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Pressemitteilung

Frankfurt / Shanghai

Was kommt nach Peking und Shanghai? JLL untersucht 60 chinesische B- und C-Städte

„China60“-Report wirft Blick auf Städte und Metropolregionen aus der zweiten Reihe


FRANKFURT / SHANGHAI, 21. April 2015 – Mit der englischsprachigen Publikation „China60“ hat JLL einen umfangreichen Research-Report über die Geschäftschancen in den 60 wichtigsten chinesischen Sekundär- und Tertiärstädten vorgelegt. „China60“ steht für eine Anzahl aufstrebender Städte und Metropolregionen jenseits der Alpha-Städte Peking und Shanghai sowie der bekannten Metropolen Guangzhou und Shenzhen. Der Report beleuchtet die Entwicklung dieser Wirtschafts- und Immobilienstandorte und befasst sich mit den die Städtehierarchie in China beeinflussenden Faktoren.

Chinas herausragende Städte Peking und Shanghai behaupten ihre klare Führungsrolle vor den übrigen „China60“-Städten und zählen in Hinblick auf ihre Größe, ihren Status und ihre wirtschaftliche Attraktivität zu den zehn wichtigsten Wirtschaftszentren der Welt. Aber auch die Städte aus der zweiten Reihe im Westen und im Zentrum von China machen große Fortschritte. Vor allem Xi’an, Guiyang und Kunming profitieren von der anhaltenden Verschiebung der wirtschaftlichen Aktivitäten in das Zentrum des Landes.

KK Fung, bei JLL Managing Director Greater China, kommentiert die aktuelle Situation wie folgt: „China durchläuft derzeit einen Übergang von einem schnellen zu einem intelligenten Wachstum. Diese ‚neue Normalität‘ ist durch ein zwar geringeres, dafür aber nachhaltigeres Wachstum gekennzeichnet. Dies erfordert auch bei den Entscheidungsträgern in der Gewerbeimmobilien-Branche ein Überdenken ihrer bisherigen Strategien. Denn mit dem stärker wertorientierteren Wachstum werden aus unserer Sicht auch die Ansprüche und die Nachfrage nach modernen Gewerbeimmobilien in den ‚China60‘-Städten steigen.“

Jeremy Kelly, bei JLL Director Global Research, ergänzt: „Gemessen an der Kaufkraft sind die ‚China60‘-Städte die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Trotz der konjunkturellen Abschwächung in China dürfte ihr Beitrag zum weltweiten Wirtschaftswachstum in den nächsten zehn Jahren bei rund 15 Prozent liegen. Ein Großteil dieses Wachstums geht von Sekundär- und Tertiärstädten im Südwesten, Nordwesten und im Zentrum Chinas aus. Gleichzeitig sorgt die Entstehung mehrerer großer Metropolregionen für eine neue Komplexität in der chinesischen Urbanisierung. Insbesondere die Satellitenstädte im Delta des Jangtsekiang wachsen mit ihren dynamischen Privatunternehmen, hochentwickelten Lieferketten und einer starken regionalen Vernetzung.“

Kelly weiter: „Die makroökonomischen Fundamentaldaten lassen für die nächsten Jahren eine anhaltend hohe Nachfrage in allen wichtigen Gewerbeimmobiliensegmenten erwarten. Mit der absehbaren Ausweitung des Dienstleistungssektors wird auch die Nachfrage nach Büro-, Einzelhandels-, Lager- und Hotelflächen steigen. Allerdings erleben wir in den ‚China60‘-Städten derzeit nach Jahren einer schnellen wirtschaftlichen Expansion ein vorübergehendes Flächenüberangebot. Gleichzeitig verfügen die untersuchten Städte jedoch über eine enorme Kapazität zur mittelfristigen Absorption eventuell überschüssiger Gewerbeimmobilien.“

Das weitere Anwachsen der Mittelschicht auf inzwischen 130 Millionen Menschen in den ‚China60‘-Städten macht den Inlandsverbrauch zu einem immer wichtigeren Treiber der chinesischen Wirtschaft. Besonders der Logistikbereich bietet laut JLL deshalb außergewöhnliche Wachstumschancen. Gestützt werden diese durch die Nachfrage aus dem traditionellen Einzelhandel und das rasante Wachstum im E-Commerce- und Multi-Channel-Handel. Zudem verursacht die Expansion großer chinesischer Privatunternehmen wie Alibaba, Huawei und Tencent eine steigende Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen in den ‚China60‘-Städten. Im Gegensatz dazu ist im Hotelbereich eine strukturelle Verschlankung und Gesundung zu erwarten. Dies dürfte in den nächsten zwei bis drei Jahren einige günstige Kaufgelegenheiten für Investoren schaffen.

KK Fung zieht folgendes Fazit: „Der Aufbau von ‚Städtemarken‘ wird in China ein zentrales Thema der nächsten Jahre sein. Im Wettbewerb der Städte um Talente und Unternehmen gewinnen die Lebensqualität, das kulturelle Angebot sowie Umweltaspekte immer mehr an Bedeutung. Die Immobilienbranche spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle und kann erheblich dazu beitragen, die chinesischen Städte lebenswert, belastbar und nachhaltig zu machen.“

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