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Pressemitteilung

Hamburg

Olympisches Feuer? Hamburger Büroimmobilienmarkt in allen Disziplinen mit starkem Auftaktquartal

Höchster Flächenumsatz und höchstes Transaktionsvolumen seit 2007


HAMBURG, 10. April 2015 – Der Büroimmobilienmarkt Hamburg glänzt mit einem starken Auftaktquartal. Sowohl das Vermietungs- als auch das Transaktionsvolumen erreichen Werte, wie sie zuletzt am Jahresanfang 2007 zu verzeichnen waren.

Richard Winter, Regional Manager des Hamburger Büros von JLL: „Eine Vielzahl kleinerer Vermietungen ließ den Mietmarkt um ein Fünftel wachsen. Gleichzeitig sorgten vor allem inländische Investoren für einen Anstieg des Transaktionsvolumens um fast die Hälfte. Der gute Jahresauftakt stimmt in jeder Hinsicht optimistisch. Der Hamburger Büromarkt entwickelt sich positiv und wir können guten Gewissens an unseren zum Jahresbeginn geäußerten Prognosen festhalten.“

Höchster Flächenumsatz eines Auftaktquartals seit 2007

Im ersten Quartal wurde ein Vermietungsvolumen von 130.000 m² erreicht. Dies ist der höchste Umsatz eines Auftaktquartals seit 2007. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum liegt der Anstieg bei einem Fünftel. Ähnlich deutlich wird der 5-Jahres-Durchschnitt der Auftaktquartale übertroffen. Kleinere Vermietungen unter 500 m² waren besonders stark vertreten und standen für rund 27 Prozent des Gesamtumsatzes.

Tobias Scharf, bei JLL Team Leader Office Leasing Hamburg: „Wir haben einen sehr guten Jahresauftakt erlebt, der von einem Großabschluss positiv beeinflusst wird. Dementsprechend erreichten die drei größten Vermietungen mit rund 46.000 m² einen Anteil von mehr als einem Drittel des Gesamtumsatzes. Für das Gesamtjahr 2015 halten wir an unserer Prognose von 490.000 m² fest.“

Umsatzstärkster Teilmarkt war die Innenstadt mit einem Flächenanteil von über 40 Prozent. Die HafenCity und der Teilmarkt Altona-Ottensen-Bahrenfeld komplettieren mit Anteilen von jeweils 12 Prozent die Top 3.

Bei den Branchen liegt die Öffentliche Verwaltung mit einem Anteil von 27 Prozent klar in Front. Unternehmensbezogene Dienstleistungen, Bau/Immobilien sowie Verlagswesen/Medien und die Industrie ergänzen in dieser Reihenfolge die Top 5.

Das Leerstandsvolumen lag zum Quartalsende bei 1.007.000 m² und damit knapp 90.000 m² unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Die aktuelle Leerstandsquote beziffert JLL mit 6,9 Prozent, was gegenüber dem Vorjahresquartal einen Rückgang um 0,6 Prozentpunkte bedeutet.

Scharf: „Bis zum Jahresende erwarten wir einen weiteren Rückgang um 0,3 Prozentpunkte auf dann 6,6 Prozent. Der positive Trend lässt sich auch auf die Teilmärkte herunterbrechen. Während Anfang 2010 noch vier Teilmärkte Leerstandsquoten von über 10 Prozent aufwiesen, sind es derzeit mit Billbrook-Billwerder-Billstedt und dem Kernbereich der City Süd nur noch deren zwei.“

Der gesamte Büroflächenbestand legte im Vergleich zum ersten Quartal 2014 um 36.400 m² zu und beläuft sich laut JLL aktuell auf 14,7 Mio. m². Im ersten Quartal wurden 25.600 m² Bürofläche fertiggestellt. Bis zum Jahresende werden weitere 110.400 m² hinzukommen, von denen derzeit noch rund 41.600 m² verfügbar sind. Das Fertigstellungsvolumen für die Jahre 2016 und 2017 beziffert JLL mit rund 215.000 bzw. 160.000 m².

Die Spitzenmiete sieht JLL zum Quartalsende unverändert bei bis zu 24,50 Euro/m²/Monat. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies ein Anstieg um etwas mehr als zwei Prozent. Bis zum Jahresende rechnet JLL mit einem weiteren Anstieg auf dann 25,00 Euro/m²/Monat. Die aktuelle gewichtete Durchschnittsmiete ist die höchste seit Beginn der Marktstatistik für diesen Indikator im Jahr 1998. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg sie um über fünf Prozent auf 14,75 Euro/m²/Monat.

Transaktionsvolumen übertrifft Vorjahreswert um fast die Hälfte

Auch auf dem Investmentmarkt wurde laut JLL das beste Auftaktquartal seit dem Jahr 2007 erreicht. Das Transaktionsvolumen beläuft sich auf rund 850 Mio. Euro und übertrifft das Vorjahresquartal (580 Mio. Euro) um fast die Hälfte. Mit Blick auf die sieben größten Städte Deutschlands liegt Hamburg damit nach Berlin, München und Frankfurt auf Rang vier.

Mit 65 Prozent ist der Anteil der Büroimmobilien wie gewohnt sehr hoch. Einzelhandels- und Hotelimmobilien folgen mit 16 bzw. 12 Prozent. Der überdurchschnittlich hohe Hotelanteil beruht auf fünf Verkäufen, zum Teil im Rahmen überregionaler Portfolios.

Nach einer ausgeglichenen Bilanz im Gesamtjahr 2014, standen deutsche Investoren im ersten Quartal für drei Viertel des Anlagevolumens. Nur in Düsseldorf war der Anteil ausländischer Käufer noch geringer. Auf der Verkäuferseite fiel der Ausländeranteil mit 40 Prozent höher aus. Per Saldo haben internationale Anleger ihren Hamburger Anlagebestand um rund 115 Mio. Euro abgebaut.

Mit Blick auf die Spitzenrenditen notiert JLL für Büroimmobilien aktuell 4,3 Prozent. Dies ist der niedrigste bislang gemessene Wert. Bis Ende 2015 erwartet JLL einen weiteren Rückgang um rund zehn Basispunkte.

Frank-D. Albers, bei JLL Team Leader Office Investment Hamburg zieht folgendes Fazit: „Mit 40 Transaktionen und einem durchschnittlichen Volumen von 21 Mio. Euro ist der Jahresauftakt sehr gut verlaufen. Sichere ‚Core‘-Immobilien dominieren mit einem Volumenanteil von zwei Dritteln nach wie vor das Marktgeschehen. Im weiteren Jahresverlauf gehen wir jedoch von einer erweiterten Risikoneigung der Investoren aus. Mit Blick auf das Gesamtjahr 2015 dürfte das Transaktionsvolumen rund 4 Mrd. Euro erreichen, was gegenüber 2014 einem knapp 15-prozentigen Plus entspräche.“