei eine Verschiebung im Jahresverlauf möglich.
 
Trotz des verhaltenen Auftakts geht JLL für den Jahresverlauf 2015 von einer deutlichen Zunahme sowohl der Anzahl der Transaktionen als auch des Transaktionsvolumens aus. Das Ergebnis könnte die 1 Mrd. Euro wie im Vorjahr deutlich übertreffen (1,3 Mrd. Euro), der Fünfjahresschnitt wäre dabei um ein Viertel getoppt. „Ob dies eintritt, ist freilich abhängig von der Realisierung größerer Transaktionen“, so Sauer. Allein ein Verkauf der Lanxess-Arena würde sich mit einem dreistelligen Millionenbetrag niederschlagen.
Mit 4,45 % hat die Büro-Spitzenrenditen Ende März den niedrigsten Stand erreicht. „Sie bleiben auch bis Ende des Jahres unter Druck“, so Sauer.