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Pressemitteilung

Frankfurt

Deutscher Investmentmarkt für Logistikimmobilien mit starken Umsatzeinbußen

Rückgang des Transaktionsvolumens in 2009 um 70 % - Spitzenrenditen stabilisiert


 
 
Frankfurt, 26. Januar 2010 – Das bundesweite Transaktionsvolumen für Logistik- und Industrieimmobilien belief sich 2009 auf rund 550 Mio. Euro, entsprechend einem Rückgang von 70 % gegenüber dem Vorjahr (2008: 1,81 Mrd. Euro). Damit lagen in dieser Assetklasse die Einbußen deutlich höher als der Rückgang beim deutschlandweiten, über alle Assetklassen hinweg notierten Transaktionsvolumen (2009: 10,3 Mrd. Euro, entsprechend - 47 % gegenüber dem Vorjahr). Wie sehr es an einer Dynamik fehlte zeigte der Rückgang bei der Anzahl der durchgeführten Transaktionen (- 36 %). Transaktionen jenseits der 10 Mio. Euro – Marke traf es besonders hart: hier war ein Minus von 52 % zu konstatieren. Die Durchschnittsgröße der Deals lag hier 2009 bei 21 Mio. Euro, in 2008 bei 35 Mio. Euro. 
  
Bis auf eine Ausnahme, gab es in 2009 keinen Portfolio-Verkauf. Mehr als 485 Mio. Euro (88%) entfielen 2009 auf Einzeltransaktionen. Die größte Transaktion war allerdings der deutsche Anteil am Verkauf eines deutsch-niederländischen Portfolios von sieben Logistikimmobilien. ProLogis war der Verkäufer, Käufer der von AEW Europe gemanagte Core-plus-Fonds Curzon Capital Partners II. Es war die einzige Transaktion über 50 Mio. Euro.
 
Auch der Logistikinvestmentmarkt war 2009 durch einheimische Investoren dominiert. 86% des Transaktionsvolumens ging auf das Konto deutscher Anleger. „Das war im Vorjahr noch anders. 2008 wurden 57% des Volumens durch ausländische Investoren generiert. Jetzt haben sie ihren Anlagebestand insgesamt leicht reduziert“, so Simon Beyer, Leiter Industrial Investment Jones Lang LaSalle Deutschland.
 
Die deutschen Offenen Publikums- und Spezialfonds und die Asset/Funds Manager investierten am meisten und kamen auf einen Anteil von 27 % bzw. 25 %. Auf Verkäuferseite dominierten die  Entwickler (46%) und Corporates (26%) das Marktgeschehen. Beide konnten die spezifische Nachfrage in einem schwierigen Marktumfeld am besten befriedigen.
 
„Der Markt war im vergangenen Jahr noch stärker von der Suche der Investoren nach Sicherheit  geprägt. Gefragt waren insbesondere langfristig vermietete klassische Logistikprodukte in guten bis sehr guten Lagen. Dementsprechend kann über 80 % des Transaktionsvolumens Core und Core+ Objekten zugeordnet werden, nur 20% waren „Value-Add“ oder opportunistische Engagements“, so Beyer.
 
Die Netto-Anfangsrendite für erstklassige Logistikobjekte in besten Lagen hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2009 stabilisiert. Sie erreichte zum Jahresende in den fünf untersuchten Regionen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg und München einen durchschnittlichen Wert von 7,39 %, entsprechend einem leichten Zuwachs von 26 Basispunkten im Jahresvergleich.
 
„Für Top-Objekte wird es auch 2010 eine stabile Nachfrage geben, die allerdings auf ein nur geringes Angebot trifft. Der Druck auf die Renditen in diesem Spitzensegment wird sich erhöhen, mit möglicherweise leicht nachgebenden Werten“, so Beyer. Voraussetzung für eine moderate Zunahme des Transaktionsvolumens wird nicht zuletzt ein funktionierender Finanzierungsmarkt auch für B-Produkte sein.