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Pressemitteilung

Frankfurt

Handelsunternehmen mieten im ersten Quartal rund 109.000 m² Einzelhandelsfläche in Deutschlands Einkaufsmeilen

Flächenumsatz liegt bis Ende März bei guter Nachfrage rund ein Drittel unter dem Vorjahr


FRANKFURT, 21. April 2015 – Nach dem überzeugenden Endspurt im vierten Quartal 2014 fiel der Start in das Vermietungsjahr 2015 verhalten aus. Die Anzahl der insgesamt 200 abgeschlossenen Mietverträge liegt sieben Prozent unter dem Vorquartal. Den Flächenumsatz beziffert JLL mit 109.000 m² und konstatiert einen Rückgang um ein Drittel gegenüber Q4 2014. Insbesondere Großflächen ab 1.000 m² schlagen mangels Verfügbarkeit kaum zu Buche.

Dirk Wichner, bei JLL Head of Retail Leasing Germany: „Der etwas schwächere Auftakt ist aus unserer Sicht kein Indiz für den weiteren Jahresverlauf. Die internationalen Konzepte zeigen sich mit einem nochmals auf 63 Prozent gestiegenen Flächenanteil weiterhin stark. So haben etwa das französische Label American Vintage, der japanische Modeanbieter Edwin sowie das italienische Franchisekonzept Risamore erstmals Läden in Deutschland eröffnet. Weitere Anbieter wie das französische Jeanslabel Le Temps des Cerises oder Juicy Couture aus den USA werden in Kürze folgen. Wir sind deshalb für das Gesamtjahr weiterhin optimistisch. Auch in den letzten drei erfolgreichen Jahren gab es einige weniger umsatzstarke Quartale.“

Knapp ein Drittel der Einzelhandelsfläche wird in den zehn wichtigsten Metropolen vermietet

Der Anteil der zehn wichtigsten Metropolen (BIG 10) am gesamten Vermietungsvolumen ging gegenüber Q4 2014 um fast die Hälfte auf 35.500 m² zurück. Nur vier Standorte knüpfen an das gute Vermietungsjahr 2014 an: Hamburg verdrängte mit 9.700 m² Flächenumsatz erstmals den bisherigen Dauerspitzenreiter Berlin (4.700 m²) von seiner angestammten Position. München konnte zwar den dritten Platz verteidigen, erreicht aber ebenfalls nur überschaubare 4.600 m². Düsseldorf (4.500 m²) verzeichnet nach einem eher schwachen Vermietungsjahr 2014 wieder eine steigende Nachfrage. Hannover (4.100 m²) und Leipzig (2.600 m²) erreichten bereits im ersten Quartal die Hälfte ihres gesamten Vorjahresumsatzes. Unterdurchschnittliche Flächenumsätze zeigten dagegen Frankfurt und Köln mit je 1.700 m² sowie Stuttgart und Nürnberg mit jeweils 1.000 m².

Textilanbieter und Systemgastronomie bestimmen das Marktgeschehen

Mit einem Flächenanteil von 46 Prozent zeigt sich die Textilbranche weiter dominant. Besonders die internationalen Young-Fashion-Anbieter waren bis Ende März aktiv. Allen voran der polnische Mode-Anbieter Reserved, der in den Shopping-Center-Neuentwicklungen K in Lautern und Aquis Plaza in Aachen expandierte. Die Textildiscounter Primark und TK Maxx setzten ihre Expansion ebenfalls erfolgreich fort. Der Bereich Gastronomie / Food kommt, getrieben von der Systemgastronomie, konstant auf rund ein Fünftel des  gesamten Vermietungsvolumens. Sport / Outdoor verdrängte mit einem Flächenanteil von acht Prozent  die Sparte Gesundheit von ihrem angestammten dritten Rang. Expansiv zeigten sich hier das schwedische Sporthaus Stadium sowie der österreichische Funsport-Spezialist Blue Tomato.

Im Durchschnitt der 185 Top-Einkaufsstädte steigt die Spitzenmiete im ersten Halbjahr um 1,5 Prozent

Im ersten Halbjahr 2015 wird sich das Mietpreiswachstum in Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2014 laut JLL etwas verlangsamen. In den bundesweit untersuchten 185 Städten wird der durchschnittliche Anstieg der Spitzenmiete bei 1,5 Prozent liegen. Die BIG 10 erzielen gleichzeitig ein etwas stärkeres durchschnittliches Wachstum der Spitzenmiete um 2,6 Prozent. Berlin egalisiert erstmals die Grenze von 300 Euro/m²/Monat und zählt in dieser Hinsicht neben München (360) und Frankfurt (310) nun zur führenden Dreiergruppe. Düsseldorf (290), Hamburg (275), Köln (255) und Stuttgart (250) erzielen Werte ab 250 Euro/m²/Monat. Hannover liegt aktuell bei 200 Euro/m²/Monat, gefolgt von Nürnberg und Leipzig mit bis zu 160 bzw. 120 Euro/m²/Monat. In der zweiten Jahreshälfte 2015 erwartet JLL für Hamburg eine leichte Mietpreissteigerung um 5 Euro/m²/Monat. In den anderen Metropolen wird das Mietniveau stabil bleiben.