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Pressemitteilung

Frankfurt

TOP 25 Handelsstandorte: Städte aus der zweiten Reihe verdienen zweiten Blick

Studie „Expansionsziel Deutschland“ untersucht Präsenz international expandierender  Filialisten in führenden deutschen Handelsstandorten


​FRANKFURT, 21. Mai 2015 – JLL untersucht in seinem neuen Report „Expansionsziel Deutschland“ die Präsenz international expandierender Handelsfilialisten in Deutschland. Danach verfügen die analysierten 160 Filialisten in den 1a-Lagen der 25 deutschen Städte mit den höchsten Einzelhandelsmieten über knapp 1.800 Standorte. Neun Handelsunternehmen weisen eine hundertprozentige Marktabdeckung in den 25 Städten auf. Die meisten aus dem Ausland stammenden Konzepte finden sich in Berlin und München. Bei den Herkunftsländern liegt Italien vor den USA und Großbritannien in Front.

Die in der Studie untersuchten 160 Filialunternehmen stammen zu 85 Prozent aus dem Ausland. Rund 40 Prozent der Filialisten sind der Kategorie „Konsum“ zuzuordnen. Jeweils weitere 30 Prozent gehören den Kategorien „Luxus“ und „Premium“ an. Der auf dieser Grundlage von JLL ermittelte Attraktivitätsindex für die untersuchten 25 Städte richtet sich nach der Anzahl der jeweils vertretenen Filialisten.

Metropolen in Front – Nürnberg und Dortmund stärkste Städte aus der zweiten Reihe

Dirk Wichner, Head of Retail Leasing Germany bei JLL, fasst die Ergebnisse wie folgt zusammen: „Wenig überraschend weisen die drei einwohnerstärksten Städte Berlin, Hamburg und München die höchsten Werte auf. Düsseldorf und Frankfurt folgen gleichauf vor Köln. Werte oberhalb des Durchschnitts erzielen zudem Stuttgart und Hannover. Besonders interessant ist der Blick auf die Städte aus der zweiten Reihe, die von Nürnberg und Dortmund angeführt werden. Dresden, Leipzig und Wiesbaden komplettieren in dieser Hinsicht die Top 5. Nach der Anzahl der Standorte dominieren Marken aus dem Konsumbereich mit einem Anteil von über 70 Prozent gegenüber Premium- und Luxusanbietern.“

Neun der Top-25 Filialisten erreichen eine hundertprozentige Marktabdeckung

Von den untersuchten Handelsunternehmen sind neun in allen 25 Städten mit mindestens einer Filiale vertreten und erreichen damit eine hundertprozentige Marktabdeckung. Hierzu zählen Bijou Brigitte, C&A, Deichmann, Douglas, Esprit, H&M, Hunkemöller, New Yorker und The Body Shop. Die 25 stärksten Filialunternehmen erreichen durchgängig eine Marktabdeckung von über drei Vierteln.

München ist Haupanziehungspunkt für Luxuslabels

Bei den Luxusanbietern ist München der attraktivste deutsche Standort. 36 der rund 40 untersuchten Luxuslabels sind in der Landeshauptstadt mit Boutiquen vertreten. Düsseldorf folgt mit 27 Anbietern vor Berlin, Frankfurt und Hamburg mit jeweils 26. Die sechs am häufigsten vertretenen Luxuslabels sind in dieser Reihenfolge Montblanc (11 Standorte), Louis Vuitton (8) und Max Mara (8) sowie Gucci (7), Hermès (7) und Longchamp (7).

Jedes fünfte Konzept kommt aus Italien

Bei den Herkunftsländern der Handelskonzepte ist Italien mit 29 Marken führend. Die am häufigsten vertretenen italienischen Labels in Deutschland sind Benetton, Geox, Calzedonia, Kiko und Diesel. Rang zwei belegen die USA (26) mit den Top-Anbietern Starbucks, Foot Locker, Claire’s, Fossil und Tommy Hilfiger. Die Top 3 komplettiert Großbritannien (17) mit den stärksten Marken The Body Shop, Lush, Superdry, Burberry und Habitat. Weitere starke Herkunftsländer sind in dieser Reihenfolge Frankreich, Spanien und die Schweiz. 

Dirk Wichner zieht folgendes Fazit: „Innerhalb der 25 untersuchten Städte liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft pro Einwohner im Mittel bei 6.400 Euro. Sie schwankt dabei zwischen knapp 5.900 Euro in Dresden und 7.500 Euro in München. Gleichzeitig bewegen sich die Spitzenmieten der untersuchten Städte in einer Bandbreite zwischen 110 und 360 Euro / m². Während sich die Luxusanbieter auch mangels anderer geeigneter Adressen klar auf die Big 7-Metropolen konzentrieren, gibt es besonders für Marken aus dem Konsumbereich attraktive Alternativen in den Städten aus der zweiten Reihe. Gute Beispiele sind etwa Ulm, Leipzig, Aachen und Bremen, wo bis 2018 ein überproportionaler Anstieg der Einzelhandelsumsätze prognostiziert wird. Nicht nur Deutschland ist ein ‚Must-Have-Standort‘, auch die Städte aus der zweiten Reihe verdienen nach unserer Analyse definitiv einen zweiten Blick.“